Abwehr des VfB Speldorf bleibt zu löchrig

MÜLHEIM.   Im Heimspiel gegen Monheim sind die Speldorfer unter dem Strich chancenlos. Trainer fordert mehr Diszpilin im Training ein.

Auch im fünften Spiel nach der Winterpause wartet der Fußball-Oberligist VfB Speldorf noch auf den ersten Sieg. Schlimmer noch: Im Gegensatz zum bitteren Last-Minute-1:2 am vergangenen Sonntag hatten die Hausherren im Heimspiel gegen den 1. FC Monheim nicht einmal eine echte Siegchance.

„Es tut nicht so weh wie letzte Woche“, versuchte Trainer Ryoji Ishikawa wenigstens etwas Positives an der Niederlage zu finden. Allerdings konnte auch er nicht verhehlen, dass seine Abwehr trotz Fünferkette noch immer nicht sattelfest ist. „Wir dürfen nicht so einfach den Ball im Zentrum verlieren“, sagte Ishikawa an die Adresse von Barkin Cömert, der zu allem Überfluss in Halbzeit zwei auch noch die Gelb-Rote Karte sah.

Rückkehrer Andres besorgt den schnellen Ausgleich

Auch die Abseitsfalle funktionierte ähnlich gut wie in Meerbusch. Nämlich gar nicht. Nach einer Viertelstunde stand es bereits 1:2, weil Rückkehrer Michael Andres schnell auf den ersten Rückstand geantwortet hatte. Mit mehreren Chancen war er einer der Lichtblicke an diesem Sonntag.

Mit dem 1:3 kurz vor der Pause war das Spiel praktisch entschieden. Die Speldorfer hatten keine wirklichen Chancen mehr, um noch einmal ins Spiel zurückzukommen. Monheim hätte wesentlich früher alles klar machen können, die Gäste scheiterten aber zweimal an Martin Hauffe im VfB-Tor. Erst in der 90. Minute fiel doch noch das 1:4 durch den eingewechselten Aleksic.

„Wir brauchen mehr Intensität und Disziplin“

VfB-Trainer Ishikawa ist nach wie vor von der Qualität seiner Mannschaft und damit vom Klassenerhalt überzeugt. Allerdings muss dazu ein Umdenken in der Mannschaft stattfinden. „Wir brauchen wieder mehr Intensität und Disziplin im Training“, sagt der Coach vielsagend. Offenbar haben zuletzt vor allem die Stammspieler die Zügel schleifen lassen. „Die Stimmung ist nicht gut“, gestand der Coach sogar.

Das muss sich schleunigst ändern, sonst gibt es für die Mülheimer beim Vorjahreszweiten Schonnebeck am kommenden Sonntag auch nicht viel zu holen. Ein Duell auf Augenhöhe kündigt sich dann erst im nächsten Heimspiel am 7. April gegen den VfB Hilden an. Spätestens dann benötigen die Mülheimer den ersten Sieg im Jahr 2019, wenn sie im Kampf um den Klassenerhalt noch ein ernsthaftes Wörtchen mitreden wollen.

VfB Speldorf –
1. FC Monheim 1:4 (1:3)

Tore: 0:1 Schiffer (7.), 1:1 Andres (10.), 1:2 Salau (15.), 1:3 Bastas (40.), 1:4 Aleksic (90.)

VfB: Hauffe – Weiß, Panz (46. Horiuchi), Cömert, Bimpek, Akiyama (87. McGregor) – Yussif (67. Wölfer), Nakaoka, Ando, Abe – Andres

Monheim: Kultscher – Salau, Schiffer, Intven (73. Osawe), Kosmala – Nolte, Lippold, Lehnert, Hombach (68. Nosel), Labusga – Bastas (46. Aleksic)

Gelb-Rote Karte: Cömert (VfB/67., wiederholtes Foulspiel)

Rote Karte: Kosmala (1. FC/78., Notbremse)

Schiedsrichterin: Isabel Steinke (Tönisvorst)

Zuschauer: 204