Speldorfs langer Weg zurück in die Spur

Nach der Trennung von Christian Mikolajczak übernimmt Ryoji Ishikawa beim VfB Speldorf. Das Debüt in der Halle ging schief. Trainer und Sportchef bitten jedoch um Zeit.

Es passte irgendwie zur aktuellen Situation des Oberligisten VfB Speldorf. Nach drei Siegen in Folge bei der Hallenstadtmeisterschaft Mülheim schied der VfB enttäuschend in der Zwischenrunde aus. „Natürlich ist es enttäuschend, aber das Ausscheiden in der Halle tut unserem Prozess der Erneuerung keinen Abbruch“, sagte Sportchef Oliver Röder direkt nach dem Ausscheiden gegen den A-Ligisten TuSpo Saarn. Die im Vergleich zur Vorrunde runderneuerte Mannschaft schaffte es nicht die aktuell angespannte Situation auszublenden.

Das Trainer-Debüt von Ryoji Ishikawa ging durch das überraschende Ausscheiden somit gehörig nach hinten los. Der Japaner, der zuletzt die Zweitvertretung der Damen des MSV Duisburg trainierte, nahm das Ausscheiden relativ gelassen zur Kenntnis. Nach dem Turnier zeigte sich Ishikawa weiterhin wenig beeindruckt von dem turbulenten Ausscheiden. „Ich mache mir keine Sorgen. Von unserem Kader hatten nur zwei bis drei Spieler Stammspieler-Niveau in der Oberliga“, sagte er. Mit von der Partie waren neben den bereits in der Vorrunde mitspielenden Abdul Rahman Ishak Yussuf und Jannis Timm auch Maxwell Bimpek und Ishikawas Freund Ryota Nakaoka, der den Kontakt zum VfB hergestellt hatte.

Sportchef Röder mahnt zur Geduld. Terwiel und Trienenjost sind weg.

Der Misserfolg in der Halle hilft dem aktuell angeschlagenen Klub nicht wirklich, Ruhe in die angespannte Lage zu bringen. „In letzter Zeit ist viel auf uns eingeprasselt. Ich musste mich um viele Dinge kümmern und erstmal Ruhe in den Verein bringen“, sagt Röder zu den vergangenen Tagen. Nach dem Abgang von Ex-Trainer Christian Mikolajczak hat der Sportchef, der in diesen Tagen weit mehr organisieren muss als nur die sportlichen Belange des Vereins, schnell gehandelt: „Bereits ab Silvester hatten wir eine Einigung mit Ryo erzielt“, sagt Röder.

Dass nicht alles von selbst klappt, das weiß der Ur-Speldorfer selbst ganz genau: „Es kommt nicht einfach ein neuer Trainer und alles ist wieder in bester Ordnung“, stellt Röder klar. „Wir brauchen Zeit. Es funktioniert nicht alles sofort“, fügt Röder hinzu. Derweil ist Top-Torjäger Andre Trienenjost zum SV Sonsbeck gewechselt. Auch Mittelfeldspieler Dennis Terwiel ist weg. „Dennis hat uns Richtung Scherpenberg verlassen“, bestätigte Röder nach dem Turnier.

Der nun 18köpfige Kader ist für die Rückrunde ohne Frage zu klein. Kevin Müller, Pierre Nowitzki und Kai Gröger stehen zudem noch auf der Kippe. Deshalb weiß auch Ishikawa: „Wir müssen bis zum Start noch etwas am Kader machen. Es müssen ein paar Spieler kommen“, sagt er. Dass er am Ende der Saison über dem Strich stehen wird, ist für Ishikawa keine Frage: „Das Ziel ist der Klassenerhalt. Den werde ich auch schaffen“, ist Ishikawa überzeugt.

Autor: Philip Ronden

Speldorfs neuer ist ein Japaner

MÜLHEIM. 

Der 41-jährige Düsseldorfer Ryoji Ishikawa wird der neue Coach. Acht Spieler haben bislang für die Rückrunde zugesagt.

Der neue Trainer des VfB Speldorf ist ein Japaner. Der 41-Jährige Ryoji Ishikawa tritt die Nachfolge von Christian Mikolajczak an und steht am Samstag bei der Hallenstadtmeisterschaft zum ersten Mal an der Bande des Fußball-Oberligisten.

„Im Gegensatz zu den anderen Kandidaten hörte er sich sehr konzeptionell und zielführend an. Seine Vorstellungen waren noch etwas dezidierter und er hat sich sehr gut mit unserer Situation auseinandergesetzt“, erklärt der sportliche Leiter Oliver Röder.

Neuer Coach lebt seit über 20 Jahren in Deutschland

Ishikawa, genannt Georgi, lebt seit 1996 in Deutschland und hat drei Jahre später beim SC Düsseldorf-West eine japanische Fußballschule gegründet. Zehn Jahre später trainierten dort etwa 90 Kinder. Im März legt der Coach den zweiten Teil der B-Lizenz ab. Im Herrenbereich war Ishikawa bislang nur als Trainer des CfR Links II in der Kreisliga B aktiv. Danach coachte er die U19-Juniorinnen des DSC 99 Düsseldorf und seit dieser Saison die zweite Frauenmannschaft des MSV Duisburg in der Niederrheinliga.

Mit dem neuen Trainer ist der wichtigste Speldorfer Baustein für die Rückrunde gefunden. „Daneben gibt es ein klares Bekenntnis von einem Stamm der Mannschaft“, berichtet Oliver Röder. Fest zugesagt haben bislang Torwart und Kapitän Kai Gröger, Ersatzkeeper Leon Nevian, die Außenverteidiger André Panz und Ryota Nakaoka, Verteidiger Maxwell Bimpek sowie die Offensivkräfte Janis Timm, Fabian Schürings und Abdul-Rahman Yussif. Auch Torwarttrainer Dustin Paczulla hat dem VfB früh zugesagt, weiter mit dabei sein zu wollen. Er coachte gemeinsam mit Röder das Team während der Hallen-Vorrunde.

Mehrere Verträge sind bereits aufgelöst worden

Bereits bei neuen Vereinen untergekommen sind Esad Morina, Arman Corovic (beide FSV Duisburg) und Dennis Terwiel (SV Scherpenberg). Auch die Verträge von Patrick Dutschke, Timur Umar und Marcin Michalak sind aufgelöst. Auch bei André Trienenjost und Pierre Nowitzki steht dies kurz bevor. Ebenso soll Kevin Müller signalisiert haben, dass es für ihn beim VfB nicht weitergeht.

„Wir haben großes Interesse daran, einen Stamm wiederzufinden, der für Kontinuität und Verbundenheit steht, das ist in einer Mannschaft manchmal genauso wichtig wie Qualität“, sagt der sportliche Leiter. Auf die Charakterfestigkeit legt der VfB auch bei der Suche nach Neuzugängen weiterhin Wert. Der neue Coach wird sein Netzwerk nutzen. „Wir rühren natürlich die Werbetrommel und appellieren auch an alle Unentschlossenen, die den Schritt in die Oberliga wagen wollen“, so Röder weiter.

Röder sah weder Chaos, noch Schlammschlacht

Der sportliche Leiter sieht den größten Schaden vom Verein abgewendet. Die Resonanz der Sponsoren war deutlich positiver als vielleicht befürchtet. „Es war keine Endzeitstimmung zu spüren. Auch von einem Chaos oder einer Schlammschlacht habe ich nichts mitbekommen“, sagt er. Natürlich habe es eine gefährliche Situation und jede Menge intensive Arbeit im Hintergrund gegeben. „Ich bin jetzt aber deutlich optimistischer“, sagt Röder.

VfB-Coup beim Tabellenzweiten

MÜLHEIM.   Dank einer Steigerung nach der Pause beenden die Speldorfer Baumbergs Serie von 13 Spielen ohne Niederlage und klettern über den Strich.

Das nennt man wohl einen Befreiungsschlag. Der VfB Speldorf fügt den Sportfreunden Baumberg nach 13 ungeschlagenen Spielen hintereinander die erste Niederlage zu. Durch das 2:0 (1:0) klettern die Mülheimer Oberliga-Fußballer selbst auf einen Nicht-Abstiegsplatz.

Ausschlaggebend für diesen Auswärtscoup war eine klare Steigerung der Speldorfer in der zweiten Halbzeit. Hätten sie ihre Konter noch besser ausgespielt, wäre die Partie auch früher entschieden gewesen. So dauerte es bis zur 93. Minute, ehe Deniz Hotoglu die Gäste mit dem 2:0 endgültig erlöste.

Baumberger Offensive ist zu verspielt

In der ersten Halbzeit war das Spiel der Mülheimer noch von vielen Stockfehlern geprägt. Die Baumberger Probleme im Umschaltspiel konnte der VfB noch nicht so konsequent nutzen. „Wenn sie vorne nicht so verspielt, sondern etwas zielstrebiger gewesen wäre, hätte es vielleicht anders ausgesehen“, meinte Speldorfs Trainer Christian Mikolajczak im Anschluss an die Partie.

Stattdessen führte seine Mannschaft zur Pause mit 1:0. Esad Morina erlief einen Steilpass und legte dann quer auf André Trienenjost, der nur noch vollenden musste.

Speldorfer ließen zahlreiche Konterchancen liegen

Nach dem Wechsel konnten die Gäste dann noch einen Zahn zulegen und gewannen unter dem Strich verdient. Mehrmals liefen sie allein auf Baumbergs Keeper Daniel Schwabke zu, doch sie vollendeten die Konter nicht. „Eigentlich hätte man sich mal den Frust von der Seele schießen können“, meinte der Coach.

Oft werden solche Nachlässigkeiten im Fußball ja gerne bestraft, die Speldorfer können ein Lied davon singen. Richtig brenzlig wurde es in der zweiten Halbzeit aber nur einmal. „Das spielen sie überragend und den hält Kai Gröger Weltklasse. Ich weiß bis jetzt noch nicht, wie er den gehalten hat“, feierte Mikolajczak seinen Keeper.

VfB überholt seinen nächsten Gegner ETB

Der eingewechselte Janis Timm bediente in der Nachspielzeit dann Deniz Hotoglu und der jagte den Ball in den Winkel zum erlösenden 2:0 für die Mülheimer.

Vorerst verlässt der VfB durch diesen Sieg die Abstiegszone, doch der ETB Schwarz-Weiß Essen hat noch zwei Nachholspiele in der Hinterhand und könnte schon am kommenden Samstag wieder vorbeiziehen. Am 2. Dezember kommt es an der Saarner Straße dann zum direkten Aufeinandertreffen der beiden Teams. Die Speldorfer haben dafür schon einmal Selbstvertrauen getankt.

Sportfreunde Baumberg –
VfB Speldorf 0:2 (0:1)

Tore: 0:1 Trienenjost (36. Minute), 0:2 Hotoglu (90.+3) SFB: Schwabke – Zimmermann, Fedler, Bhaskar (49. Gülcan), Nadidai – Klotz, Pusic, Knetsch (68. Daour), Hömig, Abelski – Weber (59. Ucar) VfB: Gröger – Szewczyk, Corovic, Müller, Nakaoka – Nowitzki, Terwiel – Hotoglu, Dutschke (46. Umar) – Morina (70. Timm), Trienenjost (85. Bimpek) Schiedsrichter: Jan Oberdörster (Mönchengladbach) Zuschauer: 90

Nächster Brocken für Speldorf

MÜLHEIM.   Der VfB muss zu den Sportfreunden Baumberg, die seit 13 Spielen nicht verloren haben. Drei neue Alternativen für die Offensive.

In der sportlich schwierigen Phase hätten sich die Oberliga-Fußballer des VfB Speldorf sicherlich leichtere Gegner gewünscht. Nach dem Heimspiel gegen den ungeschlagenen Tabellenführer VfB Homberg geht es am Sonntag, 14.30 Uhr, nun zum Tabellenzweiten, den Sportfreunden Baumberg.

Die Mülheimer werden sich in Monheim vor allem auf die ersten 45 Minuten des Spiels gegen Homberg besinnen und versuchen, einen solchen Totaleinbruch wie in den sieben Minuten nach der Pause zu vermeiden. „Wir sollten uns im Moment nicht mit solchen Mannschaften vergleichen, wir wissen aber doch alle, welche Qualität und welches Potenzial wir selbst haben“, sagt Trainer Christian Mikolajczak.

Kleinigkeiten verhindern oft erfolgreichere Spiele

Oft seien es ja nur Kleinigkeiten, die ein erfolgreiches Spiel verhindern. Beispiel gefällig? Als der VfB am letzten Samstag beim Stand von 1:1 mit drei Mann auf das Homberger Tor zulief, war das für Trainer Mikolajczak ein Bilderbuchkonter. „Wenn der reingeht, dann bedankt sich der DFB für das Lehrvideo“, sagt der Coach. Er ging aber nicht rein. Stattdessen stand am Ende ein 1:5.

„Wir müssen einfach unsere Fehler abstellen und 90 Minuten lang hochkonzentriert sein“, sagt der Coach. Er appelliert auch an seine Mannschaft, die individuellen Ansagen des Trainerteams noch genauer zu befolgen, auch wenn es nur Basics sind – zum Beispiel nicht als letzter Mann dribbeln, die richtige Zuteilung bei Standards, die Notwendigkeit von riskanten Grätschen abwägen und die wichtigen Spieler in der Spieleröffnung des Gegners im Auge behalten.

Morina, Schürings und Umar bieten sich an

Personell hat Mikolajczak wieder einige Alternativen mehr – vor allem für die Offensive. Esad Morina, Fabian Schürings und Timur Umar haben in dieser Woche gut trainiert. Schürings und Umar würden noch einmal neues Tempo ins Speldorfer Spiel bringen. Das Trainerteam wird nach dem Abschlusstraining am Freitag die Entscheidung über eventuelle Wechsel treffen. Klar ist, dass Pierre Nowitzki im zentralen Mittelfeld bleibt, wo er für den VfB noch wertvoller ist.

Ob Torwart und Kapitän Kai Gröger zwischen die Pfosten zurückkehren kann, ist noch offen. Auch das wird sich erst kurzfristig entscheiden. Der Schlussmann hatte sich Ende letzter Woche eine Zerrung zugezogen und hatte die Partie gegen den VfB Homberg verpasst. Sein Ersatzmann Leon Nevian war an der Niederlage schuldlos. Sollte Gröger erneut passen müssen, wird Marcin Michalak im Tor der Speldorfer stehen.

Speldorfer sind gleich doppelt ungeschlagen

MÜLHEIM.   A-Junioren spielen 3:3 im Spitzenspiel gegen Jahn Hiesfeld. Saarns C-Junioren müssen den ersten Tabellenplatz abgeben.

Es muss nicht immer Bayern gegen Dortmund sein. Gleich in zwei Jugendfußball-Leistungsklassen stieg am Wochenende das Spitzenspiel zwischen dem Ersten und dem Zweiten. Einen Mülheimer Sieg gab es dabei zwar nicht, dafür sind in drei von vier Leistungsklassen noch Ruhrstadt-Teams ganz oben dabei. Drei Mannschaften sind noch immer ungeschlagen.

A-Junioren

Hätte der VfB Speldorf in der ersten Halbzeit das 3:0 nachgelegt, er wäre vermutlich als Sieger aus dem Top-Spiel gegen Jahn Hiesfeld hervorgegangen. So aber stand es zur Pause 2:2 und in der 89. Minute schienen die Hausherren das Spiel sogar ganz aus der Hand gegeben zu haben. Doch mit einem direkten Freistoß sicherte Jan Steinkusch den Speldorfern das 3:3-Unentschieden.

„Klar ist es etwas ärgerlich, dass wir nicht das dritte Tor gemacht haben, aber die zweite Halbzeit war total ausgeglichen“, sagt VfB-Trainer Carsten Bujok. Er musste vor der Saison wieder ein komplett neues Team zusammenstellen. „Unter die ersten vier sollten wir schon kommen“, gibt er die Richtung vor. Der Einzug in die Relegation sei kein Muss. „Es gibt Mannschaften wie Hiesfeld, die seit Jahren zusammenspielen. Die haben ganz andere Ziele“, so der Coach. Dennoch hat der VfB viele Spieler des Jungjahrgangs in seinen Reihen, wäre für Qualifikationsspiele also gut aufgestellt oder könnte mit einer ähnlichen Mannschaft in der kommenden Saison noch einmal angreifen.

Mit dem SV Raadt und Union 09 spielen zwei weitere Mülheimer Teams in der Gruppe. Raadt verlor das Verfolgerduell gegen Rhenania Hamborn mit 1:3 (0:1) und fiel auf den sechsten Platz zurück, dem letzten bevor die Relegationsränge beginnen. Auf einem solchen liegt das diesmal spielfreie Union-Team

B-Junioren

Auch die Speldorfer B-Jugend ist ungeschlagener Zweiter und gehört zu den Anwärtern auf die Relegation. Am Sonntag gab es ein 7:1 (1:0) im Duell beim MSV 07. Tom Luca Pasky (4), Hamza Velic (2) und Benjamin Hilberath waren die Torschützen. Der MSV wird darum kämpfen, nicht in die Abstiegsrelegation zu müssen. Vier Punkte beträgt der Rückstand.

C-Junioren

Seine Tabellenführung ist der TuSpo Saarn wieder los. Im Spitzenspiel gegen Hamborn 07 verlor die Elf von Trainer Stefan Pusch mit 1:2 (1:0). Die frühe Führung aus der zweiten Minute reichte nicht. Dass die Saarner sogar auf Rang drei zurückgefallen sind, dafür sorgt Union 09. Beim FSV Duisburg II gab es einen 2:1 (2:0)-Auswärtssieg auf Asche. „Ein sehr wichtiger Sieg, mit dem der Abstand auf einen Relegationsplatz auf zehn Punkte ansteigt. Das gibt Ruhe und Gelassenheit“, sagt Trainer Markus Bovermann.

Auf der Kippe zwischen Relegation und direktem Klassenverbleib bewegt sich der VfB Speldorf. Beim 2:4 (2:2) in Duisburg-Süd verpassten die Mülheimer den Sprung unter die ersten sechs. Im Keller feierte der MSV 07 seinen ersten Saisonsieg und das im Lokalduell gegen den SC Croatia. Mit dem 6:3 (2:1) verkürzt „07“ den Abstand zu Croatia und damit zum ersten Relegationsplatz auf einen Zähler.

VfB Speldorf wird nach der Pause von Homberg überrollt

MÜLHEIM.   Eine Halbzeit lang spielen die Grün-Weißen gegen Tabellenführer Homberg stark. Sieben Minuten später steht es 1:4.

Christian Mikolajczak marschierte nach dem Schlusspfiff schnurstracks in Richtung Kabinengang. Oben im Besprechungsraum wartete er auf seine Mannschaft, die nach und nach eintrudelte, und las ihr die Leviten. Was den Trainer des Fußball-Oberligisten VfB Speldorf so auf die Palme gebracht hatte, war die Tatsache, dass seine Mannschaft nach einer starken ersten Halbzeit im Heimspiel gegen den Tabellenführer VfB Homberg innerhalb von nur sieben Minuten alle Chancen auf eine Überraschung herschenkte. Statt 1:1 stand es in der 52. Minute 1:4. Am Ende sogar 1:5.

„Die zweite Halbzeit war einfach schlecht, das hat mit Oberliga nichts zu tun“, schimpfte Mikolajczak, wohlwissend, dass nach den guten ersten 45 Minuten mehr drin gewesen wäre, zumindest ein deutlich besseres Ergebnis. „Ich werfe der Mannschaft vor, dass sie nicht das umsetzt, was man ihr mit auf den Weg gegeben hat. Das ist entweder Ignoranz gegenüber dem Trainerteam oder den Leuten ist es egal“, meinte der Coach.

Youngster Nevian ersetzt Gröger im Speldorfer Tor

Der Nachmittag begann schon mit einer Hiobsbotschaft: Stammtorwart und Kapitän Kai Gröger konnte verletzungsbedingt nicht spielen. Ersatzmann Leon Nevian (18) führte sich gleich mit zwei spektakulären Paraden ein. Keine Chance hatte er aber, als der Homberger Felix Clever in der neunten Minute nach einer Flanke von der rechten Seite völlig ungehindert am langen Pfosten einköpfte.

Damit machte der Homberger Verteidiger seinen vermeintlichen Fehler aus der fünften Minute wieder gut, als er aus zwei Metern Entfernung den Ball von Abdul-Rahman Yussif an die Hand bekam. Den fälligen Elfmeter verwandelte André Trienenjost zur Speldorfer Führung. Sie hielt drei Minuten lang.

Nowitzki vergibt nach einem Konter die Riesenchance

Der heimische VfB hielt in der Folge aber gut dagegen und hätte in der 17. Minute wieder in Führung gehen können. Trienenjost, Deniz Hotoglu und Pierre Nowitzki fuhren einen astreinen Konter, doch Nowitzki schoss den Ball am Ende aus wenigen Metern über das Tor.

Die zweite Halbzeit ist schnell erzählt, denn die wesentlichen Gegebenheiten fanden in den ersten sieben Minuten statt. „Wir wollten Mike Koenders zustellen, stattdessen spielt er direkt den Pass zum 2:1“, ärgerte sich Christian Mikolajczak. Während die Gastgeber auf Abseits spielten, bedient Koenders seinen Teamkollegen Jerome Manca – das frühe 2:1 für Homberg.

Homberg dreht innerhalb von sieben Minuten auf

Doch es kam noch schlimmer aus Speldorfer Sicht. Als Kevin Müller zur Grätsche griff, gab es den zweiten Elfmeter des Tages, den Patrick Dertwinkel verwandelte. „Wenn er als Verteidiger runtergeht, dann muss er den Ball auch haben“, meinte der Trainer hinterher. Als Danny Rankl kurz darauf auf 4:1 erhöhte, war das Spiel wenige Minuten nach der Pause entschieden. Rankl legte später noch den fünften Treffer nach.

Nach dem Spiel betonte Christian Mikolajczak noch einmal, worauf sich sein Team in den kommenden Wochen und Monaten einstellen darf: „Abstiegskampf und nichts anderes. Wer das nicht versteht, soll zu mir kommen und dem erkläre ich es persönlich.“

VfB Speldorf –
VfB Homberg 1:5 (1:1)

Tore: 1:0 Trienenjost (6. Minute, Handelfmeter), 1:1 Clever (9.), 1:2 Manca (46.), 1:3 Dertwinkel (50., Foulelfmeter), 1:4/1:5 Rankl (52./72.) Speldorf:Nevian – Szewczyk (84. Panz), Corovic (84. Nemec), Müller, Nakaoka – Dutschke (72. Timm), Terwiel – Hotoglu, Nowitzki, Yussif – TrienenjostHomberg: Offhaus – Haub, Kogel, Clever (23. Schmitt), Wolf – Koenders, M. Kücükarslan, Dertwinkel, Manca (75. T. Kücük­arslan) – Wibbe, Rankl (84. Demircan) Schiedsrichter: Thomas Dickmann (Rhede) Zuschauer: 130

VfB Speldorf verpasst nächsten Sieg in Nettetal

André Trienenjost erzielt den Ausgleich. Mülheimer sind seit drei Spielen ungeschlagen, kommen mit Unentschieden aber nicht weiter.

SC Union Nettetal –
VfB Speldorf 1:1 (0:0)

Tore: 1:0 Touratzidis (52. Minute), 1:1 Trienenjost (69.) Union: Krahnen – Bonsen, Levels (69. Rrustemi), Verlinden, Homann – Stroetges (82. Enger), Dohmen, Regnery, Paul (69. Dollen) – Touratzidis, Klicic VfB: Gröger – Szewczyk, Corovic (72. Nemec), Müller, Nakaoka – Dutschke, Nowitzki – Hotoglu, Timm (60. Terwiel), Yussif – Trienenjost Schiedsrichter: Marcel Donath (Hilden) Zuschauer: 222

André Trienenjost lauerte an der Abseitslinie. Mehrfach hob der Speldorfer Stürmer kurz den rechten Arm, doch seine Mitspieler übersahen ihn. Also stürzte er sich selbst ins Getümmel des Zentrums, eroberte dort den Ball und traf schließlich zum 1:1-Ausgleich im Oberliga-Auswärtsspiel beim SC Union Nettetal. Für die Fußballer des VfB Speldorf war es der fünfte Punkt in den vergangenen drei Spielen, doch es wäre mehr drin gewesen.

„Mit der Art und Weise bin ich mehr als zufrieden aber mit dem Ergebnis nicht“, lautete das Kurz-Fazit von VfB-Trainer Christian Mikolajczak. Er erlebte seine Mannschaft in der ersten Halbzeit zweikampfstark und hinten sicher. „Da haben wir wirklich gut gespielt“, meinte der Coach. Allerdings fehlt es immer noch an der Zielstrebigkeit im letzten Drittel. Janis Timm hatte schon in der achten Minute die erste Chance für den VfB. „Normalerweise macht er so ein Ding eiskalt rein, jetzt schießt er dem Torwart in die Arme“, ärgert sich Christian Mikolajczak.

Rudelbildung vor der Pause – wurde nachgetreten?

Kurz vor der Pause wurde es ein wenig hektisch. In einer Rudelbildung will Mikolajczak ein Nachtreten eines Nettetalers gesehen haben. „Der Linienrichter muss das eigentlich sehen und dann kann er ihn runterstellen“, so der VfB-Coach.

Es blieb bei elf gegen elf und bis zur Pause bei 0:0 nach Toren. Nettetal hatte ab der Mitte des ersten Durchgangs zwar phasenweise etwas die Überhand gewonnen, wirkliche Chancen sprangen aber nicht heraus.

Torwart legt den Führungstreffer für Union auf

Dafür ging Union durch zwei starke Einzelaktionen in der 52. Minute in Führung. Torwart Robin Krahnen schlug den Ball auf die linke Seite zu Dimitrios Touratzidis. Dessen Gegenspieler Maciej Szewczyk lief einfach durch anstatt auf den Ball zu gucken. Dadurch hatte Touratzidis einen kleinen Vorsprung, den er nutzte, um den Ball satt ins rechte Eck zu jagen. „Das war einfach geil herausgespielt, das muss man mal sagen“, meinte VfB-Coach Mikolajczak anerkennend.

Seine Mannschaft kam immerhin noch zurück und hätte das Spiel auch gut und gerne noch drehen können. „Dazu darf man aber nicht den besser postierten Mitspieler übersehen und muss noch öfter den Kopf hochnehmen“, sagt Mikolajczak.

Als nächstes kommt Spitzenreiter Homberg

Nach drei Spielen ohne Niederlage hat der VfB zumindest einen kleinen Schritt nach vorne gemacht, wenngleich es in diesem Zeitraum nur fünf statt der möglichen neun Punkte waren. „Mit einem Sieg heute wären wir einen Schritt weiter gewesen“, meint auch der Coach. So bleibt es die Politik der kleinen Schritte. Und als nächstes kommt Spitzenreiter VfB Homberg.

Quelle: WAZ Mülheim

Premier League beim VfB Speldorf

Bereits zum 7. Mal richtet der VfB Speldorf ein bedeutendes und international besetztes Jugendturnier aus. Von Samstag, dem 13. Oktober bis Sonntag, dem 14. Oktober steht die Sportanlage an der Saarner Straße ganz im Zeichen der Nachwuchskicker.

Die Jahrgänge 2008 und jünger spielen um den 7. U11 VW Wolf Cup. Und da bei über 60 teilnehmenden Teams die Platzanlage an der Saarner Straße nicht zur Abwicklung des Turniers reicht, haben die Speldorfer den TuSpo Saarn als Mitausrichter gewinnen können.
Jedes Team spielt mit sechs Feldspieler und einem Torwart. Zusätzlich dürfen vier Auswechselspieler eingesetzt werden. Gespielt wird in 4er Gruppen nach dem Modus jeder gegen jeden.
Natürlich ist der VfB mit zwei Nachwuchsteams am Start. Die Bundesliga schickt Borussia M’gladbach, Bayer 04 Leverkusen, VfL Wolfsburg, Hannover 96, Hamburger SV, FC Augsburg und Fortuna Düsseldorf auf den Kunstrasen an der Saarner Straße. Auch Titelverteidiger Mainz 05 hat wieder zugesagt.
Liga 2 ist mit dem VfL Bochum, FC St. Pauli, MSV Duisburg, SV Darmstadt 98, Arminia Bielefeld und dem SC Paderborn am Start.
International wird es aber auch. Aus den Niederlanden sind FC Utrecht und Twente Enschede mit dabei. Belgien schickt den KV Mechelen ins Rennen. Mit Legia Warschau nimmt auch ein Team aus Polen teil. Und der sicherlich bekannteste Verein dürften die Engländer mit den Wolverhampton Wanderers aus der Premier League sein.
Die 3. Liga ist mit dem SV Wehen Wiesbaden am Start und aus der Oberliga Süd reisen die Stuttgarter Kickers an.
Die Spiele beginnen auf beiden Sportanlagen (Saarner Straße / VfB Speldorf und Mintarder Str. / TuSpo Saarn) sowohl Samstag als auch Sonntag um 9 Uhr.

Quelle Lokalkompass

VfB Speldorf kickt sich ins Achtelfinale

Mit einem 8:1-Sieg (3:0) gegen TuB Bocholt hat sich der VfB Speldorf am Mittwochabend souverän ins Achtelfinale des Niederrhein-Pokals gekickt.

TuB Bocholt –
VfB Speldorf 1:8 (0:3)

Tore: 0:1 Hotoglu (23.), 0:2 Yussif (31.), 0:3 Nowitzki (39.), 0:4 Yussif (51.), 1:4 Langhorst (58.), 1:5 Panz (60.), 1:6 Nowitzki (62.), 1:7 Hotoglu (85), 1:8 Timm (90.)
VfB: Michalak – Panz, Corovic (67. Timm), Müller, Nakaoka – Bimpel, Terwiel – Hotoglu, Nowitzki, Dutschke (67. Schürings) – Yussif
Zuschauer: 100
Schiedsrichter: Lars Aarts (Goch)

Das war souverän. Der Fußball-Oberligist VfB Speldorf hat am Mittwochabend durch einen klaren 8:1 (3:0)-Auswärtssieg beim Bezirksliga-Zweiten TuB Bocholt das Achtelfinale im Niederrheinpokal erreicht.

Die Mülheimer mussten dabei nur die ersten 20 Minuten überstehen, in denen Bocholt sich durchaus mutig präsentierte. Dann aber übernahmen die Mülheimer das Zepter. Im Anschluss an eine von ihm selbst ausgeführte Ecke brachte Deniz Hotoglu die Gäste in Führung und hätte nur zwei Minuten später schon nachlegen können.

Treffer Nummer drei kurz vor der Pause

Das 2:0 holte stattdessen Abdul-Rahman Yussif nach, dem der Ball schön in den Lauf gespielt wurde und der anschließend den Torwart überwand. Acht Minuten später legte er den dritten Treffer durch Pierre Nowitzki auf.

Sollten die Hausherren sich noch irgendwelche Hoffnungen gemacht haben, wurden diese sechs Minuten nach dem Seitenwechsel zerstört. Abdul-Rahman Yussif traf aus spitzem Winkel zum 0:4. Auf das überraschende 1:4 durch Langhorst antworteten André Panz und Pierre Nowitzki mit einem Doppelschlag innerhalb von zwei Minuten (60./62.) – 1:6, Messe gelesen. „Das Gegentor fand ich ein bisschen blöd, danach hatten wir auch eine kurze arrogante Phase, haben dann aber wieder schnell in die Spur gefunden“, meinte Trainer Christian Mikolajczak später.

Mikolajczak: „Chancen gut herausgespielt“

Deniz Hotoglu und Janis Timm stellten in der Schlussphase das klare Endergebnis her, dass der Coach „auch in der Höhe völlig verdient fand.“ Die Treffer seien keine Zufallsprodukte gewesen. „Wir haben die Chancen gut herausgespielt“, fand Mikolajczak.

Wer der nächste Gegner sein soll? „Wenn ein großer Name kommt, dann kommt er, wir wollen aber so weit wie möglich kommen“, so der Coach. Das Achtelfinale des Niederrheinpokals wird vom 9. bis zum 11. Oktober ausgetragen.

Ein Pokalspiel als Chance

MÜLHEIM. 

Mit dem Einzug ins Achtelfinale könnte sich der VfB etwas Ruhe und Selbstvertrauen verschaffen. Neuer Torwart Marcin Michalak gibt sein Debüt.

Es läuft bislang alles andere als rund beim Fußball-Oberligisten VfB Speldorf. Immerhin hat es die Pokalauslosung gut mit den Mülheimern gemeint. Nach dem Landesliga-Aufsteiger VfB Solingen (4:2) wartet am Mittwochabend in Runde zwei des Niederrheinpokals mit dem TuB Bocholt ein Bezirksligist. Es winkt der Einzug ins Achtelfinale und dort vielleicht ein großes Los.

„Wir sollten da schon mit der Prämisse hinfahren weiter zu kommen“, lässt Trainer Christian Mikolajczak gar keinen Zweifel aufkommen. Die Gastgeber starteten mit vier Siegen aus fünf Spielen und belegen in der Bezirksliga aktuell den zweiten Platz. Diesen Rang belegten sie auch in der vergangenen Saison, als sie erst in der Relegation gegen den VfB Frohnhausen (0:3 und 3:2) den direkten Durchmarsch von der Kreisliga A in die Landesliga verpassten. „Trotzdem müssen wir als Favorit auftreten, aber mit der fokussierten Ausrichtung“, fordert Mikolajczak.

Schnelles Tor könnte den Mülheimern helfen

Das Erstrundenspiel im Pokal habe gezeigt, wie wichtig es ist, die Chancen zu nutzen und ein frühes Tor zu machen. „Wir müssen dem Gegner die Moral nehmen und schnell für klare Verhältnisse sorgen“, so der VfB-Coach. Denn die Gastgeber werden alles dafür tun, dem Oberligisten die Stirn zu bieten.

Personell gehen dem Speldorfer Trainer langsam die Alternativen aus. Zumal Neuzugang Timur Umar noch Knieprobleme hat und trotz Spielberechtigung die Zahl der Optionen nicht erweitern wird. Im Tor wird aller Voraussicht nach Neuzugang Marcin Michalak stehen. Der Pole ist doch schneller spielberechtigt als gedacht und wird den frisch verheirateten Kapitän Kai Gröger ersetzen.

Maxwell Bimpek darf auf seinen Startelfeinsatz hoffen

Ansonsten wird das Team in Bocholt wohl dem in Velbert zum größten Teil gleichen, da alle Verletzten auch weiterhin fehlen werden. Ein Kandidat für die Startelf könnte Maxwell Bimpek werden, der nach seiner Einwechslung im Duell gegen die SSVg eine gute Partie abgeliefert hat. Ob Abdul-Rahman Yussif wegen seiner Schnelligkeit erneut über Außen stürmen wird und Deniz Hotoglu seine Kreativität stattdessen wieder im Zentrum einsetzen soll, konnte Mikolajczak am Dienstag noch nicht sagen. „Das haben wir in Velbert versucht, wie genau die Anordnung vorne diesmal sein wird, werden wir sehen“, erklärte Mikolajczak. Der Trainer ergänzte: „Alle im Kader müssen zeigen, dass sie einen Bezirksligisten schlagen können.“

Nach den beiden verlorenen Heimspielen und dem enttäuschenden Auftritt in Velbert wollen die Mülheimer das Pokalspiel auch dazu nutzen, um Selbstvertrauen zu tanken. „Der Einzug in die nächste Runde bringt Ruhe rein“, sagt Mikolajczak.

Oberhausen und Velbert runden die zweite Runde ab

Die zweite Runde wurde am Dienstagabend mit den Duellen des SC Werden-Heidhausen gegen den 1. FC Bocholt und des VfL Repelen gegen den TV Jahn Hiesfeld eröffnet. Nach zwölf Partien am Mittwochabend wird die Spielrunde am Donnerstag mit dem Duell Union Nettetal gegen Ratingen 04/19 sowie am kommenden Dienstag mit der Partie Rot-Weiß Oberhausen gegen die SSVg Velbert abgerundet.

 

Quelle: WAZ