Für Speldorf wird die Luft dünn

MÜLHEIM.   VfB verliert trotz Überlegenheit gegen schwacher Hildener und verliert im Abstiegskampf weiter an Boden. Kritik am Trainer wird lauter.

Für den VfB Speldorf wird die Luft im Tabellenkeller der Fußball-Oberliga immer dünner. Am Sonntag verloren die Mülheimer trotz anhaltender Überlegenheit auch das fünfte Spiel in Folge – 1:3 (1:2) gegen den VfB Hilden. Da die Konkurrenten Hiesfeld und Düsseldorf-West (0:0 gegeneinander) punkteten und Schwarz-Weiß Essen sogar gewann (2:0 gegen Kleve) wächst der Rückstand für den VfB als nun Tabellenvorletzter immer weiter an.

Mit Blick auf das Restprogramm hätten die Speldorfer dieses Heimspiel gewinnen müssen. Mit Blick auf den Spielverlauf auch. Doch zweimal bekamen die Hausherren eine Standardsituation einfach nicht geklärt. Fabian zur Linden (9.) und Timo Kunzl (25.) bekamen den Ball quasi auf dem Silbertablett serviert.

Schürings bedient Andres zum zwischenzeitlichen 1:1

Zwischendurch hatte Michael Andres einen starken Steilpass von Fabian Schürings zum 1:1 verwertet. Der VfB Speldorf war auch über weite Strecken der ersten aber vor allem in der zweiten Halbzeit das dominierende Teams. Bloß Torchancen spielten sich die Mülheimer keine heraus.

Das Bemühen konnte man den Gastgebern nicht absprechen, doch es fehlte an der richtigen Idee sowie hie und da auch schlicht an der Qualität. Erst kurz vor Schluss bekamen die Mülheimer noch zwei Schusschancen, aber nicht einmal das Unentschieden wollte ihnen noch gelingen. Stattdessen machte der eingewechselte Tim Tiefenthal alles klar.

„Zu seriös“: Ishikawa vermisst die nötige Cleverness

„Bei den Standards fehlte es uns an der notwendigen Körpersprache“, meinte Trainer Ryoji Ishikawa hinterher. Außerdem habe seine Mannschaft stellenweise „zu seriös“ gespielt. Es fehle auch die nötige Cleverness in manchen Spielszenen. Angesichts der tabellarischen Situation möchte der Coach noch nicht die weiße Flagge hissen. „Ich denke noch nicht an die Zukunft, nur an die aktuelle Situation“, sagt er.

Intern wird die Kritik am Trainer immer lauter. Unwahrscheinlich, dass der VfB noch in dieser Saison handeln wird, schließlich hat Ishikawa dem Verein im Winter finanziell und mit der Verpflichtung etlicher Spieler aus der Patsche geholfen. Dennoch verdichten sich die Anzeichen, dass die Zusammenarbeit nach dem Ablauf der aktuellen Saison enden könnte. Während sich der Coach selbst dazu ausweichend äußerte, gab es vom Verein dazu am Sonntag keine Aussage.

VfB Speldorf –
VfB 03 Hilden 1:3 (1:2)

Tore: 0:1 Zur Linden (9.), 1:1 Andres (13.), 1:2 Kunzl (25.), 1:3 Tiefenthal (90.+1)

Speldorf: Hauffe – Weiß, Bimpek, Zorlu, Akiyama (89. Naito) – Horiuchi, Nakaoka – Ando, Cömert (80. Wölfer), Schürings (62. Inoue) – Andres

Hilden: Oberhoff – Metz, Zur Linden, Härtel, Percoco – Demir, Schaumburg – Di Gaetano (80. Tiefenthal), Kunzl (90.+1 Ilkwon) – Alexandris, Weber (72. Mambasa)

Schiedsrichter: Maik Henkies (Essen)

Zuschauer: 130

Spätes Speldorfer Strohfeuer

MÜLHEIM.   VfB bleibt auch im sechsten Spiel des Jahres sieglos – und das verdient. Gegner Schonnebeck hätte die Partie früher entscheiden müssen.

Erst auf den letzten Metern kam noch einmal Spannung in die Fußball-Oberliga-Partie, weil beim Gastgeber Spvg Schonnebeck angesichts einer nur noch knappen Führung plötzlich die Nerven blank lagen und weil der VfB Speldorf plötzlich doch noch auf einen Punkt hoffte, der nicht verdient gewesen wäre. Die Hausherren brachten das aus ihrer Sicht zu knappe 3:2 (2:1) über die Zeit.

„Das Ergebnis ist gerecht. Unsere Leistung reichte nicht aus, um einen Punkt mitzunehmen“, musste Speldorfs Trainer Ryoji Ishikawa hinterher anerkennen. Der Coach hatte in Schonnebeck erstmals wieder auf eine Viererkette gesetzt. „Dass Semih Zorlu die Kette sofort leiten muss, ist natürlich schwer“, findet Ishikawa. Der Rückkehrer war bemüht, fügte sich als Antreiber und Organisator ein, spätestens in der zweiten Hälfte gingen dem früheren Kapitän aber die Kräfte aus.

Frühe Gegentore brechen Speldorf das Genick

Wenn eine gegen den Abstieg kämpfende Mannschaft eines nicht braucht, dann sind es frühe Gegentore. Und dennoch klingelte es in Hälfte sechs nach nicht einmal sechs und im zweiten Durchgang nach nicht einmal fünf Minuten. Das 1:0 durch einen Abstauber von Marius Müller konnte Abdul-Rahman Yussif mich einem Flachschuss ins rechte Ecke noch ausgleichen (16.), zur Pause führte aber wieder das Heimteam. Ausgerechnet der beim TuSpo Saarn groß gewordene Simon Skuppin traf ins lange Eck.

Kurz nach dem Wiederanpfiff entschied Damian Bartsch dann praktisch die Partie. Sein Schuss ins rechte untere Eck war nicht unhaltbar. Bis auf eine Halbchance von Tetsu Horiuchi (54.) und einen harmlosen Yussif-Schuss (66.) blieben die Gäste vorne ungefährlich. Auf der anderen Seite hatte Mohamed Cisse das 4:1 auf dem Fuß, vergab aber leichtfertig (74.).

Starker Freistoß von Horiuchi läutet Endphase ein

Erst ein starker Freistoß von Horiuchi, den Schonnebecks Schlussmann Stefan Jaschin ebenso stark aus dem Winkel fischte, wachten die Speldorfer noch einmal auf. Maxwell Bimpek köpfte dann kurz darauf den Anschlusstreffer. „Dann brennt es plötzlich lichterloh, man wird unsicher und es gibt Standards, die gefährlich werden können“, sagte Schonnebecks Trainer Dirk Tönnies hinter. Der Coach der Spvg stellt aber auch klar: „Der Ausgleich wäre unverdient gewesen.“

Seine Sorgen waren am Ende unbegründet. Der VfB bleibt auch im sechsten Spiel im Jahr 2019 ohne Sieg.

Spvg Schonnebeck –
VfB Speldorf 3:2 (2:1)

Tore: 1:0 Müller (6.), 1:1 Yussif (16.), 2:1 Skuppin (23.), 3:1 Bartsch (50.), 3:2 Bimpek (81.)

Spvg: Jaschin – Ketsatis, Ogrzall, Gutkowski – Refai (72. Bosnjak), Yerek (66. Heppke), Denker, Skuppin – Bartsch – Müller, Cisse (84. Oteng Adjei)

VfB: Hauffe – Weiß, Bimpek, Zorlu (88. Wölfer), Akiyama – Horiuchi, Nakaoka – Yussif (72. Schürings), Abe (76. Naito), Ando – Andres

Schiedsrichter: Dustin Sperling (Leichlingen)

Zuschauer: 214

Paukenschlag: Kapitän André Panz nicht mehr im VfB-Kader

MÜLHEIM.   Unstimmigkeiten mit Trainer Ishikawa. 30-Jähriger läuft am Sonntag in der Kreisliga B auf. Speldorf kehrt in Schonnebeck zur Viererkette zurück.

Nächste personelle Überraschung beim VfB Speldorf: Kapitän André Panz gehört vor dem Auswärtsspiel am Sonntag, 15 Uhr, bei der Spvg Schonnebeck nicht mehr dem Kader des Fußball-Oberligisten an.

Offenbar gab es schon länger Unstimmigkeiten mit Trainer Ryoji Ishikawa. Ein Vorfall im Training am Dienstag mit einem Mitspieler brachte beim 30-Jährigen aber das Fass zum überlaufen. „So geht man nicht mit dem Kapitän um, leider hat der Trainer überhaupt nicht eingegriffen“, schildert Panz.

Kein Platz mehr für Panz in der Viererkette?

Der Coach sprach zwar auch von Unstimmigkeiten, begründete die Trennung aber auch damit, dass er beim Wechsel zur Viererkette keinen Platz mehr für Panz sieht. Als Linksverteidiger ist Lukas Weiß gesetzt. „Er hat sehr viel für die Mannschaft geleistet“, bedauert Ishikawa die Entscheidung.

Die unterschiedlichen Sichtweisen belegen, dass eine Zusammenarbeit von Trainer und Kapitän nicht mehr funktioniert. Dem Verein möchte der 30-Jährige trotzdem treu bleiben. Am Mittwoch trainierte er bereits in der zweiten Mannschaft und will am Sonntag auch in der Kreisliga B im Spiel gegen Union 09 auflaufen. Zur neuen Saison übernimmt er gemeinsam mit Janis Timm als Trainer die B-Jugend in der Leistungsklasse.

Rückkehrer Semih Zorlu ersetzt gesperrten Cömert

Wer neuer Kapitän der Speldorfer wird, ist noch unklar. Ishikawas erster Kandidat Barkin Cömert ist am Sonntag aufgrund seiner Gelb-Roten Karte gesperrt. Torhüter Martin Hauffe oder Ryota Nakaoka könnten am Sonntag in Schonnebeck interimsweise die Binde tragen.

Klar ist, dass Ishikawa beim Gastspiel in Essen zur Viererabwehrkette zurückkehren wird. Den Platz von Cömert wird Rückkehrer Semih Zorlu einnehmen. Tetsu Horiuchi, der am vergangenen Sonntag doch noch nicht von Beginn an ‘ran durfte, wird auf der Sechserposition neben Ryota Nakaoka spielen.

Abwehr des VfB Speldorf bleibt zu löchrig

MÜLHEIM.   Im Heimspiel gegen Monheim sind die Speldorfer unter dem Strich chancenlos. Trainer fordert mehr Diszpilin im Training ein.

Auch im fünften Spiel nach der Winterpause wartet der Fußball-Oberligist VfB Speldorf noch auf den ersten Sieg. Schlimmer noch: Im Gegensatz zum bitteren Last-Minute-1:2 am vergangenen Sonntag hatten die Hausherren im Heimspiel gegen den 1. FC Monheim nicht einmal eine echte Siegchance.

„Es tut nicht so weh wie letzte Woche“, versuchte Trainer Ryoji Ishikawa wenigstens etwas Positives an der Niederlage zu finden. Allerdings konnte auch er nicht verhehlen, dass seine Abwehr trotz Fünferkette noch immer nicht sattelfest ist. „Wir dürfen nicht so einfach den Ball im Zentrum verlieren“, sagte Ishikawa an die Adresse von Barkin Cömert, der zu allem Überfluss in Halbzeit zwei auch noch die Gelb-Rote Karte sah.

Rückkehrer Andres besorgt den schnellen Ausgleich

Auch die Abseitsfalle funktionierte ähnlich gut wie in Meerbusch. Nämlich gar nicht. Nach einer Viertelstunde stand es bereits 1:2, weil Rückkehrer Michael Andres schnell auf den ersten Rückstand geantwortet hatte. Mit mehreren Chancen war er einer der Lichtblicke an diesem Sonntag.

Mit dem 1:3 kurz vor der Pause war das Spiel praktisch entschieden. Die Speldorfer hatten keine wirklichen Chancen mehr, um noch einmal ins Spiel zurückzukommen. Monheim hätte wesentlich früher alles klar machen können, die Gäste scheiterten aber zweimal an Martin Hauffe im VfB-Tor. Erst in der 90. Minute fiel doch noch das 1:4 durch den eingewechselten Aleksic.

„Wir brauchen mehr Intensität und Disziplin“

VfB-Trainer Ishikawa ist nach wie vor von der Qualität seiner Mannschaft und damit vom Klassenerhalt überzeugt. Allerdings muss dazu ein Umdenken in der Mannschaft stattfinden. „Wir brauchen wieder mehr Intensität und Disziplin im Training“, sagt der Coach vielsagend. Offenbar haben zuletzt vor allem die Stammspieler die Zügel schleifen lassen. „Die Stimmung ist nicht gut“, gestand der Coach sogar.

Das muss sich schleunigst ändern, sonst gibt es für die Mülheimer beim Vorjahreszweiten Schonnebeck am kommenden Sonntag auch nicht viel zu holen. Ein Duell auf Augenhöhe kündigt sich dann erst im nächsten Heimspiel am 7. April gegen den VfB Hilden an. Spätestens dann benötigen die Mülheimer den ersten Sieg im Jahr 2019, wenn sie im Kampf um den Klassenerhalt noch ein ernsthaftes Wörtchen mitreden wollen.

VfB Speldorf –
1. FC Monheim 1:4 (1:3)

Tore: 0:1 Schiffer (7.), 1:1 Andres (10.), 1:2 Salau (15.), 1:3 Bastas (40.), 1:4 Aleksic (90.)

VfB: Hauffe – Weiß, Panz (46. Horiuchi), Cömert, Bimpek, Akiyama (87. McGregor) – Yussif (67. Wölfer), Nakaoka, Ando, Abe – Andres

Monheim: Kultscher – Salau, Schiffer, Intven (73. Osawe), Kosmala – Nolte, Lippold, Lehnert, Hombach (68. Nosel), Labusga – Bastas (46. Aleksic)

Gelb-Rote Karte: Cömert (VfB/67., wiederholtes Foulspiel)

Rote Karte: Kosmala (1. FC/78., Notbremse)

Schiedsrichterin: Isabel Steinke (Tönisvorst)

Zuschauer: 204

Last-Minute-Niederlage für den VfB Speldorf

MÜLHEIM.   Bis zur 87. Minute führen die Mülheimer beim Tabellenfünften, Meerbusch gleicht noch aus und trifft in der Nachspielzeit sogar noch zum 2:1.

Eine knappe Viertelstunde lang sah es danach aus, als würden die Oberliga-Fußballer des VfB Speldorf zum ersten Mal in diesem Jahr als Sieger vom Platz gehen. Doch in den Schlussminuten ließen sie sich nicht nur den Sieg, sondern Punkte vom Brot nehmen. Der TSV Meerbusch gewann noch mit 2:1 (0:0).

„So kurz vor Schluss, das tut natürlich weh“, meinte Trainer Ryoji Ishikawa nach dem Spiel, das seine Mannschaft niemals hätte verlieren brauchen. Am Ende steht der VfB aber zum zweiten Mal hintereinander mit leeren Händen da. Da half auch eine Leistungssteigerung gegenüber dem Heimspiel gegen Velbert unter dem Strich nicht weiter. „Gute Leistungen bringen eben keine Punkte“, weiß Ishikawa.

McGregor und Ando erstmals in der Startelf

Dabei waren die Mülheimer, bei denen Coby McGregor und Shunya Ando erstmals in der Startelf standen, so kurz davor. In der 73. Minute traf Yutaka Abe nach einem Steilpass von Michael Andres zum 1:0 und belohnte den VfB für eine gute zweite Halbzeit. „Wir haben aus dem Spiel heraus eigentlich gar nichts zugelassen“, meinte Kapitän André Panz.

Etwa zehn Minuten vor dem Ende hatte der eingewechselte Michael Andres nach einem Querpass von Shunya Ando die Riesenchance, eine Vorentscheidung herbeizuführen. Aus etwa elf Metern schoss er aber den gegnerischen Torwart an.

Ausgleich fällt nur drei Minuten vor Schluss

Stattdessen kassierten die Speldorfer drei Minuten vor dem Ende das 1:1. Kevin Dauser bekam den Ball in den Rücken der Abwehr gespielt, traf ihn noch nicht einmal richtig und dennoch ging das Leder wenige Zentimeter am Fuß von Speldorfs Keeper Martin Hauffe vorbei . „Wir sind noch unerfahren, aber wir müssen das Spiel dann besser kontrollieren“, meinte Trainer Ishikawa, der sich zu diesem Zeitpunkt wenigstens noch den einen Zähler für sein Team gewünscht hätte.

Doch auch der kam den Gästen noch abhanden, weil die Abwehr schlecht auf Abseits spielte. Der eingewechselte Alexander Maas stand plötzlich frei vor Hauffe und traf in der Nachspielzeit zum 2:1 für Meerbusch. Direkt danach pfiff der Schiedsrichter die Partie ab.

„Jetzt gucken wir uns natürlich wieder doof an“

„Kämpferisch war das heute eine sehr gute Leistung, ich bin echt stolz auf die Truppe“, meinte Kapitän André Panz und fügte hinzu: „Wären die letzten drei, vier Minuten nicht gewesen, wären wir als Sieger vom Platz gegangen. So gucken wir uns natürlich wieder doof an. Wir müssen weitermachen, jedes Spiel bleibt ein Endspiel.“

Am kommenden Sonntag kommt der 1. FC Monheim an die Saarner Straße.

TSV Meerbusch –
VfB Speldorf 2:1 (0:0)

Tore: 0:1 Abe (73.), 1:1 Dauser (87.), 2:1 Maas (90.+1)

TSV: Kampmann – Hoff, Van den Bergh, Anyomi, Rott – Dowidat, Balci (66. Dauser), Reinert, Terada, Purisevic – Harouz (21. Dohmen/83. Maas)

VfB: Hauffe – Weiß, Panz, Bimpek, McGregor, Akiyama (89. Naito) – Yussif (75. Inoue), Nakaoka, Ando, Schürings (62. An­dres) – Abe

Schiedsrichter: Alexander Busse (Witzhelden)

Zuschauer: 150

Velbert zeigt VfB die Grenzen auf

MÜLHEIM.   Nach torloser erster Hälfte spielen die Speldorfer gegen den Wind und kassieren innerhalb von 20 Minuten drei Gegentore.

Selbst das bloße Ausführen von Freistößen war an diesem Sonntag so eine Sache. Kapitän André Panz versuchte mehrfach, das Spielgerät mit der Hand auf der Stelle festzuhalten, doch einen ruhenden Ball ließ der Wind schlichtweg nicht zu. Während andere Oberliga-Begegnungen abgebrochen oder gar nicht erst angepfiffen wurden, konnte das Duell des VfB Speldorf gegen die SSVg Velbert aber einigermaßen geordnet über die Bühne gehen. Das Wetter war also nicht der Hauptgrund, weshalb die Mülheimer Fußballer auch im dritten Spiel in diesem Kalenderjahr sieglos blieben. Sie unterlagen den Velbertern verdient mit 1:3 (0:0).

„Wir sind mit den Windbedingungen in der zweiten Halbzeit nicht zurechtgekommen“, meinte Kapitän André Panz. Seine Mannschaft musste im zweiten Durchgang gegen den Wind spielen und verlor die Augenhöhe aus der ersten Halbzeit. Zudem hatte Trainer Ryoji Ishikawa in der Pause von Fünfer- auf Viererkette umgestellt. „Die Lücken sind dann sehr groß geworden und Velbert hat das mit seiner Qualität dann gut ausgenutzt“, meinte der Kapitän. Der Trainer widersprach: „Die ersten beiden Tore hatten damit nichts zu tun. Das waren Eins-gegen-eins-Situationen.“

Speldorfer bekommen zwei Situationen nicht geklärt

Zweimal bekamen die Speldorfer Situationen im eigenen Strafraum nicht rechtzeitig geklärt. Beim ersten Mal bedankte sich Felix Haas, beim zweiten Mal versuchte Keeper Martin Hauffe am zweiten Pfosten noch zu retten, was nicht mehr zu retten war – der zur Pause eingewechselte Oguzhan Coruk war schneller am Ball. Das 3:0 resultierte aus einem langen Ball, den Aliosman Aydin über Hauffe hinweg ins Tor schlenzte. Das Stellungsspiel der Speldorfer Innenverteidiger ließ in dieser Situation zu Wünschen übrig.

Den Mülheimern gelang in der 72. Minute noch der Ehrentreffer durch den fleißigen Mittelstürmer Yutaka Abe, doch echte Spannung hätte nur ein zweites Speldorfer Tor in die Partie bringen können. „Ich habe schon noch daran geglaubt, sonst hätte ich ja nicht so gewechselt“, meinte Trainer Ishikawa. Doch auch die beiden Debütanten Michael Andres und Hirmasa Inoue konnten keine Aufholjagd mehr initiieren.

Kapitän André Panz: „Sehen jedes Spiel als Endspiel“

Für die Mülheimer wird die nächste Auswärtsaufgabe nicht leiter, denn es geht zum Tabellenfünften TSV Meerbusch. „Wir müssen das Spiel jetzt abhaken und nächste Woche von neuem beginnen. Wir sehen jetzt jedes Spiel als Endspiel“, sagte Kapitän André Panz nach dem Schlusspfiff. Der VfB bleibt auf dem drittletzten Platz.

VfB Speldorf –
SSVg Velbert 1:3 (0:0)

Tore: 0:1 Haas (50.), 0:2 Coruk (63.), 0:3 Aydin (66.), 1:3 Abe (72.)

VfB: Hauffe – Weiß, Panz, Cömert, Bimpek, Bang (60. Andres) – Yussif (80. Inoue), Nakaoka, Akiyama, Schürings (68. Ando) – Abe

SSVg: Sprenger – Mondello (85. Atiye),
Abdel Hamid, Haas, Schiebener – Spinrath, Wagener – Machtemes (74. Kubina), Talarski, Nnaji (46. Coruk) – Aydin

Schiedsrichter: Torsten Schwerdtfeger (Essen-Frintrop)

Zuschauer: 125

VfB Speldorf hofft auf ersten Heimerfolg in diesem Jahr

MÜLHEIM.   Gegner Velbert blieb 2019 bislang ohne Punkt und Tor. Auf dem Flügel fehlt dem Mülheimer Oberligisten allerdings die nötigen Alternativen.

Nach dem Schlusslicht FSV Duisburg und dem Tabellenachten 1. FC Kleve werden die Hürden für den Fußball-Oberligisten VfB Speldorf nun mit der auf Rang vier notierten SSVg Velbert immer ein Stück höher. Dennoch haben die Mülheimer ihrem Heimspielgegner am Sonntag (15 Uhr, Saarner Straße) in diesem Kalenderjahr etwas voraus.

Zwar klingt die Bilanz zweier 1:1-Unentschieden nicht unbedingt berauschend, rückblickend wären die Velberter aber wohl froh, wenn sie mit diesen Ergebnissen ins neue Jahr gestartet wären. Stattdessen stehen sie nach einem 0:1 gegen die TuRU Düsseldorf und einem 0:2 gegen den 1. FC Bocholt noch ohne Punkt und ohne eigenen Treffer da. Zudem fehlen den Gästen drei Spieler, die wegen eines Platzverweises gesperrt sind. Manuel Schiebener und Pascale Talarski sitzen an der Saarner Straße ihre Gelb-Rot-Sperre ab, Leroy-Jacques Mickels muss sogar noch länger zuschauen.

zwei der drei geplanten Testspiele fielen ins Wasser

Dennoch weiß VfB-Trainer Ryoji Ishikawa freilich um die Stärke des kommenden Gegners. Die SSVg ist schließlich nicht durch reinen Zufall auf den vierten Platz gekommen. „Da sind viele Spieler mit Regionalliga-Erfahrung dabei“, weiß der VfB-Coach, der den Kader seines Kollegen Alexander Voigt noch einmal eingehend studiert hat. „Viele jüngere Spieler waren in der Ausbildung bei der Fortuna oder in Mönchengladbach. Das wird für uns schwer genug“, weiß er.

Zumal in der zweiwöchigen Pause seit dem letzten Ligaspiel zwei der drei geplanten Testspiele ausgefallen sind. Trainer Ishikawa hatte vor den Duellen gegen Düsseldorfer Teams offenbar die Karnevalszeit unterschätzt. Das Spiel gegen den Bezirksliga-Spitzenreiter Ratingen 04/19 II endete auch nur mit einem 2:2 (0:2)-Unentschieden. Enoch Wölfer und Yutaka Abe glichen einen 0:2-Rückstand noch auf. „Einen Klassenunterschied haben wir leider nicht zeigen können“, sagte Ryoji Ishikawa . Auch die beiden Gegentore ärgerten den Coach maßlos.

Wenig Alternativen auf dem Speldorfer Flügel

In den beiden Wochen seit dem Duell in Kleve arbeiteten die Mülheimer vor allem an ihrem offensiven Flügelspiel. „Da haben wir leider nicht so wirklich viele Alternativen“, sagt der Coach. Daher wird sich an der Aufstellung der Speldorfer wohl wenig ändern. Stürmer Michael Andres steht zwar wieder zur Verfügung, kommt aber für einen Einsatz in der Startelf nicht in Frage.

Nach dem Duell gegen den Vierten geht es für den VfB mit dem Fünften weiter, es geht zum TSV Meerbusch. Das nächste Heimspiel steigt am 24. März gegen den 1. FC Monheim. Nach den beiden Unentschieden hoffen die Grün-Weißen endlich auf mehr. „Wir wollen am Sonntag die ersten drei Punkte zu Hause holen“, sagt Ryoji Ishikawa.

VfB Speldorf vergibt möglichen Sieg in Kleve

MÜLHEIM.   Erneutes 1:1-Unentschieden nach Rückstand. Klare Steigerung in der zweiten Halbzeit.

Auch im zweiten Pflichtspiel unter Trainer Ryoji Ishikawa erreichte der Fußball-Oberligist VfB Speldorf nach einem 0:1-Rückstand noch ein 1:1 (0:1)-Unentschieden. Im Gastspiel beim 1. FC Kleve wäre aber dank einer klaren Steigerung nach der Pause noch mehr drin gewesen.

„Wir hatten eine große Chance zu gewinnen“, meinte der Coach nach dem Schlusspfiff. Doch ähnlich wie am letzten Wochenende ließen die Mülheimer zum Schluss noch eine große Möglichkeit liegen. Zuvor hatten sie sich durch eine starke zweite Halbzeit den 1:1-Ausgleich durch Maxwell Bimpek verdient. „Wir waren deutlich besser, hatten sehr viel Ballbesitz“, erklärt Ishikawa.

Speldorfer Rückstand ab der zwölften Minute

Seine Mannschaft war seit der zwölften Minute einem Rückstand hinterhergelaufen. Der Gegentreffer war durch eine Unstimmigkeit zwischen Abwehr und Torwart Martin Hauffe entstanden. Kleves Stürmer Michel Wesendonk wurde praktisch angeschossen und musste nur noch danke sagen.

Durch die beiden 1:1-Unentschieden hat der VfB zwar die Gewissheit, in der Liga mithalten zu können, im Kampf um den Klassenerhalt helfen aber Unentschieden am Ende nicht weiter. Am Sonntag ist der VfB auf einen Abstiegsplatz zurückgefallen. „Die Liga ist sehr durcheinander im Moment“, findet „Georgi“ Ishikawa und spielt zum Beispiel auf den Sieg von Jahn Hiesfeld über Schonnebeck oder das Unentschieden des ETB Schwarz-Weiß Essen gegen den Tabellenzweiten Sportfreunde Baumberg an.

Drei Testspiele vor dem nächsten Liga-Einsatz

Am kommenden Wochenende ist für die Oberligisten karnevalsfrei, danach empfängt der VfB am 10. März daheim die SSVg Velbert. Seine Form überprüft der Oberligist zuvor noch mit drei Testspielen beim Rather SV (27. Februar, 19.30 Uhr), zu Hause gegen Ratingen 04/19 II (1. März, 19.30 Uhr) sowie – ebenfalls daheim – gegen die SG Unterrath (2. März, 13 Uhr)

1. FC Kleve –
VfB Speldorf 1:1 (1:0)

Tore: 1:0 Wesendonk (12. Minute), 1:1 Bimpek (74.)

Kleve: Taner – Van Brakel, Saidov, Dragovic, Duran – Kurikciyan (75. Unoki), Klein-Wiele, Haal, Forster – Hühner, Wesendonk (87. Altgen)

VfB: Hauffe – Weiß, Panz, Cömert, Bimpek, Akiyama (90.+2 McGregor) – Yussif (60. Ando), Nakaoka, Horiuchi (86. Naito), Schürings – Abe

Schiedsrichter: Fabian Spitzer (Homberg)

Zuschauer: 200

VfB Speldorf will ersten Eindruck bestätigen

MÜLHEIM.   Trainer Ryoji Ishikawa wird im schweren Auswärtsspiel beim 1. FC Kleve wohl die gleiche Elf auf den Rasen schicken wie am letzten Sonntag.

Der Start unter dem neuen Trainer war schon einmal vielversprechend, doch nach dem Unentschieden gegen den Tabellenletzten werden die Aufgaben für den Fußball-Oberligisten VfB Speldorf freilich nicht leichter. Beim auf Rang acht notierten 1. FC Kleve wollen die Mülheimer am Sonntag, 15 Uhr, aber nach Möglichkeit auch etwas Zählbares mitnehmen.

Viele haben sich in der abgelaufenen Woche gewundert: Ein Unentschieden gegen das Tabellenschlusslicht ein Erfolgserlebnis? Klingt im ersten Augenblick tatsächlich etwas unverständlich. Doch nach dem kompletten Umbruch in der Winterpause stand hinter der Leistungsfähigkeit des neuen VfB-Teams noch ein recht ordentliches Fragezeichen. Zudem hatte der FSV für seine Aufholjagd kräftig aufgerüstet.

Speldorfer kletterten sogar um einen Platz nach oben

Dementsprechend machte der Auftritt den VfB-Fans Mut und nahm denjenigen die Angst, die glaubten, dass die neue Mannschaft in der Oberliga-Rückrunde komplett chancenlos sein würde. Sie holte nicht nur den ersten Punkt, sondern kletterte in der Tabelle sogar um einen Platz nach oben. Der Rückstand auf die Abstiegsplätze bleibt mit einem Punkt aber dennoch minimal.

Diesen ordentlichen Eindruck müssen die Mülheimer nun natürlich bei einem noch besseren Gegner untermauern. Dabei sieht Trainer Ryoji Ishikawa vor allem im Defensivverhalten noch Verbesserungspotenzial. „Wir müssen noch besser verschieben und die Stürmer zum richtigen Zeitpunkt attackieren, damit der Gegner nicht zu leichten Chancen kommt“, sagt der Coach. Das dürfte im Duell gegen die Klever wichtig sein, die am vergangenen Sonntag immerhin ein 2:2-Unentschieden beim Tabellendritten 1. FC Bocholt erreichten – und das nach einem 0:2-Rückstand

Nur noch dreimal Training in dieser Woche

Nachdem er mit seiner Mannschaft in der Vorbereitung jeden Tag trainiert hatte, wurde das Pensum in dieser Woche auf drei Einheiten zurückgeschraubt. Aufgrund des Nachholspiels der A-Jugend fand die letzte davon am Donnerstagabend auch nur auf dem benachbarten Kleinfeld statt.

An der Aufstellung wird sich aller Voraussicht nach nicht viel ändern. Zum einen weil die elf Mann am vergangenen Sonntag ihre Sache unter dem Strich gut gemacht haben und zum anderen weil in der zweiten Reihe einige Spieler angeschlagen sind. Von den Eingewechselten konnte vor allem Shunya Ando auf sich aufmerksam machen, der in der Nachspielzeit des Spiels gegen den FSV Duisburg fast noch zum Speldorfer Siegtorschützen geworden wäre.

Andres und Zorlu kehren bald nach Speldorf zurück

In der nahen Zukunft bekommt der neue Coach dann sogar noch zwei Alternativen mehr an die Hand: Rückkehrer Michael Andres weilt noch bis zum 28. Februar im Hochzeitsurlaub. Nächste Woche soll dann mit Verteidiger Semih Zorlu ein weiterer Ex-Speldorfer aus seinem Auslandsjahr zurückkehren. Dann wäre der neue Kader des Oberligisten endgültig komplett.

Auftakt macht Lust auf mehr

MÜLHEIM.   Im ersten Pflichtspiel nach dem Umbruch weiß der VfB zu gefallen. Am Ende freut er sich über ein 1:1 – nur der Coach ist nicht zufrieden.

Mit weit ausgebreiteten Armen lief André Panz nah der Tribüne vorbei und schrie dabei seinen Jubel vorbei. Es wirkte, als wäre dem VfB Speldorf gerade das entscheidende Tor zur Meisterschaft gelungen, dabei war es bloß das 1:1 im ersten Spiel nach der Winterpause. Aber es war der erste VfB-Treffer nach dem großen Umbruch im Winter und er bescherte dem Oberligisten gleich noch einen Punkt im Heimspiel gegen den FSV Duisburg.

Glückwünsche zum Punktgewinn nahm Speldorfs neuer Trainer Ryoji Ishikawa aber nicht an. „Es hätten drei sein müssen, wir haben mehr Chancen gehabt“, meinte der Coach. Das sah Christian Mikolajczak, der bis vor zwei Monaten noch beim VfB an der Seitenlinie stand naturgemäß ein bisschen anders. „Die haben doch in der ersten Halbzeit schon auf Zeit gespielt. In der zweiten Halbzeit hatten wir gefühlt 90 Prozent Ballbesitz“, so Mikolajczak.

FSV schlägt wenig Kapital aus der Überlegenheit

Der FSV-Coach musste aber auch eingestehen, dass seine Mannschaft aus diesem Übergewicht herzlich wenig Kapital geschlagen hatte. Lediglich Meik Kuta (71./77.) hatte zwei dicke Chancen für die Gäste. Auf der anderen Seite hatten die VfB-Fans bei einem Schuss von Barkin Cömert (59.) schon den Torschrei auf den Lippen, ein Freistoß von Kapitän André Panz strich nur knapp über die Latte (76.) und in der Nachspielzeit war es der eingewechselte Shunya Ando, der beinahe noch für den Lucky Punch der Hausherren gesorgt hätte. Sein Schuss ging aber knapp links am Tor des früheren Speldorfers Tobias Ritz vorbei.

So blieb es bei der Punkteteilung, mit der die Mülheimer deutlich besser leben können als das Schlusslicht aus Duisburg. Die Führung für den FSV hatte ausgerechnet Esad Morina besorgt, der erst fünf Minuten zuvor für den verletzten Güngör Kaya (Schulter ausgekugelt) ins Spiel gekommen war. Die lange Verletzungspause hatte den zuvor guten VfB aus dem Tritt gebracht. In der 42. Minute konnte Tobias Ritz dann zwar den Schuss von Yutaka Abe abwehren, gegen den Nachschuss von Fabian Schürings aus spitzem Winkel war er aber machtlos.

Neuer VfB-Coach sieht Weiterentwicklung seiner Elf

Wenngleich Ryoji Ishikawa mit dem Ergebnis nicht zufrieden war, so sieht er seine Mannschaft dennoch auf dem richtigen Weg. In 22 Trainingseinheiten und 150 Laufkilometern habe er sein Team fit für die Oberliga gemacht. „Ich sehe, dass die Mannschaft sich weiterentwickelt und bin davon überzeugt, dass es noch besser geht“, gab der Coach nach dem Spiel zu Protokoll.

Die nächste Chance, das zu beweisen, hat der VfB im Auswärtsspiel beim 1. FC Kleve am kommenden Sonntag. Das nächste Heimspiel steigt am 10. März gegen die SSVg Velbert. Dazwischen gibt es am 27. Februar, 19.30 Uhr noch einen Test beim Rather SV.

VfB Speldorf –
FSV Duisburg 1:1 (1:1)

Tore: 0:1 Morina (31. Minute), 1:1 Schürings (42.)

VfB: Hauffe – Weiß, Panz, Bimpek, Cömert, Akiyama – Yussif (69. Fatni), Horiuchi (88. Naito), Nakaoka, Schürings (61. Ando) – Abe

FSV: Ritz – Abrosimov, Corovic, Müller, Kocaoglu (46. Sindi) – Karpuz – Kuta, Serdar, Matten – Kaya (26. Morina), Akca (80. Cakmakci)

Schiedsrichter: Florian Heien (Xanten)

Zuschauer: 450