Mit einem 0:0 gegen die SSVg Velbert verabschiedete sich der VfB Speldorf aus dem Fußballjahr 2017. Ein Jahr zum Lachen für die Mülheimer.

 Wo man hinschaute wurden nach Abpfiff auf der Bezirkssportanlage an der Saarner Strasse Glückwünsche verteilt. Nein, es waren keine vorgezogenen Weinachtsglückwünsche, die die Fans des VfB Speldorf ihren Spielern kundtaten. Es wurde zum 0:0 gegen die SSVg Velbert gratuliert und das mit lachenden Gesichtern.

Der Aufsteiger sammelte dank des Punktgewinns insgesamt 25 Zähler in 19 Partien. Eine starke Bilanz für einen Liga-Neuling! Und so ist es wenig verwunderlich, dass bei den Grün-Weißen nach dem vielleicht etwas glücklichen Punkt gegen eine starke Velberter Mannschaft um Trainer Imre Renji die Freude überwog und nicht das Grübeln, warum es Zuhause schon seit nunmehr fünf Spielen nicht mehr mit einem Dreier klappte.

Die kollektive Freude teilte auch Trainer Christian Mikolajczak, der gewohnt locker wirkte: „Wir haben zwei gute Halbzeiten gespielt. Das spricht für unsere tolle Entwicklung. Von daher bin ich mit dem Punkt sehr zufrieden“, sagte der 36-Jährige und erntete auf der Pressekonferenz nach dem Spiel Applaus.

Beifall gab es auch für Kai Gröger. Der Speldorfer Schlussmann hielt seiner Mannschaft das 0:0 fest. Nach dem Spiel wollte er das nicht so wirklich wahrhaben. Der Keeper freute sich in erster Linie über die gelungene Hinrunde und zog eine positive Gesamtbilanz: „Ich bin mehr als zufrieden. Mit der Punkteausbeute. Mit 25 Zählern kann man sich als Aufsteiger sehen lassen. Natürlich stehen mit Monheim und Straelen zwei andere Aufsteiger weit vor uns, die haben aber auch andere Möglichkeiten“, betonte der 31-Jährige ganz ohne Wehmut.

Sein Trainer stimmte ihm in dieser Sicht der Dinge ohne Widerspruch zu und bezog nicht nur die Oberliga-Hinrunde in seine Bilanz ein: „Ich denke, die Jungs können sehr stolz darauf sein, was wir im gesamten Jahr 2017 geleistet haben. Der Aufstieg, die Hinrunde… Meine Spieler haben es sich verdient mal abzuschalten und an andere Dinge außer Fußball zu denken“, sagte Mikolajczak.

Genau damit fingen seine Jungs dann auch direkt am selben Abend an: Die Weinachtsfeier der Mannschaft stand auf dem Programm. Wie es in seiner Trainer-Natur liegt, gab Mikolajczak auch dafür eine Zielrichtung aus: „Die Jungs haben sich eine richtig geile Weinachtsfeier verdient. Ich hoffe, dass sie den Laden ordentlich auf links krempeln und sich feiern lassen“, verkündete er. Natürlich mit einem Lachen, wie es sich momentan für Speldorfer gehört.

Quelle: Reviersport