VfB Speldorf hofft auf ersten Heimerfolg in diesem Jahr

MÜLHEIM.   Gegner Velbert blieb 2019 bislang ohne Punkt und Tor. Auf dem Flügel fehlt dem Mülheimer Oberligisten allerdings die nötigen Alternativen.

Nach dem Schlusslicht FSV Duisburg und dem Tabellenachten 1. FC Kleve werden die Hürden für den Fußball-Oberligisten VfB Speldorf nun mit der auf Rang vier notierten SSVg Velbert immer ein Stück höher. Dennoch haben die Mülheimer ihrem Heimspielgegner am Sonntag (15 Uhr, Saarner Straße) in diesem Kalenderjahr etwas voraus.

Zwar klingt die Bilanz zweier 1:1-Unentschieden nicht unbedingt berauschend, rückblickend wären die Velberter aber wohl froh, wenn sie mit diesen Ergebnissen ins neue Jahr gestartet wären. Stattdessen stehen sie nach einem 0:1 gegen die TuRU Düsseldorf und einem 0:2 gegen den 1. FC Bocholt noch ohne Punkt und ohne eigenen Treffer da. Zudem fehlen den Gästen drei Spieler, die wegen eines Platzverweises gesperrt sind. Manuel Schiebener und Pascale Talarski sitzen an der Saarner Straße ihre Gelb-Rot-Sperre ab, Leroy-Jacques Mickels muss sogar noch länger zuschauen.

zwei der drei geplanten Testspiele fielen ins Wasser

Dennoch weiß VfB-Trainer Ryoji Ishikawa freilich um die Stärke des kommenden Gegners. Die SSVg ist schließlich nicht durch reinen Zufall auf den vierten Platz gekommen. „Da sind viele Spieler mit Regionalliga-Erfahrung dabei“, weiß der VfB-Coach, der den Kader seines Kollegen Alexander Voigt noch einmal eingehend studiert hat. „Viele jüngere Spieler waren in der Ausbildung bei der Fortuna oder in Mönchengladbach. Das wird für uns schwer genug“, weiß er.

Zumal in der zweiwöchigen Pause seit dem letzten Ligaspiel zwei der drei geplanten Testspiele ausgefallen sind. Trainer Ishikawa hatte vor den Duellen gegen Düsseldorfer Teams offenbar die Karnevalszeit unterschätzt. Das Spiel gegen den Bezirksliga-Spitzenreiter Ratingen 04/19 II endete auch nur mit einem 2:2 (0:2)-Unentschieden. Enoch Wölfer und Yutaka Abe glichen einen 0:2-Rückstand noch auf. „Einen Klassenunterschied haben wir leider nicht zeigen können“, sagte Ryoji Ishikawa . Auch die beiden Gegentore ärgerten den Coach maßlos.

Wenig Alternativen auf dem Speldorfer Flügel

In den beiden Wochen seit dem Duell in Kleve arbeiteten die Mülheimer vor allem an ihrem offensiven Flügelspiel. „Da haben wir leider nicht so wirklich viele Alternativen“, sagt der Coach. Daher wird sich an der Aufstellung der Speldorfer wohl wenig ändern. Stürmer Michael Andres steht zwar wieder zur Verfügung, kommt aber für einen Einsatz in der Startelf nicht in Frage.

Nach dem Duell gegen den Vierten geht es für den VfB mit dem Fünften weiter, es geht zum TSV Meerbusch. Das nächste Heimspiel steigt am 24. März gegen den 1. FC Monheim. Nach den beiden Unentschieden hoffen die Grün-Weißen endlich auf mehr. „Wir wollen am Sonntag die ersten drei Punkte zu Hause holen“, sagt Ryoji Ishikawa.

VfB Speldorf vergibt möglichen Sieg in Kleve

MÜLHEIM.   Erneutes 1:1-Unentschieden nach Rückstand. Klare Steigerung in der zweiten Halbzeit.

Auch im zweiten Pflichtspiel unter Trainer Ryoji Ishikawa erreichte der Fußball-Oberligist VfB Speldorf nach einem 0:1-Rückstand noch ein 1:1 (0:1)-Unentschieden. Im Gastspiel beim 1. FC Kleve wäre aber dank einer klaren Steigerung nach der Pause noch mehr drin gewesen.

„Wir hatten eine große Chance zu gewinnen“, meinte der Coach nach dem Schlusspfiff. Doch ähnlich wie am letzten Wochenende ließen die Mülheimer zum Schluss noch eine große Möglichkeit liegen. Zuvor hatten sie sich durch eine starke zweite Halbzeit den 1:1-Ausgleich durch Maxwell Bimpek verdient. „Wir waren deutlich besser, hatten sehr viel Ballbesitz“, erklärt Ishikawa.

Speldorfer Rückstand ab der zwölften Minute

Seine Mannschaft war seit der zwölften Minute einem Rückstand hinterhergelaufen. Der Gegentreffer war durch eine Unstimmigkeit zwischen Abwehr und Torwart Martin Hauffe entstanden. Kleves Stürmer Michel Wesendonk wurde praktisch angeschossen und musste nur noch danke sagen.

Durch die beiden 1:1-Unentschieden hat der VfB zwar die Gewissheit, in der Liga mithalten zu können, im Kampf um den Klassenerhalt helfen aber Unentschieden am Ende nicht weiter. Am Sonntag ist der VfB auf einen Abstiegsplatz zurückgefallen. „Die Liga ist sehr durcheinander im Moment“, findet „Georgi“ Ishikawa und spielt zum Beispiel auf den Sieg von Jahn Hiesfeld über Schonnebeck oder das Unentschieden des ETB Schwarz-Weiß Essen gegen den Tabellenzweiten Sportfreunde Baumberg an.

Drei Testspiele vor dem nächsten Liga-Einsatz

Am kommenden Wochenende ist für die Oberligisten karnevalsfrei, danach empfängt der VfB am 10. März daheim die SSVg Velbert. Seine Form überprüft der Oberligist zuvor noch mit drei Testspielen beim Rather SV (27. Februar, 19.30 Uhr), zu Hause gegen Ratingen 04/19 II (1. März, 19.30 Uhr) sowie – ebenfalls daheim – gegen die SG Unterrath (2. März, 13 Uhr)

1. FC Kleve –
VfB Speldorf 1:1 (1:0)

Tore: 1:0 Wesendonk (12. Minute), 1:1 Bimpek (74.)

Kleve: Taner – Van Brakel, Saidov, Dragovic, Duran – Kurikciyan (75. Unoki), Klein-Wiele, Haal, Forster – Hühner, Wesendonk (87. Altgen)

VfB: Hauffe – Weiß, Panz, Cömert, Bimpek, Akiyama (90.+2 McGregor) – Yussif (60. Ando), Nakaoka, Horiuchi (86. Naito), Schürings – Abe

Schiedsrichter: Fabian Spitzer (Homberg)

Zuschauer: 200

VfB Speldorf will ersten Eindruck bestätigen

MÜLHEIM.   Trainer Ryoji Ishikawa wird im schweren Auswärtsspiel beim 1. FC Kleve wohl die gleiche Elf auf den Rasen schicken wie am letzten Sonntag.

Der Start unter dem neuen Trainer war schon einmal vielversprechend, doch nach dem Unentschieden gegen den Tabellenletzten werden die Aufgaben für den Fußball-Oberligisten VfB Speldorf freilich nicht leichter. Beim auf Rang acht notierten 1. FC Kleve wollen die Mülheimer am Sonntag, 15 Uhr, aber nach Möglichkeit auch etwas Zählbares mitnehmen.

Viele haben sich in der abgelaufenen Woche gewundert: Ein Unentschieden gegen das Tabellenschlusslicht ein Erfolgserlebnis? Klingt im ersten Augenblick tatsächlich etwas unverständlich. Doch nach dem kompletten Umbruch in der Winterpause stand hinter der Leistungsfähigkeit des neuen VfB-Teams noch ein recht ordentliches Fragezeichen. Zudem hatte der FSV für seine Aufholjagd kräftig aufgerüstet.

Speldorfer kletterten sogar um einen Platz nach oben

Dementsprechend machte der Auftritt den VfB-Fans Mut und nahm denjenigen die Angst, die glaubten, dass die neue Mannschaft in der Oberliga-Rückrunde komplett chancenlos sein würde. Sie holte nicht nur den ersten Punkt, sondern kletterte in der Tabelle sogar um einen Platz nach oben. Der Rückstand auf die Abstiegsplätze bleibt mit einem Punkt aber dennoch minimal.

Diesen ordentlichen Eindruck müssen die Mülheimer nun natürlich bei einem noch besseren Gegner untermauern. Dabei sieht Trainer Ryoji Ishikawa vor allem im Defensivverhalten noch Verbesserungspotenzial. „Wir müssen noch besser verschieben und die Stürmer zum richtigen Zeitpunkt attackieren, damit der Gegner nicht zu leichten Chancen kommt“, sagt der Coach. Das dürfte im Duell gegen die Klever wichtig sein, die am vergangenen Sonntag immerhin ein 2:2-Unentschieden beim Tabellendritten 1. FC Bocholt erreichten – und das nach einem 0:2-Rückstand

Nur noch dreimal Training in dieser Woche

Nachdem er mit seiner Mannschaft in der Vorbereitung jeden Tag trainiert hatte, wurde das Pensum in dieser Woche auf drei Einheiten zurückgeschraubt. Aufgrund des Nachholspiels der A-Jugend fand die letzte davon am Donnerstagabend auch nur auf dem benachbarten Kleinfeld statt.

An der Aufstellung wird sich aller Voraussicht nach nicht viel ändern. Zum einen weil die elf Mann am vergangenen Sonntag ihre Sache unter dem Strich gut gemacht haben und zum anderen weil in der zweiten Reihe einige Spieler angeschlagen sind. Von den Eingewechselten konnte vor allem Shunya Ando auf sich aufmerksam machen, der in der Nachspielzeit des Spiels gegen den FSV Duisburg fast noch zum Speldorfer Siegtorschützen geworden wäre.

Andres und Zorlu kehren bald nach Speldorf zurück

In der nahen Zukunft bekommt der neue Coach dann sogar noch zwei Alternativen mehr an die Hand: Rückkehrer Michael Andres weilt noch bis zum 28. Februar im Hochzeitsurlaub. Nächste Woche soll dann mit Verteidiger Semih Zorlu ein weiterer Ex-Speldorfer aus seinem Auslandsjahr zurückkehren. Dann wäre der neue Kader des Oberligisten endgültig komplett.

1:1 in Speldorf – FSV legt Einspruch ein

Der FSV Duisburg hat nach dem 1:1-Remis beim VfB Speldorf Einspruch gegen die Spielwertung eingelegt.

„Wir haben gegen die Spielwertung beim 1:1 in Speldorf Einspruch eingelegt. Für alle Anwesenden war offensichtlich, dass der bereits mit der Gelben Karte vorbelastete Speldorfer Spieler mit der Nummer 10, Abe Yutaka, in der 30. Minute das Spielfeld verlassen hat. Einige Zeit später hat dieser Spieler, ohne Erlaubnis des Schiedsrichters, das Feld wieder betreten. Der Schiedsrichter-Assistent hob die Fahne und rief den Haupt-Schiedsrichter zu sich. Dieser schickte den Spieler mit der Nummer 10 vom Feld und er konnte sich dann erst regelkonform anmelden. Auf den Hinweis unseres Torhüters Tobias Ritz, dass es doch hierfür eine Verwarnung geben müsste, bekam er vom Schiedsrichter zur Antwort, „dass der genannte Spieler, der deutschen Sprache nicht mächtig sei und er Toleranz für den Vorfall zeigen würde“. Da die Fußballregeln international gültig sind und das Spiel bei einem Platzverweis des Spielers mit der Nummer 10 ganz anders hätte verlaufen können, erfolgte dieser Einspruch“, erklärt der FSV-Vorstand den Einspruch.

Der 24-jährige Yutaka lebt seit mehreren Jahren in Deutschland und spielte bis zum vergangenen Sommer beim FSV Luckenwalde in der Regionalliga Nordost. Seit dem 1. Januar repräsentiert er die Farben des VfB Speldorf.

„Das höre ich jetzt von Ihnen zum ersten Mal. Falls das wirklich so ist, dann wäre das von Seiten des FSV Duisburg sehr unsportlich. Wir haben uns 90 Minuten lang ein harten Fight geliefert und dann sollte da so eine kleine Szene nicht am Ende entscheidend sein. Der FSV hatte 90 Minuten Zeit uns auf dem Rasen zu besiegen“, sagt Rjoyi Ishikawa, Trainer des VfB Speldorf. Dass sein Landsmann Yutaka der deutschen Sprache nicht mächtig ist, kann der VfB-Coach bestätigen: „Er ist zwar schon ein paar Jahre hier, hat aber die Sprache nie gelernt. Er kann ein paar Brocken Deutsch, mehr aber auch nicht.“

Auftakt macht Lust auf mehr

MÜLHEIM.   Im ersten Pflichtspiel nach dem Umbruch weiß der VfB zu gefallen. Am Ende freut er sich über ein 1:1 – nur der Coach ist nicht zufrieden.

Mit weit ausgebreiteten Armen lief André Panz nah der Tribüne vorbei und schrie dabei seinen Jubel vorbei. Es wirkte, als wäre dem VfB Speldorf gerade das entscheidende Tor zur Meisterschaft gelungen, dabei war es bloß das 1:1 im ersten Spiel nach der Winterpause. Aber es war der erste VfB-Treffer nach dem großen Umbruch im Winter und er bescherte dem Oberligisten gleich noch einen Punkt im Heimspiel gegen den FSV Duisburg.

Glückwünsche zum Punktgewinn nahm Speldorfs neuer Trainer Ryoji Ishikawa aber nicht an. „Es hätten drei sein müssen, wir haben mehr Chancen gehabt“, meinte der Coach. Das sah Christian Mikolajczak, der bis vor zwei Monaten noch beim VfB an der Seitenlinie stand naturgemäß ein bisschen anders. „Die haben doch in der ersten Halbzeit schon auf Zeit gespielt. In der zweiten Halbzeit hatten wir gefühlt 90 Prozent Ballbesitz“, so Mikolajczak.

FSV schlägt wenig Kapital aus der Überlegenheit

Der FSV-Coach musste aber auch eingestehen, dass seine Mannschaft aus diesem Übergewicht herzlich wenig Kapital geschlagen hatte. Lediglich Meik Kuta (71./77.) hatte zwei dicke Chancen für die Gäste. Auf der anderen Seite hatten die VfB-Fans bei einem Schuss von Barkin Cömert (59.) schon den Torschrei auf den Lippen, ein Freistoß von Kapitän André Panz strich nur knapp über die Latte (76.) und in der Nachspielzeit war es der eingewechselte Shunya Ando, der beinahe noch für den Lucky Punch der Hausherren gesorgt hätte. Sein Schuss ging aber knapp links am Tor des früheren Speldorfers Tobias Ritz vorbei.

So blieb es bei der Punkteteilung, mit der die Mülheimer deutlich besser leben können als das Schlusslicht aus Duisburg. Die Führung für den FSV hatte ausgerechnet Esad Morina besorgt, der erst fünf Minuten zuvor für den verletzten Güngör Kaya (Schulter ausgekugelt) ins Spiel gekommen war. Die lange Verletzungspause hatte den zuvor guten VfB aus dem Tritt gebracht. In der 42. Minute konnte Tobias Ritz dann zwar den Schuss von Yutaka Abe abwehren, gegen den Nachschuss von Fabian Schürings aus spitzem Winkel war er aber machtlos.

Neuer VfB-Coach sieht Weiterentwicklung seiner Elf

Wenngleich Ryoji Ishikawa mit dem Ergebnis nicht zufrieden war, so sieht er seine Mannschaft dennoch auf dem richtigen Weg. In 22 Trainingseinheiten und 150 Laufkilometern habe er sein Team fit für die Oberliga gemacht. „Ich sehe, dass die Mannschaft sich weiterentwickelt und bin davon überzeugt, dass es noch besser geht“, gab der Coach nach dem Spiel zu Protokoll.

Die nächste Chance, das zu beweisen, hat der VfB im Auswärtsspiel beim 1. FC Kleve am kommenden Sonntag. Das nächste Heimspiel steigt am 10. März gegen die SSVg Velbert. Dazwischen gibt es am 27. Februar, 19.30 Uhr noch einen Test beim Rather SV.

VfB Speldorf –
FSV Duisburg 1:1 (1:1)

Tore: 0:1 Morina (31. Minute), 1:1 Schürings (42.)

VfB: Hauffe – Weiß, Panz, Bimpek, Cömert, Akiyama – Yussif (69. Fatni), Horiuchi (88. Naito), Nakaoka, Schürings (61. Ando) – Abe

FSV: Ritz – Abrosimov, Corovic, Müller, Kocaoglu (46. Sindi) – Karpuz – Kuta, Serdar, Matten – Kaya (26. Morina), Akca (80. Cakmakci)

Schiedsrichter: Florian Heien (Xanten)

Zuschauer: 450

Das ist der neue VfB Speldorf

MÜLHEIM.   Mit einem runderneuerten Team treffen die Mülheimer am Sonntag ausgerechnet auf ihren Ex-Coach Christian Mikolajczak.

Wenn am Sonntag, 15 Uhr, in der Fußball-Oberliga Niederrhein der VfB Speldorf und der Tabellenletzte FSV Duisburg zum Auftakt der Restrunde an der Saarner Straße aufeinandertreffen, haben die beiden Mannschaften mit denen aus der Hinrunde fast nichts mehr gemein. Bei beiden Teams gab es Umbrüche, so dass einer der beiden Trainer nun auf der anderen Seite steht.

Christian Mikolajczak schmiss im Dezember bei den Speldorfer hin und heuerte wenige später beim FSV an. Sein früher Co-Trainer Hikmet Canakci, Ersatztorwart Marcin Michalak, die Verteidiger Arman Corovic und Kevin Müller sowie Stürmer Esad Morina folgten dem Coach bekanntlich an die Warbruckstraße.

Fünf Verbliebene treffen auf vier Rückkehrer

Nicht nur diese Abgänge sorgten in Speldorf für einen Umbruch, der diesen Namen wirklich verdient hat. Aus dem Kader der Hinrunde sind gerade einmal fünf Spieler beim VfB geblieben, der Rest ist neu. „Es ist natürlich ein Vorteil, dass sie die Liga kennen“, sagt der neue Trainer Ryoji Ishikawa über André Panz, Maxwell Bimpek, Ryota Nakaoka, Fabian Schürings und Abdul-Rahman Isshak Yussif. Eine Stammplatzgarantie bedeutet das natürlich nicht.

Ebenso wenig für die vier Rückkehrer. Torwart Martin Hauffe, Innenverteidiger Semih Zorlu, Außenverteidiger Lukas Weiß und Stürmer Michael Andres nehmen einen zweiten Anlauf in Speldorf, im Fall von Hauffe sogar einen dritten. Nachdem die Verpflichtung von Kenneth Christopher Hersey vom TV Jahn Hiesfeld platzte, dürfte Hauffe den Posten der Nummer eins sicher haben.

Verteidiger Barkin Cömert als wichtige Stütze

Insgesamt 17 Neue kamen in der Winterpause nach Speldorf. Dass sich Ishikawa von Beginn an auf diese Herausforderung einließ, war einer der Gründe, weshalb sich der sportliche Leiter Oliver Röder schon vor Silvester mit dem 41-Jährigen einig war. Die begrenzten Möglichkeiten sind dem neuen Linienchef bekannt. „Alles, was wir machen konnten, haben wir gemacht“, sagt Ishikawa.

Er kann nun auf 22 Spieler zurückgreifen, jede Position ist also exakt doppelt besetzt. In der Abwehr dürfte der aus Straelen gekommene Barkin Cömert eine Stütze werden. „Er ist auf jeden Fall eine wichtige Unterstützung für uns“, sagt Ishikawa. Auch Stürmer Yutaka Abe, der zuletzt in der Regionalliga Nordost für Luckenwalde gespielt hat, machte nach längerer Verletzungspause einen guten Eindruck im letzten Testspiel. Am ehemaligen Baumberger Stürmer Mohamed Fatni fanden Beobachter schon im Duell gegen Wesel-Lackhausen Gefallen.

Neuer Trainer glaubt fest an den Klassenerhalt

Mit dieser zusammengewürfelten Truppe den Klassenerhalt zu schaffen, ist zumindest kein leichtes Unterfangen. Doch der neue Trainer glaubt fest daran. „Auf jeden Fall“, sagt er mit Nachdruck auf die Frage, ob er an den Klassenerhalt glaubt. Mit diesem Ziel ist er beim VfB angetreten.

Dank der drei Punkte vor der Winterpause und dem damit verbundenen Sprung auf einen Nicht-Abstiegsplatz ist dieses Unterfangen auch nicht komplett ausgeschlossen.

Ordentliches Heimdebüt des neuen VfB

MÜLHEIM.   Speldorf schlägt Wesel-Lackhausen, hat aber viel Arbeit vor sich. Auch Janis Timm und Co-Trainer Paczulla sind weg. Lukas Weiß kehrt zurück.

„Kennt einer den Neuner? Wer ist denn die 15?“ So ging es am Sonntag laufend auf dem Sportplatz an der Saarner Straße. Im Testspiel gegen den Landesligisten PSV Wesel-Lackhausen bekamen die Speldorfer ihre Mannschaft erstmals wieder daheim zu sehen – und mussten sich an jede Menge neue Gesichter gewöhnen.

Denn aus dem Kader der Hinrunde bleiben immer weniger übrig. Nach Kai Gröger hat sich nun auch noch Janis Timm (wohl zum DSV 1900) verabschiedet. Auch Co-Trainer Dustin Paczulla hat auf den Weggang der beiden Torhüter reagiert und wird sich in Zukunft vor allem auf seine Hauptaufgabe als Nachwuchstorwarttrainer bei Rot-Weiß Oberhausen konzentrieren.

US-Torwart spielte schon im Sommer beim VfB vor

Im Tor standen am Sonntag beim knappen 1:0 (1:0)-Sieg Talha Bayram (21) und Kenneth Hersey (24.). Bayram spielte zuletzt für den FSV Duisburg, der Amerikaner Hersey bot sich schon im Sommer beim VfB und überzeugte. Allerdings gab es Probleme mit seiner Spielberechtigung. Später wechselte er zu Jahn Hiesfeld. Im Gespräch ist aber auch noch Ex-Keeper Martin Hauffe, aktuell beim ETB Schwarz-Weiß Essen.

In der Abwehr gibt es auf jeden Fall einen alten Bekannten. Lukas Weiß kommt zurück. Der 27-Jährige absolvierte zwischen 2013 und 2015 insgesamt 37 Spiele für die Speldorfer. Zuletzt spielte er für Hönnepel-Niedermörmter in der Landesliga.

Gute Szenen von Neuzugang Fatni als Mittelstürmer

Ebenfalls aus der Landesliga, nämlich vom Duisburger SV 1900, kommt Christopher Brors, der am Sonntag im Mittelfeld auflief. Er absolvierte in der Hinrunde 14 Spiele für die Duisburger. Für Kalkum-Wittlaer lief er 2016/2017 sogar schon 17-mal in der Oberliga auf.

Auf der Mittelstürmerposition wusste Mohamed Fatni zu gefallen. Der Angreifer spielte zuletzt für die zweite Mannschaft der Sportfreunde Baumberg in der Bezirksliga. Auch wenn er am Sonntag ohne Torerfolg blieb (den Treffer erzielte Ken Akiyama), so hatte er doch einige gute Szenen. Trainer Ryoji Ishikawa vermisste dennoch Rückkehrer Michael Andres. Auch wenn sein Ex-Klub GSG Duisburg eine horrende Ablöse aufgerufen haben soll, ist die Rückkehr des Angreifers zum VfB wohl unter Dach und Fach.

Neu-Trainer Ishikawa spricht noch von „Chaos“

Mit Yutaka Abe (24) hat sich ein weiterer Japaner dem VfB angeschlossen. Aufgrund seiner nicht gerade überragenden Körpergröße kommt er vor allem für die offensive Außenbahn in Frage. In der vergangenen Saison spielte er 21-mal in der Regionalliga Nordost für den FSV Luckenwalde.

Neu-Trainer Ishikawa weiß, wieviel Arbeit vor dem Start der Rückrunde noch auf ihn wartet. „Im Moment ist es noch ein ganz schönes Chaos“, sagte der Coach nach dem Spiel. Mit den ersten Eindrücken war er aber zufrieden. Am Donnerstagabend spielen die Mülheimer um 19.30 Uhr beim Landesliga-Schlusslicht Sportfreunde Königshardt.

VfB Speldorf beginnt seinen Neuaufbau

MÜLHEIM.   Beim Trainingsauftakt versammeln sich 25 Spieler, acht Neue sind spielberechtigt. Trainer Ryoji Ishikawa muss die Spreu vom Weizen trennen.

Wäre es nicht so kalt gewesen, hätten sich die Szenen auch gut und gerne am ersten Tag einer Sommervorbereitung abspielen können. Jede Menge Neue und kaum bekannte Gesichter. Genauso trug es sich am Mittwochabend beim Rückrunden-Trainingsauftakt des Oberligisten VfB Speldorf zu.

25 Spieler liefen auf dem Kunstrasenplatz an der Saarner Straße auf. Vom Kader aus der Rückrunde waren nur noch sechs Spieler dabei (Abdul-Rahman Yussif und Leon Nevian fehlten), während sich neben den festen Neuzugängen auch noch jede Menge Probespieler auf dem Feld tummelten. In den kommenden Trainingseinheiten werden wohl noch weitere dazu kommen.

Coach verschafft sich zunächst einen Überblick

Neu-Trainer Ryoji Ishikawa kam als Letzter aus der Kabine und schaute sich das bunte Treiben zunächst von der Seite aus an, während Co-Trainer Dustin Paczulla die ersten Übungen leitete. Erst beim Trainingsspiel schaltete sich der Coach lautstark mit ein. Für ihn ging es lediglich um einen „allerallerersten Eindruck“. Für den 41-Jährigen geht es in den Wochen vor dem Start der Restsaison darum, die Spreu vom Weizen zu trennen, für die Vereinsverantwortlichen darum, wer finanzierbar ist.

Fest steht aber, dass der VfB in der Rückrunde zwar mit einer bunt zusammengewürfelten aber durchaus schlagkräftigen Truppe an den Start gehen wird. Alle bisherigen Neuzugänge haben zuletzt zumindest in der Landesliga gespielt, einige haben sogar Oberliga-Erfahrung. Baustelle bleibt die Torwartposition, denn die Entscheidung von Kapitän Kai Gröger steht weiterhin aus. Im Training gab André Panz den zweiten Keeper.

Acht Neuzugänge sind bis jetzt bereits spielberechtigt. Sie geben dem VfB ein internationales Gesicht, denn unter ihnen sind vier Japaner, ein Koreaner und sogar ein Spieler aus Trinidad & Tobago. Die Neuen in der Übersicht:

Die bisherigen Neuzugänge in der Übersicht

Coby McGregor (19). Der Mann aus der Karibik war vor einem Jahr noch beim Drittligisten Preußen Münster sowie beim Zweitligisten Jahn Regensburg im Probetraining. Gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Cameron wechselte er schließlich in die U19 des FSV Zwickau. Nach einem halben Jahr zog der Innenverteidiger weiter zu den Sportfreunden Baumberg, konnte sich in der Oberliga bei nur einem Einsatz aber auch nicht durchsetzen. Die meisten Spiele (10) bestritt er für Baumbergs Reserve in der Bezirksliga.

Tetsu Horiuchi (24). Der Mittelfeldspieler kommt ebenfalls aus Baumberg, wo er nach je drei Spielen für erste und zweite Mannschaft keine Zukunft mehr hatte. Zuvor hatte der Japaner unter anderem in der Oberliga Hessen gespielt.

Enoch Wölfer (re.) – hier noch im Trikot des DSC 99 – spielt künftig für den VfB. Foto: Michael Gohl Dahyul Bang (21), Mikiya Naito (20) und Enoch Wölfer (22). Das Trio spielte zuletzt für das Landesliga-Schlusslicht TSV Meerbusch II. Der dunkelhäutige Abwehrspieler Wölfer spielte in der vergangenen Saison noch in der Oberliga für den DSC 99, kam in dieser Spielzeit auf drei, der koreanische Mittelfeldmann Bang auf acht und Flügelspieler Naito auf sechs Einsätze in der Hinrunde.

Ken Akiyama (24). Beim VDS Nievenheim war der Japaner in der vergangenen Saison Stammspieler in der Landesliga. Für seinen neuen Klub Hilal Maroc Bergheim kam er 2018/2019 noch nicht zum Einsatz, sondern nur in der Futsal-Landesliga für den Japanischen Club Düsseldorf, bei dem Ishikawa Teammanager ist. Auch Horiuchi und Ryota Nakaoka gehören dort zum Kader.

Shunya Ando (22). Der erste Winter-Neuzugang lief für den VfB bereits in der Hallen-Endrunde auf. Zuletzt spielte er für den VfR Krefeld-Fischeln.

Michael Andres (23). Ein bekanntes Gesicht. Der Stürmer kam 2015 aus der A-Jugend des FC Kray nach Speldorf und schoss in 63 Spielen für den VfB 24 Tore. Nach dem Aufstieg in die Oberliga ging er nach Fischeln, setzte sich dort aber nicht durch. Beim A-Kreisligisten GSG Duisburg ist Andres mit 14 Toren aus 14 Spielen bislang der beste Torjäger in der laufenden Saison.

Speldorfs Neuer ist ein Japaner

MÜLHEIM.   Der 41-jährige Düsseldorfer Ryoji Ishikawa wird der neue Coach. Acht Spieler haben bislang für die Rückrunde zugesagt.

Der neue Trainer des VfB Speldorf ist ein Japaner. Der 41-Jährige Ryoji Ishikawa tritt die Nachfolge von Christian Mikolajczak an und steht am Samstag bei der Hallenstadtmeisterschaft zum ersten Mal an der Bande des Fußball-Oberligisten.

„Im Gegensatz zu den anderen Kandidaten hörte er sich sehr konzeptionell und zielführend an. Seine Vorstellungen waren noch etwas dezidierter und er hat sich sehr gut mit unserer Situation auseinandergesetzt“, erklärt der sportliche Leiter Oliver Röder.

Neuer Coach lebt seit über 20 Jahren in Deutschland

Ishikawa, genannt Georgi, lebt seit 1996 in Deutschland und hat drei Jahre später beim SC Düsseldorf-West eine japanische Fußballschule gegründet. Zehn Jahre später trainierten dort etwa 90 Kinder. Im März legt der Coach den zweiten Teil der B-Lizenz ab. Im Herrenbereich war Ishikawa bislang nur als Trainer des CfR Links II in der Kreisliga B aktiv. Danach coachte er die U19-Juniorinnen des DSC 99 Düsseldorf und seit dieser Saison die zweite Frauenmannschaft des MSV Duisburg in der Niederrheinliga.

Mit dem neuen Trainer ist der wichtigste Speldorfer Baustein für die Rückrunde gefunden. „Daneben gibt es ein klares Bekenntnis von einem Stamm der Mannschaft“, berichtet Oliver Röder. Fest zugesagt haben bislang Torwart und Kapitän Kai Gröger, Ersatzkeeper Leon Nevian, die Außenverteidiger André Panz und Ryota Nakaoka, Verteidiger Maxwell Bimpek sowie die Offensivkräfte Janis Timm, Fabian Schürings und Abdul-Rahman Yussif. Auch Torwarttrainer Dustin Paczulla hat dem VfB früh zugesagt, weiter mit dabei sein zu wollen. Er coachte gemeinsam mit Röder das Team während der Hallen-Vorrunde.

Mehrere Verträge sind bereits aufgelöst worden

Bereits bei neuen Vereinen untergekommen sind Esad Morina, Arman Corovic (beide FSV Duisburg) und Dennis Terwiel (SV Scherpenberg). Auch die Verträge von Patrick Dutschke, Timur Umar und Marcin Michalak sind aufgelöst. Auch bei André Trienenjost und Pierre Nowitzki steht dies kurz bevor. Ebenso soll Kevin Müller signalisiert haben, dass es für ihn beim VfB nicht weitergeht.

„Wir haben großes Interesse daran, einen Stamm wiederzufinden, der für Kontinuität und Verbundenheit steht, das ist in einer Mannschaft manchmal genauso wichtig wie Qualität“, sagt der sportliche Leiter. Auf die Charakterfestigkeit legt der VfB auch bei der Suche nach Neuzugängen weiterhin Wert. Der neue Coach wird sein Netzwerk nutzen. „Wir rühren natürlich die Werbetrommel und appellieren auch an alle Unentschlossenen, die den Schritt in die Oberliga wagen wollen“, so Röder weiter.

Röder sah weder Chaos, noch Schlammschlacht

Der sportliche Leiter sieht den größten Schaden vom Verein abgewendet. Die Resonanz der Sponsoren war deutlich positiver als vielleicht befürchtet. „Es war keine Endzeitstimmung zu spüren. Auch von einem Chaos oder einer Schlammschlacht habe ich nichts mitbekommen“, sagt er. Natürlich habe es eine gefährliche Situation und jede Menge intensive Arbeit im Hintergrund gegeben. „Ich bin jetzt aber deutlich optimistischer“, sagt Röder.

A-Junior schießt Speldorf zum Sieg

MÜLHEIM.   Mülheimer überwintern nach dem 2:1-Erfolg in Düsseldorf-West auf einem Nicht-Abstiegsplatz.

Nach dem Durcheinander der vergangenen Woche war das letzte Spiel des Jahres für den Fußball-Oberligisten VfB Speldorf doch noch einmal ein gelungener Abschluss. Die Mülheimer gewannen beim SC Düsseldorf-West und überwintern dadurch auf einem Nicht-Abstiegsplatz. Ein A-Jugendlicher erzielte das Siegtor.

„Das Team hat absoluten Charakter bewiesen“, meinte Trainer Christian Mikolajczak nach seinem letzten Spiel an der Seitenlinie des VfB. Dass dieses überhaupt angepfiffen würde, damit hatte er lange Zeit gar nicht gerechnet. „Die beiden Sechzehner sind noch kurz vor dem Spiel geräumt worden, der Boden war äußerst rutschig“, erklärte Mikolajczak.

Rahman Yussif antwortet auf frühen Rückstand

Doch es wurde gespielt. Beim VfB rückten André Panz und Fabian Schürings in die Startformation. Janis Timm übernahm für den gelb-rot gesperrten Dennis Terwiel die Sechserposition neben Pierre Nowitzki.

Nach neun Minuten führte zunächst der Gastgeber. Einen Freistoß köpfte Simon Deuß zum 1:0 ein. Doch die Reaktion der Gäste ließ nur vier Minuten lang auf sich warten. Abdul-Rahman Yussif traf zum Ausgleich.

Handspiel hätte zum Strafstoß führen können

„In der zweiten Halbzeit haben wir es besser gemacht. Ob es dann am Ende verdient war, weiß ich nicht“, so der VfB-Coach, der sich eigentlich schon mit dem Unentschieden angefreundet hatte. Zumal seine Mannschaft Glück hatte, dass der Schiedsrichter ein Handspiel im Strafraum übersah. Es hätte Elfmeter für Düsseldorf geben können.

Gleich drei A-Jugendliche feierten in der zweiten Halbzeit ihren Einstand in der Oberliga. „Sie hatten schon heute morgen in der A-Jugend gespielt und ich hatte ihnen Einsatzzeiten versprochen, wenn sie schon den ganzen Tag unterwegs sind“, erklärte Mikolajczak. Jan Vincent Steinkusch gelang dann in der 90. Minute sogar der Siegtreffer. „Ich habe ihm vorher gesagt, dass er sich trauen soll, wenn er die Chance hat und das hat er ja dann auch super gemacht“, lobt der Coach.

Nun trennen sich die Wege von Christian Mikolajczak und dem VfB. „Ich wünsche den Jungs nur das Beste“, sagte der 37-Jährige zum Abschied. Am 6. Januar kommt er aber bereits zurück nach Mülheim. Mit Schalke 04 spielt er dann beim NRW-Traditionsmasters.

SC Düsseldorf-West –
VfB Speldorf 1:2 (1:1)

Tore: 1:0 Deuß (9.), 1:1 Yussif (13.), 1:2 Steinkusch (90.) West: Pyka – Commodore, Stefanovski, Cetin (46. Senic), Weiler – Zieba, Ordelheide (68. Santana), Ribeiro, Zilgens, Ewertz – Deuß VfB: Gröger – Panz, Bimpek, Nemec, Nakaoka – Nowitzki, Timm – Schürings (69. Perrone), Hotoglu (72. Steinkusch), Yussif (46. Heinz) – Trienenjost Schiedsrichter: Christian Szewczyk (Wuppertal) Zuschauer: 100