Für Speldorf wird die Luft dünn

MÜLHEIM.   VfB verliert trotz Überlegenheit gegen schwacher Hildener und verliert im Abstiegskampf weiter an Boden. Kritik am Trainer wird lauter.

Für den VfB Speldorf wird die Luft im Tabellenkeller der Fußball-Oberliga immer dünner. Am Sonntag verloren die Mülheimer trotz anhaltender Überlegenheit auch das fünfte Spiel in Folge – 1:3 (1:2) gegen den VfB Hilden. Da die Konkurrenten Hiesfeld und Düsseldorf-West (0:0 gegeneinander) punkteten und Schwarz-Weiß Essen sogar gewann (2:0 gegen Kleve) wächst der Rückstand für den VfB als nun Tabellenvorletzter immer weiter an.

Mit Blick auf das Restprogramm hätten die Speldorfer dieses Heimspiel gewinnen müssen. Mit Blick auf den Spielverlauf auch. Doch zweimal bekamen die Hausherren eine Standardsituation einfach nicht geklärt. Fabian zur Linden (9.) und Timo Kunzl (25.) bekamen den Ball quasi auf dem Silbertablett serviert.

Schürings bedient Andres zum zwischenzeitlichen 1:1

Zwischendurch hatte Michael Andres einen starken Steilpass von Fabian Schürings zum 1:1 verwertet. Der VfB Speldorf war auch über weite Strecken der ersten aber vor allem in der zweiten Halbzeit das dominierende Teams. Bloß Torchancen spielten sich die Mülheimer keine heraus.

Das Bemühen konnte man den Gastgebern nicht absprechen, doch es fehlte an der richtigen Idee sowie hie und da auch schlicht an der Qualität. Erst kurz vor Schluss bekamen die Mülheimer noch zwei Schusschancen, aber nicht einmal das Unentschieden wollte ihnen noch gelingen. Stattdessen machte der eingewechselte Tim Tiefenthal alles klar.

„Zu seriös“: Ishikawa vermisst die nötige Cleverness

„Bei den Standards fehlte es uns an der notwendigen Körpersprache“, meinte Trainer Ryoji Ishikawa hinterher. Außerdem habe seine Mannschaft stellenweise „zu seriös“ gespielt. Es fehle auch die nötige Cleverness in manchen Spielszenen. Angesichts der tabellarischen Situation möchte der Coach noch nicht die weiße Flagge hissen. „Ich denke noch nicht an die Zukunft, nur an die aktuelle Situation“, sagt er.

Intern wird die Kritik am Trainer immer lauter. Unwahrscheinlich, dass der VfB noch in dieser Saison handeln wird, schließlich hat Ishikawa dem Verein im Winter finanziell und mit der Verpflichtung etlicher Spieler aus der Patsche geholfen. Dennoch verdichten sich die Anzeichen, dass die Zusammenarbeit nach dem Ablauf der aktuellen Saison enden könnte. Während sich der Coach selbst dazu ausweichend äußerte, gab es vom Verein dazu am Sonntag keine Aussage.

VfB Speldorf –
VfB 03 Hilden 1:3 (1:2)

Tore: 0:1 Zur Linden (9.), 1:1 Andres (13.), 1:2 Kunzl (25.), 1:3 Tiefenthal (90.+1)

Speldorf: Hauffe – Weiß, Bimpek, Zorlu, Akiyama (89. Naito) – Horiuchi, Nakaoka – Ando, Cömert (80. Wölfer), Schürings (62. Inoue) – Andres

Hilden: Oberhoff – Metz, Zur Linden, Härtel, Percoco – Demir, Schaumburg – Di Gaetano (80. Tiefenthal), Kunzl (90.+1 Ilkwon) – Alexandris, Weber (72. Mambasa)

Schiedsrichter: Maik Henkies (Essen)

Zuschauer: 130

Spätes Speldorfer Strohfeuer

MÜLHEIM.   VfB bleibt auch im sechsten Spiel des Jahres sieglos – und das verdient. Gegner Schonnebeck hätte die Partie früher entscheiden müssen.

Erst auf den letzten Metern kam noch einmal Spannung in die Fußball-Oberliga-Partie, weil beim Gastgeber Spvg Schonnebeck angesichts einer nur noch knappen Führung plötzlich die Nerven blank lagen und weil der VfB Speldorf plötzlich doch noch auf einen Punkt hoffte, der nicht verdient gewesen wäre. Die Hausherren brachten das aus ihrer Sicht zu knappe 3:2 (2:1) über die Zeit.

„Das Ergebnis ist gerecht. Unsere Leistung reichte nicht aus, um einen Punkt mitzunehmen“, musste Speldorfs Trainer Ryoji Ishikawa hinterher anerkennen. Der Coach hatte in Schonnebeck erstmals wieder auf eine Viererkette gesetzt. „Dass Semih Zorlu die Kette sofort leiten muss, ist natürlich schwer“, findet Ishikawa. Der Rückkehrer war bemüht, fügte sich als Antreiber und Organisator ein, spätestens in der zweiten Hälfte gingen dem früheren Kapitän aber die Kräfte aus.

Frühe Gegentore brechen Speldorf das Genick

Wenn eine gegen den Abstieg kämpfende Mannschaft eines nicht braucht, dann sind es frühe Gegentore. Und dennoch klingelte es in Hälfte sechs nach nicht einmal sechs und im zweiten Durchgang nach nicht einmal fünf Minuten. Das 1:0 durch einen Abstauber von Marius Müller konnte Abdul-Rahman Yussif mich einem Flachschuss ins rechte Ecke noch ausgleichen (16.), zur Pause führte aber wieder das Heimteam. Ausgerechnet der beim TuSpo Saarn groß gewordene Simon Skuppin traf ins lange Eck.

Kurz nach dem Wiederanpfiff entschied Damian Bartsch dann praktisch die Partie. Sein Schuss ins rechte untere Eck war nicht unhaltbar. Bis auf eine Halbchance von Tetsu Horiuchi (54.) und einen harmlosen Yussif-Schuss (66.) blieben die Gäste vorne ungefährlich. Auf der anderen Seite hatte Mohamed Cisse das 4:1 auf dem Fuß, vergab aber leichtfertig (74.).

Starker Freistoß von Horiuchi läutet Endphase ein

Erst ein starker Freistoß von Horiuchi, den Schonnebecks Schlussmann Stefan Jaschin ebenso stark aus dem Winkel fischte, wachten die Speldorfer noch einmal auf. Maxwell Bimpek köpfte dann kurz darauf den Anschlusstreffer. „Dann brennt es plötzlich lichterloh, man wird unsicher und es gibt Standards, die gefährlich werden können“, sagte Schonnebecks Trainer Dirk Tönnies hinter. Der Coach der Spvg stellt aber auch klar: „Der Ausgleich wäre unverdient gewesen.“

Seine Sorgen waren am Ende unbegründet. Der VfB bleibt auch im sechsten Spiel im Jahr 2019 ohne Sieg.

Spvg Schonnebeck –
VfB Speldorf 3:2 (2:1)

Tore: 1:0 Müller (6.), 1:1 Yussif (16.), 2:1 Skuppin (23.), 3:1 Bartsch (50.), 3:2 Bimpek (81.)

Spvg: Jaschin – Ketsatis, Ogrzall, Gutkowski – Refai (72. Bosnjak), Yerek (66. Heppke), Denker, Skuppin – Bartsch – Müller, Cisse (84. Oteng Adjei)

VfB: Hauffe – Weiß, Bimpek, Zorlu (88. Wölfer), Akiyama – Horiuchi, Nakaoka – Yussif (72. Schürings), Abe (76. Naito), Ando – Andres

Schiedsrichter: Dustin Sperling (Leichlingen)

Zuschauer: 214

Paukenschlag: Kapitän André Panz nicht mehr im VfB-Kader

MÜLHEIM.   Unstimmigkeiten mit Trainer Ishikawa. 30-Jähriger läuft am Sonntag in der Kreisliga B auf. Speldorf kehrt in Schonnebeck zur Viererkette zurück.

Nächste personelle Überraschung beim VfB Speldorf: Kapitän André Panz gehört vor dem Auswärtsspiel am Sonntag, 15 Uhr, bei der Spvg Schonnebeck nicht mehr dem Kader des Fußball-Oberligisten an.

Offenbar gab es schon länger Unstimmigkeiten mit Trainer Ryoji Ishikawa. Ein Vorfall im Training am Dienstag mit einem Mitspieler brachte beim 30-Jährigen aber das Fass zum überlaufen. „So geht man nicht mit dem Kapitän um, leider hat der Trainer überhaupt nicht eingegriffen“, schildert Panz.

Kein Platz mehr für Panz in der Viererkette?

Der Coach sprach zwar auch von Unstimmigkeiten, begründete die Trennung aber auch damit, dass er beim Wechsel zur Viererkette keinen Platz mehr für Panz sieht. Als Linksverteidiger ist Lukas Weiß gesetzt. „Er hat sehr viel für die Mannschaft geleistet“, bedauert Ishikawa die Entscheidung.

Die unterschiedlichen Sichtweisen belegen, dass eine Zusammenarbeit von Trainer und Kapitän nicht mehr funktioniert. Dem Verein möchte der 30-Jährige trotzdem treu bleiben. Am Mittwoch trainierte er bereits in der zweiten Mannschaft und will am Sonntag auch in der Kreisliga B im Spiel gegen Union 09 auflaufen. Zur neuen Saison übernimmt er gemeinsam mit Janis Timm als Trainer die B-Jugend in der Leistungsklasse.

Rückkehrer Semih Zorlu ersetzt gesperrten Cömert

Wer neuer Kapitän der Speldorfer wird, ist noch unklar. Ishikawas erster Kandidat Barkin Cömert ist am Sonntag aufgrund seiner Gelb-Roten Karte gesperrt. Torhüter Martin Hauffe oder Ryota Nakaoka könnten am Sonntag in Schonnebeck interimsweise die Binde tragen.

Klar ist, dass Ishikawa beim Gastspiel in Essen zur Viererabwehrkette zurückkehren wird. Den Platz von Cömert wird Rückkehrer Semih Zorlu einnehmen. Tetsu Horiuchi, der am vergangenen Sonntag doch noch nicht von Beginn an ‘ran durfte, wird auf der Sechserposition neben Ryota Nakaoka spielen.

Speldorf -Torwart kontert Trainer: „Stimmung kann nicht perfekt sein“

Nur zwei Punkte und noch kein Sieg in diesem Jahr. Für den VfB Speldorf wird es eng im Abstiegskampf der Oberliga Niederrhein. Nach der 1:4 (1:3) -Niederlage gegen den 1. FC Monheim spricht Torwart Martin Hauffe Klartext.

Trotz vier Gegentreffern war Hauffe der beste Akteur in einer defensiv schwachen Speldorfer Mannschaft. Mit einigen starken Paraden gegen die Monheimer Denis Labusga und Philipp Hombach bewahrte der 28-jährige Schlussmann sein Team vor einer weitaus höheren Niederlage. „Es fühlt sich natürlich persönlich gut an. Aber von ein paar starken Aktionen kann ich mir nichts kaufen, wenn wir keine Punkte holen“, bilanzierte er nach Abpfiff.
Hauffe kam erst im vergangenen Winter von Ligakonkurrent und Abstiegskandidat ETB SW Essen an die Saarner Straße. Trotz der sportlich brisanten Situation ist er mit seiner persönlichen Situation bei den Mülheimern zufrieden.
Drittes Engagement in Speldorf

„Die Jungs haben mich gut in die Mannschaft aufgenommen. Ich kenne den Verein ja schon aus der Vergangenheit“, resümierte Hauffe die ersten Monate seines mittlerweile dritten Engagements in Speldorf. Bereits in der Saison 2013/14 sowie in der Spielzeit 2015/16 schnürte er die Schuhe für den VfB. „Ich fühle mich wohl hier. Beim ETB ist auch nicht alles rosig“, meinte Hauffe nach der 1:4-Niederlage gegen den 1. FC Monheim. „Wir können zwar wieder auf die kämpferische Leistung aufbauen, es müssen jedoch so schnell es geht Zähler holen“, stellte er fest.
Dennoch wollte er die sportliche Talfahrt nicht nur an der eigenen Leistung festmachen. „Es liegt nicht immer an einer Taktik oder so. Aktuell laufen oft Kleinigkeiten gegen uns.“ Damit bezog er sich auf die unglückliche Aktion des Linienrichters, der vor dem Monheimer Führungstreffer erst auf Abseits entschied, dann die Fahne aber wieder senkte, was die Speldorfer Abwehr irritierte. „Ich möchte das nicht auf die Schiedsrichter schieben. In Kleve haben wir in der Nachspielzeit die Latte getroffen. Grundsätzlich können wir nur solange weiterarbeiten, bis das Glück wieder zu uns zurückkommt.“
Hauffe: „Stimmung im Team ist in Ordnung“

Voraussetzung für eine erfolgreiche Trainingsarbeit sind hohe Intensität und Disziplin. Diese Eigenschaften vermisste Speldorfs Trainer Ryoji Ishikawa in der Vorbereitung auf die Partie gegen den 1. FC Monheim. Auch die Stimmung innerhalb der Mannschaft sei „nicht die Beste“. Torhüter Martin Hauffe relativiert die Aussage seines Trainers jedoch: „Klar, niemand ist mit der sportlichen Situation zufrieden. Mit den Niederlagen im Rücken kann die Stimmung nicht perfekt sein. Wir sitzen alle in einem Boot und wir halten zusammen. Ich bin zuversichtlich, dass es wir da unten rauskommen“, stellte er klar.

Autor: Julian Preuß

Abwehr des VfB Speldorf bleibt zu löchrig

MÜLHEIM.   Im Heimspiel gegen Monheim sind die Speldorfer unter dem Strich chancenlos. Trainer fordert mehr Diszpilin im Training ein.

Auch im fünften Spiel nach der Winterpause wartet der Fußball-Oberligist VfB Speldorf noch auf den ersten Sieg. Schlimmer noch: Im Gegensatz zum bitteren Last-Minute-1:2 am vergangenen Sonntag hatten die Hausherren im Heimspiel gegen den 1. FC Monheim nicht einmal eine echte Siegchance.

„Es tut nicht so weh wie letzte Woche“, versuchte Trainer Ryoji Ishikawa wenigstens etwas Positives an der Niederlage zu finden. Allerdings konnte auch er nicht verhehlen, dass seine Abwehr trotz Fünferkette noch immer nicht sattelfest ist. „Wir dürfen nicht so einfach den Ball im Zentrum verlieren“, sagte Ishikawa an die Adresse von Barkin Cömert, der zu allem Überfluss in Halbzeit zwei auch noch die Gelb-Rote Karte sah.

Rückkehrer Andres besorgt den schnellen Ausgleich

Auch die Abseitsfalle funktionierte ähnlich gut wie in Meerbusch. Nämlich gar nicht. Nach einer Viertelstunde stand es bereits 1:2, weil Rückkehrer Michael Andres schnell auf den ersten Rückstand geantwortet hatte. Mit mehreren Chancen war er einer der Lichtblicke an diesem Sonntag.

Mit dem 1:3 kurz vor der Pause war das Spiel praktisch entschieden. Die Speldorfer hatten keine wirklichen Chancen mehr, um noch einmal ins Spiel zurückzukommen. Monheim hätte wesentlich früher alles klar machen können, die Gäste scheiterten aber zweimal an Martin Hauffe im VfB-Tor. Erst in der 90. Minute fiel doch noch das 1:4 durch den eingewechselten Aleksic.

„Wir brauchen mehr Intensität und Disziplin“

VfB-Trainer Ishikawa ist nach wie vor von der Qualität seiner Mannschaft und damit vom Klassenerhalt überzeugt. Allerdings muss dazu ein Umdenken in der Mannschaft stattfinden. „Wir brauchen wieder mehr Intensität und Disziplin im Training“, sagt der Coach vielsagend. Offenbar haben zuletzt vor allem die Stammspieler die Zügel schleifen lassen. „Die Stimmung ist nicht gut“, gestand der Coach sogar.

Das muss sich schleunigst ändern, sonst gibt es für die Mülheimer beim Vorjahreszweiten Schonnebeck am kommenden Sonntag auch nicht viel zu holen. Ein Duell auf Augenhöhe kündigt sich dann erst im nächsten Heimspiel am 7. April gegen den VfB Hilden an. Spätestens dann benötigen die Mülheimer den ersten Sieg im Jahr 2019, wenn sie im Kampf um den Klassenerhalt noch ein ernsthaftes Wörtchen mitreden wollen.

VfB Speldorf –
1. FC Monheim 1:4 (1:3)

Tore: 0:1 Schiffer (7.), 1:1 Andres (10.), 1:2 Salau (15.), 1:3 Bastas (40.), 1:4 Aleksic (90.)

VfB: Hauffe – Weiß, Panz (46. Horiuchi), Cömert, Bimpek, Akiyama (87. McGregor) – Yussif (67. Wölfer), Nakaoka, Ando, Abe – Andres

Monheim: Kultscher – Salau, Schiffer, Intven (73. Osawe), Kosmala – Nolte, Lippold, Lehnert, Hombach (68. Nosel), Labusga – Bastas (46. Aleksic)

Gelb-Rote Karte: Cömert (VfB/67., wiederholtes Foulspiel)

Rote Karte: Kosmala (1. FC/78., Notbremse)

Schiedsrichterin: Isabel Steinke (Tönisvorst)

Zuschauer: 204

Last-Minute-Niederlage für den VfB Speldorf

MÜLHEIM.   Bis zur 87. Minute führen die Mülheimer beim Tabellenfünften, Meerbusch gleicht noch aus und trifft in der Nachspielzeit sogar noch zum 2:1.

Eine knappe Viertelstunde lang sah es danach aus, als würden die Oberliga-Fußballer des VfB Speldorf zum ersten Mal in diesem Jahr als Sieger vom Platz gehen. Doch in den Schlussminuten ließen sie sich nicht nur den Sieg, sondern Punkte vom Brot nehmen. Der TSV Meerbusch gewann noch mit 2:1 (0:0).

„So kurz vor Schluss, das tut natürlich weh“, meinte Trainer Ryoji Ishikawa nach dem Spiel, das seine Mannschaft niemals hätte verlieren brauchen. Am Ende steht der VfB aber zum zweiten Mal hintereinander mit leeren Händen da. Da half auch eine Leistungssteigerung gegenüber dem Heimspiel gegen Velbert unter dem Strich nicht weiter. „Gute Leistungen bringen eben keine Punkte“, weiß Ishikawa.

McGregor und Ando erstmals in der Startelf

Dabei waren die Mülheimer, bei denen Coby McGregor und Shunya Ando erstmals in der Startelf standen, so kurz davor. In der 73. Minute traf Yutaka Abe nach einem Steilpass von Michael Andres zum 1:0 und belohnte den VfB für eine gute zweite Halbzeit. „Wir haben aus dem Spiel heraus eigentlich gar nichts zugelassen“, meinte Kapitän André Panz.

Etwa zehn Minuten vor dem Ende hatte der eingewechselte Michael Andres nach einem Querpass von Shunya Ando die Riesenchance, eine Vorentscheidung herbeizuführen. Aus etwa elf Metern schoss er aber den gegnerischen Torwart an.

Ausgleich fällt nur drei Minuten vor Schluss

Stattdessen kassierten die Speldorfer drei Minuten vor dem Ende das 1:1. Kevin Dauser bekam den Ball in den Rücken der Abwehr gespielt, traf ihn noch nicht einmal richtig und dennoch ging das Leder wenige Zentimeter am Fuß von Speldorfs Keeper Martin Hauffe vorbei . „Wir sind noch unerfahren, aber wir müssen das Spiel dann besser kontrollieren“, meinte Trainer Ishikawa, der sich zu diesem Zeitpunkt wenigstens noch den einen Zähler für sein Team gewünscht hätte.

Doch auch der kam den Gästen noch abhanden, weil die Abwehr schlecht auf Abseits spielte. Der eingewechselte Alexander Maas stand plötzlich frei vor Hauffe und traf in der Nachspielzeit zum 2:1 für Meerbusch. Direkt danach pfiff der Schiedsrichter die Partie ab.

„Jetzt gucken wir uns natürlich wieder doof an“

„Kämpferisch war das heute eine sehr gute Leistung, ich bin echt stolz auf die Truppe“, meinte Kapitän André Panz und fügte hinzu: „Wären die letzten drei, vier Minuten nicht gewesen, wären wir als Sieger vom Platz gegangen. So gucken wir uns natürlich wieder doof an. Wir müssen weitermachen, jedes Spiel bleibt ein Endspiel.“

Am kommenden Sonntag kommt der 1. FC Monheim an die Saarner Straße.

TSV Meerbusch –
VfB Speldorf 2:1 (0:0)

Tore: 0:1 Abe (73.), 1:1 Dauser (87.), 2:1 Maas (90.+1)

TSV: Kampmann – Hoff, Van den Bergh, Anyomi, Rott – Dowidat, Balci (66. Dauser), Reinert, Terada, Purisevic – Harouz (21. Dohmen/83. Maas)

VfB: Hauffe – Weiß, Panz, Bimpek, McGregor, Akiyama (89. Naito) – Yussif (75. Inoue), Nakaoka, Ando, Schürings (62. An­dres) – Abe

Schiedsrichter: Alexander Busse (Witzhelden)

Zuschauer: 150

Trotz Trainerwechsel bleibt Trendwende in Speldorf aus

Trainer Christian Mikolajczak hat den Oberligisten VfB Speldorf in der Winterpause in Richtung Ligakonkurrent FSV Duisburg verlassen. Nach seinem Abgang hat Ryoji Ishikawa den Posten übernommen. Doch unter dem neuen Coach bleibt die Trendwende bislang aus.

Nach der 1:3-Heimpleite gegen die SSVg Velbert warten die Mülheimer weiterhin vergeblich auf den ersten Dreier nach der Winterpause. Zwei Punkte aus drei Spielen – das ist für eine Mannschaft, die um den Klassenerhalt kämpft, viel zu wenig. Die Speldorfer belegen mit 22 Punkten den 16. Tabellenplatz. Es herrscht akute Abstiegsgefahr an der Saarner Straße. Dessen ist sich auch Ishikawa bewusst: „Unser Ziel ist natürlich der Klassenerhalt. Ich weiß aber, dass es nicht einfach wird“, betont er.
Mit dem neuen Trainer sind auch viele neue Akteure im Winter nach Speldorf gekommen, die bislang aber nicht eingeschlagen haben. „Es ist immer schwierig für neue Spieler sich in einen neuen Verein zu integrieren“, ist sich der VfB-Coach sicher.
Neben den zahlreichen Neuzugängen gab es auch Spieler, die den Klub verlassen haben. Besonders der Verlust von Top-Torjäger Andre Trienenjost schmerzt sehr. Der 29-Jährige wechselte zum aktuellen Zweitplatzierten der Landesliga Gruppe 2, dem SV Sonsbeck. Aber nicht nur der Abgang des Knipsers traf die Speldorfer hart. Auch Torhüter und Kapitän Kai Gröger verließ den Verein in Richtung Landesliga – er ging zur SSVg Heiligenhaus. „Das waren auf jeden Fall große Verluste für uns“, bedauert Ishikawa. Doch gleichzeitig lobt er auch die Qualitäten des neuen Spielführers Andre Panz: „Er macht seine Sache als Kapitän sehr gut und stellt die Mannschaft gut zusammen.“
Der Coach persönlich fühlt sich wohl an seiner neuen Wirkungsstätte, betont aber auch, wie wichtig es ihm ist, den Klassenerhalt doch noch zu schaffen: „Ich wurde hier sehr gut aufgenommen. Richtig glücklich bin ich aber erst, wenn wir die Abstiegszone verlassen“, erzählt er.
Autor: Charmaine Fischer

Velbert zeigt VfB die Grenzen auf

MÜLHEIM.   Nach torloser erster Hälfte spielen die Speldorfer gegen den Wind und kassieren innerhalb von 20 Minuten drei Gegentore.

Selbst das bloße Ausführen von Freistößen war an diesem Sonntag so eine Sache. Kapitän André Panz versuchte mehrfach, das Spielgerät mit der Hand auf der Stelle festzuhalten, doch einen ruhenden Ball ließ der Wind schlichtweg nicht zu. Während andere Oberliga-Begegnungen abgebrochen oder gar nicht erst angepfiffen wurden, konnte das Duell des VfB Speldorf gegen die SSVg Velbert aber einigermaßen geordnet über die Bühne gehen. Das Wetter war also nicht der Hauptgrund, weshalb die Mülheimer Fußballer auch im dritten Spiel in diesem Kalenderjahr sieglos blieben. Sie unterlagen den Velbertern verdient mit 1:3 (0:0).

„Wir sind mit den Windbedingungen in der zweiten Halbzeit nicht zurechtgekommen“, meinte Kapitän André Panz. Seine Mannschaft musste im zweiten Durchgang gegen den Wind spielen und verlor die Augenhöhe aus der ersten Halbzeit. Zudem hatte Trainer Ryoji Ishikawa in der Pause von Fünfer- auf Viererkette umgestellt. „Die Lücken sind dann sehr groß geworden und Velbert hat das mit seiner Qualität dann gut ausgenutzt“, meinte der Kapitän. Der Trainer widersprach: „Die ersten beiden Tore hatten damit nichts zu tun. Das waren Eins-gegen-eins-Situationen.“

Speldorfer bekommen zwei Situationen nicht geklärt

Zweimal bekamen die Speldorfer Situationen im eigenen Strafraum nicht rechtzeitig geklärt. Beim ersten Mal bedankte sich Felix Haas, beim zweiten Mal versuchte Keeper Martin Hauffe am zweiten Pfosten noch zu retten, was nicht mehr zu retten war – der zur Pause eingewechselte Oguzhan Coruk war schneller am Ball. Das 3:0 resultierte aus einem langen Ball, den Aliosman Aydin über Hauffe hinweg ins Tor schlenzte. Das Stellungsspiel der Speldorfer Innenverteidiger ließ in dieser Situation zu Wünschen übrig.

Den Mülheimern gelang in der 72. Minute noch der Ehrentreffer durch den fleißigen Mittelstürmer Yutaka Abe, doch echte Spannung hätte nur ein zweites Speldorfer Tor in die Partie bringen können. „Ich habe schon noch daran geglaubt, sonst hätte ich ja nicht so gewechselt“, meinte Trainer Ishikawa. Doch auch die beiden Debütanten Michael Andres und Hirmasa Inoue konnten keine Aufholjagd mehr initiieren.

Kapitän André Panz: „Sehen jedes Spiel als Endspiel“

Für die Mülheimer wird die nächste Auswärtsaufgabe nicht leiter, denn es geht zum Tabellenfünften TSV Meerbusch. „Wir müssen das Spiel jetzt abhaken und nächste Woche von neuem beginnen. Wir sehen jetzt jedes Spiel als Endspiel“, sagte Kapitän André Panz nach dem Schlusspfiff. Der VfB bleibt auf dem drittletzten Platz.

VfB Speldorf –
SSVg Velbert 1:3 (0:0)

Tore: 0:1 Haas (50.), 0:2 Coruk (63.), 0:3 Aydin (66.), 1:3 Abe (72.)

VfB: Hauffe – Weiß, Panz, Cömert, Bimpek, Bang (60. Andres) – Yussif (80. Inoue), Nakaoka, Akiyama, Schürings (68. Ando) – Abe

SSVg: Sprenger – Mondello (85. Atiye),
Abdel Hamid, Haas, Schiebener – Spinrath, Wagener – Machtemes (74. Kubina), Talarski, Nnaji (46. Coruk) – Aydin

Schiedsrichter: Torsten Schwerdtfeger (Essen-Frintrop)

Zuschauer: 125