1:1 in Speldorf – FSV legt Einspruch ein

Der FSV Duisburg hat nach dem 1:1-Remis beim VfB Speldorf Einspruch gegen die Spielwertung eingelegt.

„Wir haben gegen die Spielwertung beim 1:1 in Speldorf Einspruch eingelegt. Für alle Anwesenden war offensichtlich, dass der bereits mit der Gelben Karte vorbelastete Speldorfer Spieler mit der Nummer 10, Abe Yutaka, in der 30. Minute das Spielfeld verlassen hat. Einige Zeit später hat dieser Spieler, ohne Erlaubnis des Schiedsrichters, das Feld wieder betreten. Der Schiedsrichter-Assistent hob die Fahne und rief den Haupt-Schiedsrichter zu sich. Dieser schickte den Spieler mit der Nummer 10 vom Feld und er konnte sich dann erst regelkonform anmelden. Auf den Hinweis unseres Torhüters Tobias Ritz, dass es doch hierfür eine Verwarnung geben müsste, bekam er vom Schiedsrichter zur Antwort, „dass der genannte Spieler, der deutschen Sprache nicht mächtig sei und er Toleranz für den Vorfall zeigen würde“. Da die Fußballregeln international gültig sind und das Spiel bei einem Platzverweis des Spielers mit der Nummer 10 ganz anders hätte verlaufen können, erfolgte dieser Einspruch“, erklärt der FSV-Vorstand den Einspruch.

Der 24-jährige Yutaka lebt seit mehreren Jahren in Deutschland und spielte bis zum vergangenen Sommer beim FSV Luckenwalde in der Regionalliga Nordost. Seit dem 1. Januar repräsentiert er die Farben des VfB Speldorf.

„Das höre ich jetzt von Ihnen zum ersten Mal. Falls das wirklich so ist, dann wäre das von Seiten des FSV Duisburg sehr unsportlich. Wir haben uns 90 Minuten lang ein harten Fight geliefert und dann sollte da so eine kleine Szene nicht am Ende entscheidend sein. Der FSV hatte 90 Minuten Zeit uns auf dem Rasen zu besiegen“, sagt Rjoyi Ishikawa, Trainer des VfB Speldorf. Dass sein Landsmann Yutaka der deutschen Sprache nicht mächtig ist, kann der VfB-Coach bestätigen: „Er ist zwar schon ein paar Jahre hier, hat aber die Sprache nie gelernt. Er kann ein paar Brocken Deutsch, mehr aber auch nicht.“