VfB Speldorf kickt sich ins Achtelfinale

Mit einem 8:1-Sieg (3:0) gegen TuB Bocholt hat sich der VfB Speldorf am Mittwochabend souverän ins Achtelfinale des Niederrhein-Pokals gekickt.

TuB Bocholt –
VfB Speldorf 1:8 (0:3)

Tore: 0:1 Hotoglu (23.), 0:2 Yussif (31.), 0:3 Nowitzki (39.), 0:4 Yussif (51.), 1:4 Langhorst (58.), 1:5 Panz (60.), 1:6 Nowitzki (62.), 1:7 Hotoglu (85), 1:8 Timm (90.)
VfB: Michalak – Panz, Corovic (67. Timm), Müller, Nakaoka – Bimpel, Terwiel – Hotoglu, Nowitzki, Dutschke (67. Schürings) – Yussif
Zuschauer: 100
Schiedsrichter: Lars Aarts (Goch)

Das war souverän. Der Fußball-Oberligist VfB Speldorf hat am Mittwochabend durch einen klaren 8:1 (3:0)-Auswärtssieg beim Bezirksliga-Zweiten TuB Bocholt das Achtelfinale im Niederrheinpokal erreicht.

Die Mülheimer mussten dabei nur die ersten 20 Minuten überstehen, in denen Bocholt sich durchaus mutig präsentierte. Dann aber übernahmen die Mülheimer das Zepter. Im Anschluss an eine von ihm selbst ausgeführte Ecke brachte Deniz Hotoglu die Gäste in Führung und hätte nur zwei Minuten später schon nachlegen können.

Treffer Nummer drei kurz vor der Pause

Das 2:0 holte stattdessen Abdul-Rahman Yussif nach, dem der Ball schön in den Lauf gespielt wurde und der anschließend den Torwart überwand. Acht Minuten später legte er den dritten Treffer durch Pierre Nowitzki auf.

Sollten die Hausherren sich noch irgendwelche Hoffnungen gemacht haben, wurden diese sechs Minuten nach dem Seitenwechsel zerstört. Abdul-Rahman Yussif traf aus spitzem Winkel zum 0:4. Auf das überraschende 1:4 durch Langhorst antworteten André Panz und Pierre Nowitzki mit einem Doppelschlag innerhalb von zwei Minuten (60./62.) – 1:6, Messe gelesen. „Das Gegentor fand ich ein bisschen blöd, danach hatten wir auch eine kurze arrogante Phase, haben dann aber wieder schnell in die Spur gefunden“, meinte Trainer Christian Mikolajczak später.

Mikolajczak: „Chancen gut herausgespielt“

Deniz Hotoglu und Janis Timm stellten in der Schlussphase das klare Endergebnis her, dass der Coach „auch in der Höhe völlig verdient fand.“ Die Treffer seien keine Zufallsprodukte gewesen. „Wir haben die Chancen gut herausgespielt“, fand Mikolajczak.

Wer der nächste Gegner sein soll? „Wenn ein großer Name kommt, dann kommt er, wir wollen aber so weit wie möglich kommen“, so der Coach. Das Achtelfinale des Niederrheinpokals wird vom 9. bis zum 11. Oktober ausgetragen.

Ein Pokalspiel als Chance

MÜLHEIM. 

Mit dem Einzug ins Achtelfinale könnte sich der VfB etwas Ruhe und Selbstvertrauen verschaffen. Neuer Torwart Marcin Michalak gibt sein Debüt.

Es läuft bislang alles andere als rund beim Fußball-Oberligisten VfB Speldorf. Immerhin hat es die Pokalauslosung gut mit den Mülheimern gemeint. Nach dem Landesliga-Aufsteiger VfB Solingen (4:2) wartet am Mittwochabend in Runde zwei des Niederrheinpokals mit dem TuB Bocholt ein Bezirksligist. Es winkt der Einzug ins Achtelfinale und dort vielleicht ein großes Los.

„Wir sollten da schon mit der Prämisse hinfahren weiter zu kommen“, lässt Trainer Christian Mikolajczak gar keinen Zweifel aufkommen. Die Gastgeber starteten mit vier Siegen aus fünf Spielen und belegen in der Bezirksliga aktuell den zweiten Platz. Diesen Rang belegten sie auch in der vergangenen Saison, als sie erst in der Relegation gegen den VfB Frohnhausen (0:3 und 3:2) den direkten Durchmarsch von der Kreisliga A in die Landesliga verpassten. „Trotzdem müssen wir als Favorit auftreten, aber mit der fokussierten Ausrichtung“, fordert Mikolajczak.

Schnelles Tor könnte den Mülheimern helfen

Das Erstrundenspiel im Pokal habe gezeigt, wie wichtig es ist, die Chancen zu nutzen und ein frühes Tor zu machen. „Wir müssen dem Gegner die Moral nehmen und schnell für klare Verhältnisse sorgen“, so der VfB-Coach. Denn die Gastgeber werden alles dafür tun, dem Oberligisten die Stirn zu bieten.

Personell gehen dem Speldorfer Trainer langsam die Alternativen aus. Zumal Neuzugang Timur Umar noch Knieprobleme hat und trotz Spielberechtigung die Zahl der Optionen nicht erweitern wird. Im Tor wird aller Voraussicht nach Neuzugang Marcin Michalak stehen. Der Pole ist doch schneller spielberechtigt als gedacht und wird den frisch verheirateten Kapitän Kai Gröger ersetzen.

Maxwell Bimpek darf auf seinen Startelfeinsatz hoffen

Ansonsten wird das Team in Bocholt wohl dem in Velbert zum größten Teil gleichen, da alle Verletzten auch weiterhin fehlen werden. Ein Kandidat für die Startelf könnte Maxwell Bimpek werden, der nach seiner Einwechslung im Duell gegen die SSVg eine gute Partie abgeliefert hat. Ob Abdul-Rahman Yussif wegen seiner Schnelligkeit erneut über Außen stürmen wird und Deniz Hotoglu seine Kreativität stattdessen wieder im Zentrum einsetzen soll, konnte Mikolajczak am Dienstag noch nicht sagen. „Das haben wir in Velbert versucht, wie genau die Anordnung vorne diesmal sein wird, werden wir sehen“, erklärte Mikolajczak. Der Trainer ergänzte: „Alle im Kader müssen zeigen, dass sie einen Bezirksligisten schlagen können.“

Nach den beiden verlorenen Heimspielen und dem enttäuschenden Auftritt in Velbert wollen die Mülheimer das Pokalspiel auch dazu nutzen, um Selbstvertrauen zu tanken. „Der Einzug in die nächste Runde bringt Ruhe rein“, sagt Mikolajczak.

Oberhausen und Velbert runden die zweite Runde ab

Die zweite Runde wurde am Dienstagabend mit den Duellen des SC Werden-Heidhausen gegen den 1. FC Bocholt und des VfL Repelen gegen den TV Jahn Hiesfeld eröffnet. Nach zwölf Partien am Mittwochabend wird die Spielrunde am Donnerstag mit dem Duell Union Nettetal gegen Ratingen 04/19 sowie am kommenden Dienstag mit der Partie Rot-Weiß Oberhausen gegen die SSVg Velbert abgerundet.

 

Quelle: WAZ

Speldorfer bleiben auch in Velbert zu harmlos

MÜLHEIM. 

Nach 25 Minuten kommt der VfB besser ins Spiel und hat eine Riesenchance. Halbzeit zwei ist für etwas Zählbares aber unter dem Strich zu wenig.

Es gehört zum Fußball im Jahr 2018 dazu, wenn selbst in den unteren Klassen nach dem Videobeweis gerufen wird. Aber im Oberliga-Spiel des VfB Speldorf bei der SSVg Velbert hätte wohl auch die Überprüfung mit bewegten Bildern den Schiedsrichter darin bestätigt, dass der vorentscheidende erste Treffer trotz etlicher Abseits-Rufe gültig war. Die Mülheimer unterlagen am Ende mit 0:2 (0:0) und kassierten damit im fünften Saisonspiel die dritte Niederlage.

Dabei waren die Gäste durchaus guten Mutes in die zweite Hälfte der Partie gegangen. Nachdem sie etwa 25 Minuten lang nur hinterherliefen und Torwart Kai Gröger zweimal mit einer starken Parade den Rückstand verhindert hatte, kamen sie nach einer Zufallschance von Pierre Nowitzki immer besser ins Spiel. „Wir haben gesehen, dass man sie vor Aufgaben stellen muss, dann kochen sie auch nur mit Wasser“, so Trainer Christian Mikolajczak nach dem Spiel.

Yussif hat kurz vor der Pause die beste VfB-Chance

Der zwischenzeitliche Aufschwung gipfelte in einer Riesenchance für Abdul-Rahman Yussif, als die Speldorfer Fans auf der Stehplatztribüne schon den Torschrei auf den Lippen hatten. Der VfB-Stürmer hatte den Torwart schon überwunden, doch der Ball wurde noch von der Linie gekratzt. „Solche Chancen muss man eben auch machen, Mannschaften wie Velbert nutzen die eiskalt aus“, meinte auch der neue Kapitän Kai Gröger. Er sollte Recht behalten.

Und so wurde nach dem Wechsel die Speldorfer Unterlegenheit wieder deutlich. Die größte Chance im zweiten Abschnitt war ein Kopfball nach einer Ecke. Ansonsten strahlten die Gäste keine Gefahr aus und konnten ihren sportlichen Rückstand auch nicht durch übermäßigen Kampfgeist ausgleichen. „Wir haben vorne kaum Bälle festgemacht, die kamen alle sofort wieder zurück“, monierte Trainer Mikolajczak. Den Kampfgeist wollte er seiner Elf aber nicht absprechen. „Wir haben es immer versucht und hatten mit Pierre Nowitzki auch mehr Entlastung.“

Timur Umar kommt aus der U19 des MSV Duisburg

Schon sechs Minuten nach der Pause erzielte Leroy-Jacques Mickels den eingangs beschriebenen Treffer für Velbert. Die Blau-Weißen hatten fortan wenig Mühe, den Kontrahenten in Schach zu halten. Mit seinem zweiten Treffer sorgte Mickels schon in 71. Minute für die Vorentscheidung.

Da zu den drei verletzten Spielern am Freitagabend auch noch Maciej Szewczyk aufgrund einer Oberschenkelverletzung dazu kam – André Panz spielte für ihn – war der VfB-Kader äußerst ausgedünnt. Zwei Spieler aus der Reserve vergrößerten den Kader in Velbert. Mit dem Offensivspieler Timur Umar aus der U19 des MSV Duisburg haben die Speldorfer personell noch einmal nachgelegt. Ein Spieler aus Straelen, der ebenfalls noch im Gespräch war, hat sich hingegen für den SC Düsseldorf-West entschieden.

SSVg Velbert 02 –
VfB Speldorf 2:0 (0:0)

Tore: 1:0 Mickels (51.), 2:0 Mickels (71.) SSVg: Sprenger – Hamid, Spnrath, Kubina – Mondello, Machtemes (75. Uzun), Wagener, Talarski, Schiebener (46. Aydin) – Mickels (83. Kray), Smykarcz VfB: Gröger – Panz, Corovic, Müller, Nakaoka – Nowitzki, Terwiel – Yussif, Dutschke (78. Schürings) – Hotoglu, Timm (60. Bimpek) Schiedsrichter: Lukas Luthe (Essen) Zuschauer:150

 

Quelle: WAZ Mülheim

Mikolajczak erwartet Trotzreaktion bei starken Velbertern

MÜLHEIM. 

Der VfB Speldorf muss in der Oberliga schon am Freitag um 18 Uhr ‘ran. Stürmer Esad Morina hat „nur“ einen Muskelfaserriss.

Die schwache Leistung vom vergangenen Sonntag war auch in dieser Woche noch einmal Thema beim VfB Speldorf. „Wir haben das ganz klar angesprochen, damit war das Thema für mich aber auch erledigt“, sagt Trainer Christian Mikolajczak. Denn es gibt keine Zeit zu verlieren. Schon am Freitag steht das nächste Spiel in der Oberliga Niederrhein an. Um 18 Uhr gastieren die Mülheimer bei der noch ungeschlagenen SSVg Velbert.

„Wenn wir so weitermachen, wie am Sonntag in der zweiten Halbzeit, dann geht es für uns ganz klar in die andere Richtung“, nimmt der VfB-Coach weiterhin kein Blatt vor den Mund. Ihm fehlte im Duell gegen Kleve vor allem die taktische Disziplin. „Wir haben das Feld zu groß werden lassen und es fehlte die Kommunikation. Dadurch sind alle quasi nur noch herumgerannt“, so Mikolajczak.

Velbert hat schon zehn Punkte in vier Spielen geholt

Bei den mit zehn Punkten aus vier Spielen gestarteten Velbertern wünscht sich der Coach ein kompakteres Auftreten. „Wir müssen dreckig arbeiten und vorne Nadelstiche setzen“, fordert er. Einfache Ballverluste müssten vermieden werden. Ansonsten dürfte der VfB erneut Probleme bekommen.

Änderungen in der Mannschaftsaufstellungen schließt der Coach nicht aus. Im Gegenteil. „Es wird Veränderungen geben“, verrät Mikolajczak, freilich ohne Namen zu nennen. Eine Umstellung auf eine Dreierabwehrkette könnte weiterhin eine Option für die Mülheimer Mannschaft sein.

Von den drei verletzten Spielern kommt noch keiner zurück. Patrick Nemec hat weiterhin mit Kopfschmerzen zu kämpfen, bei André Trienenjost steht noch ein MRT-Termin aus. Leichte Entwarnung gibt es derweil bei Esad Morina. Seine Verletzung hat sich „nur“ als Muskelfaserriss und nicht als Bündelriss herausgestellt.

Quelle: WAZ

Speldorfer verlieren auch das zweite Heimspiel

MÜLHEIM.   Speldorfer schenken erneut eine frühe Führung schnell her und bleiben mit vier Punkten aus vier Spielen deutlich hinter den Erwartungen.

Christian Mikolajczak sammelte seine Mannen nach dem Schlusspfiff sofort ein. „Aufstehen! Wir gehen hoch!“ Normalerweise führt der Coach des VfB Speldorf die erste Ansprache nach dem Spiel immer noch auf dem Platz durch. Diesmal nicht. Der 37-Jährige war sichtlich angefressen, weil seine Mannschaft auch das zweite Heimspiel verloren hatte. Das 1:2 (1:1) gegen den 1. FC Kleve war nicht einmal unverdient.

Vier Punkte nach vier Spielen – das ist deutlich zu wenig für die Ansprüche des VfB. Zumal am Sonntag mindestens der eine Zähler möglich gewesen wäre. „Aber in der zweiten Halbzeit waren wir nicht da“, bemängelte Mikolajczak. Nach dem kämpferisch guten Auftritt beim FSV Duisburg vor Wochenfrist ließen die Mülheimer diesmal den letzten Willen, das Spiel unbedingt gewinnen zu wollen, vermissen. „Wir müssen da ein ernstes Wort reden, in der Oberliga kriegt man nichts geschenkt“, schimpfte der Coach.

Torwart Kai Gröger trifft wieder vom Elfmeterpunkt aus

Er meinte damit auch, dass seine Elf wieder eine frühe Führung innerhalb weniger Minuten hergeschenkt hatte. Nach einem Foul des Gästekeepers an Stürmer Abdul-Rahman Yussif hatte Kapitän Kai Gröger die Grün-Weißen in der zehnten Minute in Führung gebracht. „Es ist ja richtig, dass wir dann weiter versuchen, Fußball zu spielen“, sagte Mikolajczak hinterher. Beinahe wäre Dennis Terwiel nach Vorlage von Janis Timm auch das schnelle 2:0 gelungen (14.).

Doch stattdessen schlichen sich auch wieder defensive Nachlässigkeiten bei den Gastgebern ein. Plötzlich stand Levon Kurikciyan in der 16. Minute am langen Pfosten komplett frei und schoss zum Ausgleich ein.

Beide Mannschaften treffen in Hälfte eins die Latte

Kleve war in der Folge stärker und der VfB hatte Glück, dass Abdullo Saidov nur die Latte traf (24.). Gleiches gelang später aber auch noch Speldorfs Innenverteidiger Kevin Müller nach einem Freistoß von Deniz Hotoglu (38.). In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit versuchte Müller es selbst per Freistoß und verfehlte das Tor nur knapp. Auch deswegen konnte der Coach mit der ersten Halbzeit noch leben. „Da waren wir griffiger“, sagte er.

In der zweiten Halbzeit war der VfB bemüht, die Chancen hatte aber nur Kleve. „Wenn man so spielt, braucht man sich keine Gedanken über einstellige Plätze zu machen, dann geht es klar gegen den Abstieg“, so Mikolajczak.

>>Fritzsche schließt sich dem DSV 1900 an

Ein großes Thema waren am Sonntag auf der Tribüne die beiden Abgänge von Maximilian Fritzsche und vor allem Philipp Bartmann. Letzterer lief am Sonntag bereits für den TuSpo Saarn beim 6:0-Erfolg in der Kreisliga A über den 1. FC Mülheim auf. Und auch Maximilian Fritzsche hat einen neuen Klub. Der Mittelfeldmann schließt sich dem Landesligisten Duisburger SV 1900 an.

VfB Speldorf –
1. FC Kleve 1:2 (1:1)

Tore: 1:0 Gröger (10., Foulelfmeter), 1:1 Kurikciyan (16.) VfB: Gröger – Szewczyk, Corovic (73. Bimpek), Müller, Nakoka – Terwiel, Nowitzki – Hotoglu, Timm, Dutschke (64. Schürings) – Yussif 1. FC: Barth – Saidov, Dragovic, van Brakel, Terfloth – Forster, Haal – Hühner, Wesendonk – Kurikciyan (90.+1 Kaczmarek), Geurtz (82. Altgen) Schiedsrichter: Dustin Sperling (Leichlingen) Zuschauer: 300

Duo verlässt den VfB Speldorf

MÜLHEIM.   Ex-Kapitän Philipp Bartmann und sein letztjähriger Vertreter Maximilian Fritzsche haben sich verabschiedet. Dafür ist ein neuer Keeper da.

Eine komplette Englische Woche mit drei Spielen ist bereits Geschichte, doch das Personalkarussell in der Fußball-Oberliga dreht sich kräftig weiter. Das musste in dieser Woche auch der VfB Speldorf erfahren, der zwei gestandene Akteure verabschieden musste.

Der letztjährige Kapitän Philipp Bartmann, am Sonntag in Duisburg noch für Patrick Nemec eingewechselt, wird sich dem A-Kreisligisten TuSpo Saarn anschließen. „Ich habe mich am Dienstag schweren Herzens von der Mannschaft verabschiedet“, sagt Bartmann, der bereits in der Saison 2013/2014 in Saarn. spielte. „Dort spielen gute Freunde von mir, die Mannschaft ist jung und talentiert. Ich hoffe, da helfen zu können“, so der 29-Jährige.

„Charaktere, die jede Mannschaft gebrauchen kann“

Bei Maximilian Fritzsche hatte der Abschied eher berufliche Gründe, er hätte es schon am Sonntag nicht mehr zum Spiel geschafft. Der 23-Jährige wäre in seine sechste Saison beim VfB gegangen und war damit der langjährigste Speldorfer im Kader. „Es sind alles drei – ich beziehe da auch noch Maximilian Heckhoff mit ein – super Charaktere, die jede Mannschaft gebrauchen kann“, sagt Trainer Christian Mikolajczak.

Sportlich gesehen bekam das Trio aber jede Menge neue Konkurrenz und bat daher, den Verein verlassen zu dürfen. „Wir legen ja auch niemandem Steine in den Weg“, erklärt der Coach.

Neuer Schlussmann kommt aus Polen

Der VfB hat für die beiden frei gewordenen Plätze nun noch zwei Kandidaten im Auge – beide für die rechte Seite, einmal defensiv, einmal offensiv. „Ich bin vom Kader nach wie vor überzeugt, der Verein hat bei den Neuverpflichtungen gute Arbeit geleistet“, so Christian Mikolajczak.

Ein neuer zweiter Torwart ist indes verpflichtet worden. Nach langer Suche ist der VfB im polnischen Schlussmann Marcin Michalak (24) fündig geworden.

Auch André Trienenjost fällt am Sonntag aus

Die personellen Wechsel sind auch im Heimspiel am Sonntag gegen den 1. FC Kleve ein Thema. Denn der Coach muss gleich auf mehreren Positionen umstellen: In der Abwehr fehlt Patrick Nemec, der nach einem leichten Schädel-Hirn-Trauma immer noch schwere Kopfschmerzen hat. Arman Corovic oder der im Training zuletzt starke Maxwell Bimpek werden ihn ersetzen.

Im Sturm muss Mikolajczak gleich beide Stellen neu besetzen. Esad Morina hatte am Freitag seinen MRT-Termin, Ergebnisse waren bis zum Nachmittag noch nicht bekannt. Im schlimmsten Fall geht der VfB aber weiterhin von einem Muskelbündelriss aus. Und am Donnerstag zog sich auch noch André Trienenjost eine Zerrung oder einen leichten Faserriss im Oberschenkel zu. Janis Timm und Abdul-Rahman Yussif wären freilich die ersten Kandidaten für einen Einsatz im Angriff. Mit Neuzugang Fabian Schürings steht aber noch eine weitere schnelle Alternative zur Verfügung.

Der Plan: Mit Heimsieg in der oberen Hälfte festsetzen

Mit einem Heimsieg gegen Kleve möchte sich der VfB am liebsten in der oberen Tabellenhälfte festsetzen. Der Aufsteiger steht mit einem Sieg aus drei Spielen genau einen Platz unter dem VfB. „Vorne sind sie schon sehr mit gut besetzt und haben einige Leute mit Oberliga-Erfahrung“, weiß der mit den vielen personellen Umstellungen konfrontierte VfB-Coach.

Euphorie in Speldorf, Durchhalteparolen in Duisburg

Der FSV Duisburg betritt als Aufsteiger Neuland in der Oberliga Niederrhein, der VfB Speldorf tat dies genau vor einem Jahr. Nach drei Spieltagen ziehen die Trainer ihre erste Bilanz.

Den Duisburger Fehlstart in die neue Saison kann Speldorf-Trainer Christian Mikolajczak wohl sehr gut nachvollziehen. Denn als der VfB vor einem Jahr um diese Zeit selbst als Aufsteiger in die Oberliga ging, legten die Mülheimer einen genauso enttäuschenden Start hin wie der FSV. Trotz drei saftigen Pleiten aus den ersten drei Spielen fing sich die Mikolajczak-Elf im Laufe der Saison und konnte die Klasse relativ sicher halten. Den Underdog-Status aus dem letzten Jahr ist der VfB Speldorf jetzt los, die Ansprüche sind höher geworden.

Mit vier Punkten nach drei Spieltagen können alle Speldorfer zufrieden sein. „Wir wollen natürlich zuerst mal sehen, dass wir so schnell wie möglich mit der unteren Tabellenregion nichts zu tun haben“, formulierte Mikolajczak eine vorsichtige Zielsetzung. „In der Liga wird uns nichts geschenkt, aber wir wollen uns im Gegensatz zum letzten Jahr natürlich verbessern. Das haben wir bis jetzt schon geschafft“, bilanzierte der ehemalige Profi des FC Schalke 04.

„Ich bin kein Mensch, der aufgibt!“, Muhammet Isiktas

Ganz so zufrieden konnte sich sein Trainerkollege Muhammet Isiktas nicht äußern. Auch wenn es zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison sicherlich vermessen wäre, schon von einem Fluch zu sprechen. Dennoch geht man beim FSV Duisburg noch relativ entspannt mit dem Fehlstart um, auch wenn die Situation für die Psyche sicherlich nicht ganz so einfach ist. „Es ist jetzt unsere Arbeit, da einfach mal rauszukommen. Es sind oft nur Millimeter, die entscheidend sind“, erkannte der Duisburg-Trainer.

Die individuellen Fehler im Defensivverbund müssen in Zukunft abgestellt werden, auch offensiv gilt es sich zu verbessern. „Gegen Speldorf hätten wir wahrscheinlich noch drei Stunden weiterspielen können und wir hätten das Tor nicht getroffen“, analysierte Isiktas, der zugleich betonte: „Ich bin kein Mensch, der aufgibt. Das muss die Mannschaft jetzt begreifen, nach sechs Spieltagen bringt es dann auch nichts mehr sich zu trösten.“ Allzu lange sollte der erste Duisburger Saisonsieg also nicht auf sich warten lassen.

Speldorfer bezahlen den ersten Saisonsieg teuer

MÜLHEIM.   Beim 2:0-Erfolg über den FSV Duisburg muss Trainer Christian Mikolajczak in den ersten 18 Minuten bereits zweimal verletzungsbedingt wechseln.

Der erste Saisonsieg ist unter Dach und Fach. Beim FSV Duisburg gewann der Fußball-Oberligist VfB Speldorf unter dem Strich verdient mit 2:0 (1:0). Allerdings mussten die Mülheimer diesen Auswärtserfolg mit zwei frühen Verletzungen teuer bezahlen.

Esad Morina unterbrach seinen Sprint auf der linken Außenbahn und blieb kurz darauf mit schmerzverzehrtem Gesicht liegen. Für den Speldorfer Stürmer war das Spiel schon nach 18 Minuten beendet. „Es hat sich angefühlt wie bei meinem letzten Muskelbündelriss“, erklärte er später. Der Stürmer wird eine ganze Zeit lang ausfallen.

Verdacht: Gehirnerschütterung und Muskelbündelriss

Das Bittere: Es war schon der zweite verletzungsbedingte Wechsel der Mülheimer. Denn drei Minuten zuvor hatte Trainer Christian Mikolajczak schon Innenverteidiger Patrick Nemec auswechseln müssen. „Er hat eine Beule am Hinterkopf und ihm war schwindelig“, nannte Trainer Christian Mikolajczak Symptome einer Gehirnerschütterung. Ex-Kapitän Philipp Bartmann (Kai Gröger trägt seit dieser Saison die Binde) kam für ihn ins Spiel, kurz darauf kam Janis Timm für Morina auf das Feld an der Warbruckstraße.

„Wir predigen ja die ganze Zeit, dass wir alle brauchen. Und jetzt hat man gesehen, warum man sich auch als Reservist immer reinhängen sollte: man kommt schneller rein als man denkt“, so Mikolajczak später.

Hotoglu besorgt das frühe Speldorfer Führungstor

Das einzig Positive daran aus Speldorfer Sicht: Zu diesem Zeitpunkt führten die Gäste bereits mit 1:0. Deniz Hotoglu hatte in der zwölften Minute einen Flachschuss ins lange Eck gejagt.

Die Führung gab den Mülheimern aber wenig Sicherheit. Im Gegenteil: Ali Basaran traf in der 33. Minute für den FSV die Latte. Und in Minute 45 bekamen die Duisburger nach einem Foul von Keeper Kai Gröger einen Elfmeter zugesprochen, den der Schlussmann aber gegen den Ex-Speldorfer Ibrahim Bayraktar abwehrte.

Jans Timm trifft erst die Latte und dann ins lange Eck

In Hälfte zwei wurden die Mülheimer vorne gefährlicher, Janis Timm traf in der 59. Minute die Latte. Genau 20 Minuten später machte er es besser und sorgte mit einem Schlenzer ins lange Eck für die Entscheidung. „Wir müssen aber die vielen einfachen Fehler abstellen“, meinte der Coach abschließend.

FSV Duisburg –
VfB Speldorf 0:2 (0:1)

Tore: 0:1 Hotoglu (12.), 0:2 Timm (79.) FSV: Hinsenkamp – Kuta, Schoof, Alic, Zarifoglu (82. Leite dos Santos) – Serdar, Kuzu – Basaran, Bayraktar (46. Kanahashi) – Sezen (58. Eren), Öztürk VfB: Gröger – Szewczyk, Nemec (15. Bartmann), Müller, Nakaoka (77. Corovic) – Terwiel, Nowitzki – Hotoglu, Dutschke – Trienenjost, Morina (18. Timm) Schiedsrichter: Thomas Dickmann (Rhede) Zuschauer: 200

VfB hat den doppelten Schock aus der Nachspielzeit verdaut

MÜLHEIM.   Im dritten Anlauf soll am Sonntag im Nachbarschaftsduell beim FSV Duisburg der erste Saisonsieg her.

Seinen Humor hat Christian Mikolajczak auch nach den beiden sieglosen Spielen seiner Mannschaft noch nicht verloren. „Man muss das Positive sehen: wir haben einen Punkt mehr als nach den ersten beiden Spieltagen der letzten Saison“, scherzt der Trainer des VfB Speldorf. Am Sonntag soll im Auswärtsspiel beim FSV Duisburg (15.30 Uhr, Warbruckstraße) der erste Saisonsieg folgen.

„Wir haben das Ganze verdaut“, sagt Mikolajczak, nachdem seine Mannschaft am Mittwochabend erst einen späten Ausgleich in der 88. Minute feierte, um dann doch noch als Verlierer vom Platz zu gehen. „Wir müssen uns schon fragen, warum wir zweimal in der Nachspielzeit ein Gegentor kassieren“, sagt der VfB-Coach. An der Fitness liege es nicht. Vielmehr habe sich sein Team in beiden Situationen dämlich angestellt. „In Ratingen müssen wir mehr Druck auf den Ball kriegen und gegen Düsseldorf hätten wir früher rausschieben müssen, dann wäre der Freistoß wahrscheinlich gar nicht entstanden.“

Speldorfer Trainer setzt auf die positiven Aspekte

Ansonsten stellt der Coach die positiven Aspekte heraus. „Wir sprechen die negativen Dinge natürlich auch an, aber ich bin ein Typ, der vor allem die positiven Sachen sieht“, betont er. Die Speldorfer spielten in beiden Partien gute Situationen heraus, läuferisch war der VfB in guter Verfassung. „Vor dem Tor erwarte ich mir dann aber mehr Zielstrebigkeit und den unbedingten Willen“, so Mikolajczak.

Bei den zweimal sieglosen Duisburgern erwartet der VfB-Coach, „dass wir unsere Macht demonstrieren.“ Wechsel schließt er dabei nicht aus. Mit Janis Timm könnte nicht mehr offensive Kraft ins Spiel kommen. Dafür müsste aber wohl ein Verteidiger geopfert werden und Mikolajczak tut sich aktuell offenbar noch schwer damit, die Dreierkette von Beginn an als taktische Variante zu wählen.

„Theoretisch kann jeder reinkommen, dafür haben wir den Kader so aufgestellt. Aber dazu muss man sich im Training auch aufdrängen“; erklärt der VfB-Coach vielsagend.

VfB Speldorf beweist im Pokal Moral

Der VfB Speldorf kommt beim VfB Solingen nach einem 0:2-Rückstand zurück. Torwart Kai Gröger erzielt per Strafstoß den entscheidenden Treffer.

Das ist der Pokal, wie er leibt und lebt. Eine 2:0-Führung des Außenseiters, zwei Platzverweise, ein Elfmetertreffer durch den Torwart und am Ende vier Tore des Favoriten – macht unter dem Strich den Einzug in die zweite Runde des Fußball-Niederrheinpokals für den VfB Speldorf.

In den ersten 20 Minuten sahen die Zuschauer im Spiel beim Landesliga-Aufsteiger VfB Solingen das erwartete Spiel. Der Oberligist war optisch überlegen und erspielte sich erste Chancen. Spätestens in der achten Minute hätte Esad Morina die Mülheimer aus zentraler Position in Führung bringen können. Auch Deniz Hotoglu hatte vier Minuten darauf kein Glück.

Keeper Kai Gröger hatte beim 0:1 keine Chance

Als die Hausherren sich erstmals vernünftig durch das Mittelfeld kombinierten, ließen die Speldorfer sie erstaunlich gewähren. Wird schon nichts passieren. Denkste. Der Schuss von Francesco la Rosa aus gut 20 Metern schlug trocken im linken unteren Eck ein, Speldorfs Keeper Kai Gröger hatte keine Chance.

Noch erstaunlicher als der überraschende Rückstand war die Tatsache, wie sehr sich die Mülheimer von dem Gegentreffer beeindrucken ließen. Eine Viertelstunde lief danach gar nichts. Erst in den letzten zehn Minuten vor der Pause wurden die Gäste wieder etwas zielstrebiger, sahen sich aber noch einem zweiten gefährlichen Abschluss der Solinger ausgesetzt.

Zweite Hälfte startete für Speldorf katastrophal

Doch Hälfte zwei startete aus Sicht des Oberligisten katastrophal. Patrick Nemec rutschte aus, sein Gegenspieler war auf und davon – 2:0 in der 46. Minute.

Trainer Christian Mikolajczak reagierte wenig später mit der Umstellung auf eine Dreierkette und brachte mit Janis Timm einen dritten Stürmer. „Dadurch hatten wir einfach mehr Übergewicht“, meinte der Coach. Er glaubte: „Mit einem Tor sind wir wieder im Spiel.“

Die Partie stand sogar kurz vor dem Abbruch

Er sollte recht behalten. Esad Morina verkürzte in Minute 56 auf 1:2. Danach ging es auf der Anlage am Bavert hoch her. Schiedsrichter Bicici verwies erst Torschütze Giovanni Spinella des Feldes, dann auch noch Solingens Trainer aus dem Innenraum. „Die Rote Karte hat uns natürlich in die Karten gespielt“, fand Mikolajczak.

Nach dem Kopfballtor von Pierre Nowitzki zum 2:2-Ausgleich (70.) war der VfB endgültig wieder im Spiel, während die Solinger allmählich die Nerven verloren. Als der Referee einen Handelfmeter für Speldorf gab und einen zweiten Spieler der Gastgeber vom Feld stellte, stand die Partie sogar kurz vor dem Abbruch.

Oliver Röder: „Kai Gröger ist der sicherste Schütze“

Nur einer behielt die Nerven: Speldorfs Torwart Kai Gröger. Schon bei seinem ehemaligen Verein hatte er öfter die Elfmeter geschossen. „Er ist der sicherste Schütze“, meinte auch der sportliche Leiter Oliver Röder. Gröger traf zum 3:2, kurz darauf machte Janis Timm alles klar.

„Am Anfang haben wir einfach das Tor gemacht und auch nachher war die Chancenauswertung einfach schlecht. Aber aufgrund der Spielanteile ist der Sieg schon gerecht“, fasste VfB-Trainer Christian Mikolajczak zusammen.