Last-Minute-Niederlage für den VfB Speldorf

MÜLHEIM.   Bis zur 87. Minute führen die Mülheimer beim Tabellenfünften, Meerbusch gleicht noch aus und trifft in der Nachspielzeit sogar noch zum 2:1.

Eine knappe Viertelstunde lang sah es danach aus, als würden die Oberliga-Fußballer des VfB Speldorf zum ersten Mal in diesem Jahr als Sieger vom Platz gehen. Doch in den Schlussminuten ließen sie sich nicht nur den Sieg, sondern Punkte vom Brot nehmen. Der TSV Meerbusch gewann noch mit 2:1 (0:0).

„So kurz vor Schluss, das tut natürlich weh“, meinte Trainer Ryoji Ishikawa nach dem Spiel, das seine Mannschaft niemals hätte verlieren brauchen. Am Ende steht der VfB aber zum zweiten Mal hintereinander mit leeren Händen da. Da half auch eine Leistungssteigerung gegenüber dem Heimspiel gegen Velbert unter dem Strich nicht weiter. „Gute Leistungen bringen eben keine Punkte“, weiß Ishikawa.

McGregor und Ando erstmals in der Startelf

Dabei waren die Mülheimer, bei denen Coby McGregor und Shunya Ando erstmals in der Startelf standen, so kurz davor. In der 73. Minute traf Yutaka Abe nach einem Steilpass von Michael Andres zum 1:0 und belohnte den VfB für eine gute zweite Halbzeit. „Wir haben aus dem Spiel heraus eigentlich gar nichts zugelassen“, meinte Kapitän André Panz.

Etwa zehn Minuten vor dem Ende hatte der eingewechselte Michael Andres nach einem Querpass von Shunya Ando die Riesenchance, eine Vorentscheidung herbeizuführen. Aus etwa elf Metern schoss er aber den gegnerischen Torwart an.

Ausgleich fällt nur drei Minuten vor Schluss

Stattdessen kassierten die Speldorfer drei Minuten vor dem Ende das 1:1. Kevin Dauser bekam den Ball in den Rücken der Abwehr gespielt, traf ihn noch nicht einmal richtig und dennoch ging das Leder wenige Zentimeter am Fuß von Speldorfs Keeper Martin Hauffe vorbei . „Wir sind noch unerfahren, aber wir müssen das Spiel dann besser kontrollieren“, meinte Trainer Ishikawa, der sich zu diesem Zeitpunkt wenigstens noch den einen Zähler für sein Team gewünscht hätte.

Doch auch der kam den Gästen noch abhanden, weil die Abwehr schlecht auf Abseits spielte. Der eingewechselte Alexander Maas stand plötzlich frei vor Hauffe und traf in der Nachspielzeit zum 2:1 für Meerbusch. Direkt danach pfiff der Schiedsrichter die Partie ab.

„Jetzt gucken wir uns natürlich wieder doof an“

„Kämpferisch war das heute eine sehr gute Leistung, ich bin echt stolz auf die Truppe“, meinte Kapitän André Panz und fügte hinzu: „Wären die letzten drei, vier Minuten nicht gewesen, wären wir als Sieger vom Platz gegangen. So gucken wir uns natürlich wieder doof an. Wir müssen weitermachen, jedes Spiel bleibt ein Endspiel.“

Am kommenden Sonntag kommt der 1. FC Monheim an die Saarner Straße.

TSV Meerbusch –
VfB Speldorf 2:1 (0:0)

Tore: 0:1 Abe (73.), 1:1 Dauser (87.), 2:1 Maas (90.+1)

TSV: Kampmann – Hoff, Van den Bergh, Anyomi, Rott – Dowidat, Balci (66. Dauser), Reinert, Terada, Purisevic – Harouz (21. Dohmen/83. Maas)

VfB: Hauffe – Weiß, Panz, Bimpek, McGregor, Akiyama (89. Naito) – Yussif (75. Inoue), Nakaoka, Ando, Schürings (62. An­dres) – Abe

Schiedsrichter: Alexander Busse (Witzhelden)

Zuschauer: 150

Trotz Trainerwechsel bleibt Trendwende in Speldorf aus

Trainer Christian Mikolajczak hat den Oberligisten VfB Speldorf in der Winterpause in Richtung Ligakonkurrent FSV Duisburg verlassen. Nach seinem Abgang hat Ryoji Ishikawa den Posten übernommen. Doch unter dem neuen Coach bleibt die Trendwende bislang aus.

Nach der 1:3-Heimpleite gegen die SSVg Velbert warten die Mülheimer weiterhin vergeblich auf den ersten Dreier nach der Winterpause. Zwei Punkte aus drei Spielen – das ist für eine Mannschaft, die um den Klassenerhalt kämpft, viel zu wenig. Die Speldorfer belegen mit 22 Punkten den 16. Tabellenplatz. Es herrscht akute Abstiegsgefahr an der Saarner Straße. Dessen ist sich auch Ishikawa bewusst: „Unser Ziel ist natürlich der Klassenerhalt. Ich weiß aber, dass es nicht einfach wird“, betont er.
Mit dem neuen Trainer sind auch viele neue Akteure im Winter nach Speldorf gekommen, die bislang aber nicht eingeschlagen haben. „Es ist immer schwierig für neue Spieler sich in einen neuen Verein zu integrieren“, ist sich der VfB-Coach sicher.
Neben den zahlreichen Neuzugängen gab es auch Spieler, die den Klub verlassen haben. Besonders der Verlust von Top-Torjäger Andre Trienenjost schmerzt sehr. Der 29-Jährige wechselte zum aktuellen Zweitplatzierten der Landesliga Gruppe 2, dem SV Sonsbeck. Aber nicht nur der Abgang des Knipsers traf die Speldorfer hart. Auch Torhüter und Kapitän Kai Gröger verließ den Verein in Richtung Landesliga – er ging zur SSVg Heiligenhaus. „Das waren auf jeden Fall große Verluste für uns“, bedauert Ishikawa. Doch gleichzeitig lobt er auch die Qualitäten des neuen Spielführers Andre Panz: „Er macht seine Sache als Kapitän sehr gut und stellt die Mannschaft gut zusammen.“
Der Coach persönlich fühlt sich wohl an seiner neuen Wirkungsstätte, betont aber auch, wie wichtig es ihm ist, den Klassenerhalt doch noch zu schaffen: „Ich wurde hier sehr gut aufgenommen. Richtig glücklich bin ich aber erst, wenn wir die Abstiegszone verlassen“, erzählt er.
Autor: Charmaine Fischer

Velbert zeigt VfB die Grenzen auf

MÜLHEIM.   Nach torloser erster Hälfte spielen die Speldorfer gegen den Wind und kassieren innerhalb von 20 Minuten drei Gegentore.

Selbst das bloße Ausführen von Freistößen war an diesem Sonntag so eine Sache. Kapitän André Panz versuchte mehrfach, das Spielgerät mit der Hand auf der Stelle festzuhalten, doch einen ruhenden Ball ließ der Wind schlichtweg nicht zu. Während andere Oberliga-Begegnungen abgebrochen oder gar nicht erst angepfiffen wurden, konnte das Duell des VfB Speldorf gegen die SSVg Velbert aber einigermaßen geordnet über die Bühne gehen. Das Wetter war also nicht der Hauptgrund, weshalb die Mülheimer Fußballer auch im dritten Spiel in diesem Kalenderjahr sieglos blieben. Sie unterlagen den Velbertern verdient mit 1:3 (0:0).

„Wir sind mit den Windbedingungen in der zweiten Halbzeit nicht zurechtgekommen“, meinte Kapitän André Panz. Seine Mannschaft musste im zweiten Durchgang gegen den Wind spielen und verlor die Augenhöhe aus der ersten Halbzeit. Zudem hatte Trainer Ryoji Ishikawa in der Pause von Fünfer- auf Viererkette umgestellt. „Die Lücken sind dann sehr groß geworden und Velbert hat das mit seiner Qualität dann gut ausgenutzt“, meinte der Kapitän. Der Trainer widersprach: „Die ersten beiden Tore hatten damit nichts zu tun. Das waren Eins-gegen-eins-Situationen.“

Speldorfer bekommen zwei Situationen nicht geklärt

Zweimal bekamen die Speldorfer Situationen im eigenen Strafraum nicht rechtzeitig geklärt. Beim ersten Mal bedankte sich Felix Haas, beim zweiten Mal versuchte Keeper Martin Hauffe am zweiten Pfosten noch zu retten, was nicht mehr zu retten war – der zur Pause eingewechselte Oguzhan Coruk war schneller am Ball. Das 3:0 resultierte aus einem langen Ball, den Aliosman Aydin über Hauffe hinweg ins Tor schlenzte. Das Stellungsspiel der Speldorfer Innenverteidiger ließ in dieser Situation zu Wünschen übrig.

Den Mülheimern gelang in der 72. Minute noch der Ehrentreffer durch den fleißigen Mittelstürmer Yutaka Abe, doch echte Spannung hätte nur ein zweites Speldorfer Tor in die Partie bringen können. „Ich habe schon noch daran geglaubt, sonst hätte ich ja nicht so gewechselt“, meinte Trainer Ishikawa. Doch auch die beiden Debütanten Michael Andres und Hirmasa Inoue konnten keine Aufholjagd mehr initiieren.

Kapitän André Panz: „Sehen jedes Spiel als Endspiel“

Für die Mülheimer wird die nächste Auswärtsaufgabe nicht leiter, denn es geht zum Tabellenfünften TSV Meerbusch. „Wir müssen das Spiel jetzt abhaken und nächste Woche von neuem beginnen. Wir sehen jetzt jedes Spiel als Endspiel“, sagte Kapitän André Panz nach dem Schlusspfiff. Der VfB bleibt auf dem drittletzten Platz.

VfB Speldorf –
SSVg Velbert 1:3 (0:0)

Tore: 0:1 Haas (50.), 0:2 Coruk (63.), 0:3 Aydin (66.), 1:3 Abe (72.)

VfB: Hauffe – Weiß, Panz, Cömert, Bimpek, Bang (60. Andres) – Yussif (80. Inoue), Nakaoka, Akiyama, Schürings (68. Ando) – Abe

SSVg: Sprenger – Mondello (85. Atiye),
Abdel Hamid, Haas, Schiebener – Spinrath, Wagener – Machtemes (74. Kubina), Talarski, Nnaji (46. Coruk) – Aydin

Schiedsrichter: Torsten Schwerdtfeger (Essen-Frintrop)

Zuschauer: 125

VfB Speldorf hofft auf ersten Heimerfolg in diesem Jahr

MÜLHEIM.   Gegner Velbert blieb 2019 bislang ohne Punkt und Tor. Auf dem Flügel fehlt dem Mülheimer Oberligisten allerdings die nötigen Alternativen.

Nach dem Schlusslicht FSV Duisburg und dem Tabellenachten 1. FC Kleve werden die Hürden für den Fußball-Oberligisten VfB Speldorf nun mit der auf Rang vier notierten SSVg Velbert immer ein Stück höher. Dennoch haben die Mülheimer ihrem Heimspielgegner am Sonntag (15 Uhr, Saarner Straße) in diesem Kalenderjahr etwas voraus.

Zwar klingt die Bilanz zweier 1:1-Unentschieden nicht unbedingt berauschend, rückblickend wären die Velberter aber wohl froh, wenn sie mit diesen Ergebnissen ins neue Jahr gestartet wären. Stattdessen stehen sie nach einem 0:1 gegen die TuRU Düsseldorf und einem 0:2 gegen den 1. FC Bocholt noch ohne Punkt und ohne eigenen Treffer da. Zudem fehlen den Gästen drei Spieler, die wegen eines Platzverweises gesperrt sind. Manuel Schiebener und Pascale Talarski sitzen an der Saarner Straße ihre Gelb-Rot-Sperre ab, Leroy-Jacques Mickels muss sogar noch länger zuschauen.

zwei der drei geplanten Testspiele fielen ins Wasser

Dennoch weiß VfB-Trainer Ryoji Ishikawa freilich um die Stärke des kommenden Gegners. Die SSVg ist schließlich nicht durch reinen Zufall auf den vierten Platz gekommen. „Da sind viele Spieler mit Regionalliga-Erfahrung dabei“, weiß der VfB-Coach, der den Kader seines Kollegen Alexander Voigt noch einmal eingehend studiert hat. „Viele jüngere Spieler waren in der Ausbildung bei der Fortuna oder in Mönchengladbach. Das wird für uns schwer genug“, weiß er.

Zumal in der zweiwöchigen Pause seit dem letzten Ligaspiel zwei der drei geplanten Testspiele ausgefallen sind. Trainer Ishikawa hatte vor den Duellen gegen Düsseldorfer Teams offenbar die Karnevalszeit unterschätzt. Das Spiel gegen den Bezirksliga-Spitzenreiter Ratingen 04/19 II endete auch nur mit einem 2:2 (0:2)-Unentschieden. Enoch Wölfer und Yutaka Abe glichen einen 0:2-Rückstand noch auf. „Einen Klassenunterschied haben wir leider nicht zeigen können“, sagte Ryoji Ishikawa . Auch die beiden Gegentore ärgerten den Coach maßlos.

Wenig Alternativen auf dem Speldorfer Flügel

In den beiden Wochen seit dem Duell in Kleve arbeiteten die Mülheimer vor allem an ihrem offensiven Flügelspiel. „Da haben wir leider nicht so wirklich viele Alternativen“, sagt der Coach. Daher wird sich an der Aufstellung der Speldorfer wohl wenig ändern. Stürmer Michael Andres steht zwar wieder zur Verfügung, kommt aber für einen Einsatz in der Startelf nicht in Frage.

Nach dem Duell gegen den Vierten geht es für den VfB mit dem Fünften weiter, es geht zum TSV Meerbusch. Das nächste Heimspiel steigt am 24. März gegen den 1. FC Monheim. Nach den beiden Unentschieden hoffen die Grün-Weißen endlich auf mehr. „Wir wollen am Sonntag die ersten drei Punkte zu Hause holen“, sagt Ryoji Ishikawa.

VfB Speldorf vergibt möglichen Sieg in Kleve

MÜLHEIM.   Erneutes 1:1-Unentschieden nach Rückstand. Klare Steigerung in der zweiten Halbzeit.

Auch im zweiten Pflichtspiel unter Trainer Ryoji Ishikawa erreichte der Fußball-Oberligist VfB Speldorf nach einem 0:1-Rückstand noch ein 1:1 (0:1)-Unentschieden. Im Gastspiel beim 1. FC Kleve wäre aber dank einer klaren Steigerung nach der Pause noch mehr drin gewesen.

„Wir hatten eine große Chance zu gewinnen“, meinte der Coach nach dem Schlusspfiff. Doch ähnlich wie am letzten Wochenende ließen die Mülheimer zum Schluss noch eine große Möglichkeit liegen. Zuvor hatten sie sich durch eine starke zweite Halbzeit den 1:1-Ausgleich durch Maxwell Bimpek verdient. „Wir waren deutlich besser, hatten sehr viel Ballbesitz“, erklärt Ishikawa.

Speldorfer Rückstand ab der zwölften Minute

Seine Mannschaft war seit der zwölften Minute einem Rückstand hinterhergelaufen. Der Gegentreffer war durch eine Unstimmigkeit zwischen Abwehr und Torwart Martin Hauffe entstanden. Kleves Stürmer Michel Wesendonk wurde praktisch angeschossen und musste nur noch danke sagen.

Durch die beiden 1:1-Unentschieden hat der VfB zwar die Gewissheit, in der Liga mithalten zu können, im Kampf um den Klassenerhalt helfen aber Unentschieden am Ende nicht weiter. Am Sonntag ist der VfB auf einen Abstiegsplatz zurückgefallen. „Die Liga ist sehr durcheinander im Moment“, findet „Georgi“ Ishikawa und spielt zum Beispiel auf den Sieg von Jahn Hiesfeld über Schonnebeck oder das Unentschieden des ETB Schwarz-Weiß Essen gegen den Tabellenzweiten Sportfreunde Baumberg an.

Drei Testspiele vor dem nächsten Liga-Einsatz

Am kommenden Wochenende ist für die Oberligisten karnevalsfrei, danach empfängt der VfB am 10. März daheim die SSVg Velbert. Seine Form überprüft der Oberligist zuvor noch mit drei Testspielen beim Rather SV (27. Februar, 19.30 Uhr), zu Hause gegen Ratingen 04/19 II (1. März, 19.30 Uhr) sowie – ebenfalls daheim – gegen die SG Unterrath (2. März, 13 Uhr)

1. FC Kleve –
VfB Speldorf 1:1 (1:0)

Tore: 1:0 Wesendonk (12. Minute), 1:1 Bimpek (74.)

Kleve: Taner – Van Brakel, Saidov, Dragovic, Duran – Kurikciyan (75. Unoki), Klein-Wiele, Haal, Forster – Hühner, Wesendonk (87. Altgen)

VfB: Hauffe – Weiß, Panz, Cömert, Bimpek, Akiyama (90.+2 McGregor) – Yussif (60. Ando), Nakaoka, Horiuchi (86. Naito), Schürings – Abe

Schiedsrichter: Fabian Spitzer (Homberg)

Zuschauer: 200

VfB Speldorf will ersten Eindruck bestätigen

MÜLHEIM.   Trainer Ryoji Ishikawa wird im schweren Auswärtsspiel beim 1. FC Kleve wohl die gleiche Elf auf den Rasen schicken wie am letzten Sonntag.

Der Start unter dem neuen Trainer war schon einmal vielversprechend, doch nach dem Unentschieden gegen den Tabellenletzten werden die Aufgaben für den Fußball-Oberligisten VfB Speldorf freilich nicht leichter. Beim auf Rang acht notierten 1. FC Kleve wollen die Mülheimer am Sonntag, 15 Uhr, aber nach Möglichkeit auch etwas Zählbares mitnehmen.

Viele haben sich in der abgelaufenen Woche gewundert: Ein Unentschieden gegen das Tabellenschlusslicht ein Erfolgserlebnis? Klingt im ersten Augenblick tatsächlich etwas unverständlich. Doch nach dem kompletten Umbruch in der Winterpause stand hinter der Leistungsfähigkeit des neuen VfB-Teams noch ein recht ordentliches Fragezeichen. Zudem hatte der FSV für seine Aufholjagd kräftig aufgerüstet.

Speldorfer kletterten sogar um einen Platz nach oben

Dementsprechend machte der Auftritt den VfB-Fans Mut und nahm denjenigen die Angst, die glaubten, dass die neue Mannschaft in der Oberliga-Rückrunde komplett chancenlos sein würde. Sie holte nicht nur den ersten Punkt, sondern kletterte in der Tabelle sogar um einen Platz nach oben. Der Rückstand auf die Abstiegsplätze bleibt mit einem Punkt aber dennoch minimal.

Diesen ordentlichen Eindruck müssen die Mülheimer nun natürlich bei einem noch besseren Gegner untermauern. Dabei sieht Trainer Ryoji Ishikawa vor allem im Defensivverhalten noch Verbesserungspotenzial. „Wir müssen noch besser verschieben und die Stürmer zum richtigen Zeitpunkt attackieren, damit der Gegner nicht zu leichten Chancen kommt“, sagt der Coach. Das dürfte im Duell gegen die Klever wichtig sein, die am vergangenen Sonntag immerhin ein 2:2-Unentschieden beim Tabellendritten 1. FC Bocholt erreichten – und das nach einem 0:2-Rückstand

Nur noch dreimal Training in dieser Woche

Nachdem er mit seiner Mannschaft in der Vorbereitung jeden Tag trainiert hatte, wurde das Pensum in dieser Woche auf drei Einheiten zurückgeschraubt. Aufgrund des Nachholspiels der A-Jugend fand die letzte davon am Donnerstagabend auch nur auf dem benachbarten Kleinfeld statt.

An der Aufstellung wird sich aller Voraussicht nach nicht viel ändern. Zum einen weil die elf Mann am vergangenen Sonntag ihre Sache unter dem Strich gut gemacht haben und zum anderen weil in der zweiten Reihe einige Spieler angeschlagen sind. Von den Eingewechselten konnte vor allem Shunya Ando auf sich aufmerksam machen, der in der Nachspielzeit des Spiels gegen den FSV Duisburg fast noch zum Speldorfer Siegtorschützen geworden wäre.

Andres und Zorlu kehren bald nach Speldorf zurück

In der nahen Zukunft bekommt der neue Coach dann sogar noch zwei Alternativen mehr an die Hand: Rückkehrer Michael Andres weilt noch bis zum 28. Februar im Hochzeitsurlaub. Nächste Woche soll dann mit Verteidiger Semih Zorlu ein weiterer Ex-Speldorfer aus seinem Auslandsjahr zurückkehren. Dann wäre der neue Kader des Oberligisten endgültig komplett.

1:1 in Speldorf – FSV legt Einspruch ein

Der FSV Duisburg hat nach dem 1:1-Remis beim VfB Speldorf Einspruch gegen die Spielwertung eingelegt.

„Wir haben gegen die Spielwertung beim 1:1 in Speldorf Einspruch eingelegt. Für alle Anwesenden war offensichtlich, dass der bereits mit der Gelben Karte vorbelastete Speldorfer Spieler mit der Nummer 10, Abe Yutaka, in der 30. Minute das Spielfeld verlassen hat. Einige Zeit später hat dieser Spieler, ohne Erlaubnis des Schiedsrichters, das Feld wieder betreten. Der Schiedsrichter-Assistent hob die Fahne und rief den Haupt-Schiedsrichter zu sich. Dieser schickte den Spieler mit der Nummer 10 vom Feld und er konnte sich dann erst regelkonform anmelden. Auf den Hinweis unseres Torhüters Tobias Ritz, dass es doch hierfür eine Verwarnung geben müsste, bekam er vom Schiedsrichter zur Antwort, „dass der genannte Spieler, der deutschen Sprache nicht mächtig sei und er Toleranz für den Vorfall zeigen würde“. Da die Fußballregeln international gültig sind und das Spiel bei einem Platzverweis des Spielers mit der Nummer 10 ganz anders hätte verlaufen können, erfolgte dieser Einspruch“, erklärt der FSV-Vorstand den Einspruch.

Der 24-jährige Yutaka lebt seit mehreren Jahren in Deutschland und spielte bis zum vergangenen Sommer beim FSV Luckenwalde in der Regionalliga Nordost. Seit dem 1. Januar repräsentiert er die Farben des VfB Speldorf.

„Das höre ich jetzt von Ihnen zum ersten Mal. Falls das wirklich so ist, dann wäre das von Seiten des FSV Duisburg sehr unsportlich. Wir haben uns 90 Minuten lang ein harten Fight geliefert und dann sollte da so eine kleine Szene nicht am Ende entscheidend sein. Der FSV hatte 90 Minuten Zeit uns auf dem Rasen zu besiegen“, sagt Rjoyi Ishikawa, Trainer des VfB Speldorf. Dass sein Landsmann Yutaka der deutschen Sprache nicht mächtig ist, kann der VfB-Coach bestätigen: „Er ist zwar schon ein paar Jahre hier, hat aber die Sprache nie gelernt. Er kann ein paar Brocken Deutsch, mehr aber auch nicht.“

Auftakt macht Lust auf mehr

MÜLHEIM.   Im ersten Pflichtspiel nach dem Umbruch weiß der VfB zu gefallen. Am Ende freut er sich über ein 1:1 – nur der Coach ist nicht zufrieden.

Mit weit ausgebreiteten Armen lief André Panz nah der Tribüne vorbei und schrie dabei seinen Jubel vorbei. Es wirkte, als wäre dem VfB Speldorf gerade das entscheidende Tor zur Meisterschaft gelungen, dabei war es bloß das 1:1 im ersten Spiel nach der Winterpause. Aber es war der erste VfB-Treffer nach dem großen Umbruch im Winter und er bescherte dem Oberligisten gleich noch einen Punkt im Heimspiel gegen den FSV Duisburg.

Glückwünsche zum Punktgewinn nahm Speldorfs neuer Trainer Ryoji Ishikawa aber nicht an. „Es hätten drei sein müssen, wir haben mehr Chancen gehabt“, meinte der Coach. Das sah Christian Mikolajczak, der bis vor zwei Monaten noch beim VfB an der Seitenlinie stand naturgemäß ein bisschen anders. „Die haben doch in der ersten Halbzeit schon auf Zeit gespielt. In der zweiten Halbzeit hatten wir gefühlt 90 Prozent Ballbesitz“, so Mikolajczak.

FSV schlägt wenig Kapital aus der Überlegenheit

Der FSV-Coach musste aber auch eingestehen, dass seine Mannschaft aus diesem Übergewicht herzlich wenig Kapital geschlagen hatte. Lediglich Meik Kuta (71./77.) hatte zwei dicke Chancen für die Gäste. Auf der anderen Seite hatten die VfB-Fans bei einem Schuss von Barkin Cömert (59.) schon den Torschrei auf den Lippen, ein Freistoß von Kapitän André Panz strich nur knapp über die Latte (76.) und in der Nachspielzeit war es der eingewechselte Shunya Ando, der beinahe noch für den Lucky Punch der Hausherren gesorgt hätte. Sein Schuss ging aber knapp links am Tor des früheren Speldorfers Tobias Ritz vorbei.

So blieb es bei der Punkteteilung, mit der die Mülheimer deutlich besser leben können als das Schlusslicht aus Duisburg. Die Führung für den FSV hatte ausgerechnet Esad Morina besorgt, der erst fünf Minuten zuvor für den verletzten Güngör Kaya (Schulter ausgekugelt) ins Spiel gekommen war. Die lange Verletzungspause hatte den zuvor guten VfB aus dem Tritt gebracht. In der 42. Minute konnte Tobias Ritz dann zwar den Schuss von Yutaka Abe abwehren, gegen den Nachschuss von Fabian Schürings aus spitzem Winkel war er aber machtlos.

Neuer VfB-Coach sieht Weiterentwicklung seiner Elf

Wenngleich Ryoji Ishikawa mit dem Ergebnis nicht zufrieden war, so sieht er seine Mannschaft dennoch auf dem richtigen Weg. In 22 Trainingseinheiten und 150 Laufkilometern habe er sein Team fit für die Oberliga gemacht. „Ich sehe, dass die Mannschaft sich weiterentwickelt und bin davon überzeugt, dass es noch besser geht“, gab der Coach nach dem Spiel zu Protokoll.

Die nächste Chance, das zu beweisen, hat der VfB im Auswärtsspiel beim 1. FC Kleve am kommenden Sonntag. Das nächste Heimspiel steigt am 10. März gegen die SSVg Velbert. Dazwischen gibt es am 27. Februar, 19.30 Uhr noch einen Test beim Rather SV.

VfB Speldorf –
FSV Duisburg 1:1 (1:1)

Tore: 0:1 Morina (31. Minute), 1:1 Schürings (42.)

VfB: Hauffe – Weiß, Panz, Bimpek, Cömert, Akiyama – Yussif (69. Fatni), Horiuchi (88. Naito), Nakaoka, Schürings (61. Ando) – Abe

FSV: Ritz – Abrosimov, Corovic, Müller, Kocaoglu (46. Sindi) – Karpuz – Kuta, Serdar, Matten – Kaya (26. Morina), Akca (80. Cakmakci)

Schiedsrichter: Florian Heien (Xanten)

Zuschauer: 450

Das ist der neue VfB Speldorf

MÜLHEIM.   Mit einem runderneuerten Team treffen die Mülheimer am Sonntag ausgerechnet auf ihren Ex-Coach Christian Mikolajczak.

Wenn am Sonntag, 15 Uhr, in der Fußball-Oberliga Niederrhein der VfB Speldorf und der Tabellenletzte FSV Duisburg zum Auftakt der Restrunde an der Saarner Straße aufeinandertreffen, haben die beiden Mannschaften mit denen aus der Hinrunde fast nichts mehr gemein. Bei beiden Teams gab es Umbrüche, so dass einer der beiden Trainer nun auf der anderen Seite steht.

Christian Mikolajczak schmiss im Dezember bei den Speldorfer hin und heuerte wenige später beim FSV an. Sein früher Co-Trainer Hikmet Canakci, Ersatztorwart Marcin Michalak, die Verteidiger Arman Corovic und Kevin Müller sowie Stürmer Esad Morina folgten dem Coach bekanntlich an die Warbruckstraße.

Fünf Verbliebene treffen auf vier Rückkehrer

Nicht nur diese Abgänge sorgten in Speldorf für einen Umbruch, der diesen Namen wirklich verdient hat. Aus dem Kader der Hinrunde sind gerade einmal fünf Spieler beim VfB geblieben, der Rest ist neu. „Es ist natürlich ein Vorteil, dass sie die Liga kennen“, sagt der neue Trainer Ryoji Ishikawa über André Panz, Maxwell Bimpek, Ryota Nakaoka, Fabian Schürings und Abdul-Rahman Isshak Yussif. Eine Stammplatzgarantie bedeutet das natürlich nicht.

Ebenso wenig für die vier Rückkehrer. Torwart Martin Hauffe, Innenverteidiger Semih Zorlu, Außenverteidiger Lukas Weiß und Stürmer Michael Andres nehmen einen zweiten Anlauf in Speldorf, im Fall von Hauffe sogar einen dritten. Nachdem die Verpflichtung von Kenneth Christopher Hersey vom TV Jahn Hiesfeld platzte, dürfte Hauffe den Posten der Nummer eins sicher haben.

Verteidiger Barkin Cömert als wichtige Stütze

Insgesamt 17 Neue kamen in der Winterpause nach Speldorf. Dass sich Ishikawa von Beginn an auf diese Herausforderung einließ, war einer der Gründe, weshalb sich der sportliche Leiter Oliver Röder schon vor Silvester mit dem 41-Jährigen einig war. Die begrenzten Möglichkeiten sind dem neuen Linienchef bekannt. „Alles, was wir machen konnten, haben wir gemacht“, sagt Ishikawa.

Er kann nun auf 22 Spieler zurückgreifen, jede Position ist also exakt doppelt besetzt. In der Abwehr dürfte der aus Straelen gekommene Barkin Cömert eine Stütze werden. „Er ist auf jeden Fall eine wichtige Unterstützung für uns“, sagt Ishikawa. Auch Stürmer Yutaka Abe, der zuletzt in der Regionalliga Nordost für Luckenwalde gespielt hat, machte nach längerer Verletzungspause einen guten Eindruck im letzten Testspiel. Am ehemaligen Baumberger Stürmer Mohamed Fatni fanden Beobachter schon im Duell gegen Wesel-Lackhausen Gefallen.

Neuer Trainer glaubt fest an den Klassenerhalt

Mit dieser zusammengewürfelten Truppe den Klassenerhalt zu schaffen, ist zumindest kein leichtes Unterfangen. Doch der neue Trainer glaubt fest daran. „Auf jeden Fall“, sagt er mit Nachdruck auf die Frage, ob er an den Klassenerhalt glaubt. Mit diesem Ziel ist er beim VfB angetreten.

Dank der drei Punkte vor der Winterpause und dem damit verbundenen Sprung auf einen Nicht-Abstiegsplatz ist dieses Unterfangen auch nicht komplett ausgeschlossen.

Ordentliches Heimdebüt des neuen VfB

MÜLHEIM.   Speldorf schlägt Wesel-Lackhausen, hat aber viel Arbeit vor sich. Auch Janis Timm und Co-Trainer Paczulla sind weg. Lukas Weiß kehrt zurück.

„Kennt einer den Neuner? Wer ist denn die 15?“ So ging es am Sonntag laufend auf dem Sportplatz an der Saarner Straße. Im Testspiel gegen den Landesligisten PSV Wesel-Lackhausen bekamen die Speldorfer ihre Mannschaft erstmals wieder daheim zu sehen – und mussten sich an jede Menge neue Gesichter gewöhnen.

Denn aus dem Kader der Hinrunde bleiben immer weniger übrig. Nach Kai Gröger hat sich nun auch noch Janis Timm (wohl zum DSV 1900) verabschiedet. Auch Co-Trainer Dustin Paczulla hat auf den Weggang der beiden Torhüter reagiert und wird sich in Zukunft vor allem auf seine Hauptaufgabe als Nachwuchstorwarttrainer bei Rot-Weiß Oberhausen konzentrieren.

US-Torwart spielte schon im Sommer beim VfB vor

Im Tor standen am Sonntag beim knappen 1:0 (1:0)-Sieg Talha Bayram (21) und Kenneth Hersey (24.). Bayram spielte zuletzt für den FSV Duisburg, der Amerikaner Hersey bot sich schon im Sommer beim VfB und überzeugte. Allerdings gab es Probleme mit seiner Spielberechtigung. Später wechselte er zu Jahn Hiesfeld. Im Gespräch ist aber auch noch Ex-Keeper Martin Hauffe, aktuell beim ETB Schwarz-Weiß Essen.

In der Abwehr gibt es auf jeden Fall einen alten Bekannten. Lukas Weiß kommt zurück. Der 27-Jährige absolvierte zwischen 2013 und 2015 insgesamt 37 Spiele für die Speldorfer. Zuletzt spielte er für Hönnepel-Niedermörmter in der Landesliga.

Gute Szenen von Neuzugang Fatni als Mittelstürmer

Ebenfalls aus der Landesliga, nämlich vom Duisburger SV 1900, kommt Christopher Brors, der am Sonntag im Mittelfeld auflief. Er absolvierte in der Hinrunde 14 Spiele für die Duisburger. Für Kalkum-Wittlaer lief er 2016/2017 sogar schon 17-mal in der Oberliga auf.

Auf der Mittelstürmerposition wusste Mohamed Fatni zu gefallen. Der Angreifer spielte zuletzt für die zweite Mannschaft der Sportfreunde Baumberg in der Bezirksliga. Auch wenn er am Sonntag ohne Torerfolg blieb (den Treffer erzielte Ken Akiyama), so hatte er doch einige gute Szenen. Trainer Ryoji Ishikawa vermisste dennoch Rückkehrer Michael Andres. Auch wenn sein Ex-Klub GSG Duisburg eine horrende Ablöse aufgerufen haben soll, ist die Rückkehr des Angreifers zum VfB wohl unter Dach und Fach.

Neu-Trainer Ishikawa spricht noch von „Chaos“

Mit Yutaka Abe (24) hat sich ein weiterer Japaner dem VfB angeschlossen. Aufgrund seiner nicht gerade überragenden Körpergröße kommt er vor allem für die offensive Außenbahn in Frage. In der vergangenen Saison spielte er 21-mal in der Regionalliga Nordost für den FSV Luckenwalde.

Neu-Trainer Ishikawa weiß, wieviel Arbeit vor dem Start der Rückrunde noch auf ihn wartet. „Im Moment ist es noch ein ganz schönes Chaos“, sagte der Coach nach dem Spiel. Mit den ersten Eindrücken war er aber zufrieden. Am Donnerstagabend spielen die Mülheimer um 19.30 Uhr beim Landesliga-Schlusslicht Sportfreunde Königshardt.