Ein Pokalspiel als Chance

MÜLHEIM. 

Mit dem Einzug ins Achtelfinale könnte sich der VfB etwas Ruhe und Selbstvertrauen verschaffen. Neuer Torwart Marcin Michalak gibt sein Debüt.

Es läuft bislang alles andere als rund beim Fußball-Oberligisten VfB Speldorf. Immerhin hat es die Pokalauslosung gut mit den Mülheimern gemeint. Nach dem Landesliga-Aufsteiger VfB Solingen (4:2) wartet am Mittwochabend in Runde zwei des Niederrheinpokals mit dem TuB Bocholt ein Bezirksligist. Es winkt der Einzug ins Achtelfinale und dort vielleicht ein großes Los.

„Wir sollten da schon mit der Prämisse hinfahren weiter zu kommen“, lässt Trainer Christian Mikolajczak gar keinen Zweifel aufkommen. Die Gastgeber starteten mit vier Siegen aus fünf Spielen und belegen in der Bezirksliga aktuell den zweiten Platz. Diesen Rang belegten sie auch in der vergangenen Saison, als sie erst in der Relegation gegen den VfB Frohnhausen (0:3 und 3:2) den direkten Durchmarsch von der Kreisliga A in die Landesliga verpassten. „Trotzdem müssen wir als Favorit auftreten, aber mit der fokussierten Ausrichtung“, fordert Mikolajczak.

Schnelles Tor könnte den Mülheimern helfen

Das Erstrundenspiel im Pokal habe gezeigt, wie wichtig es ist, die Chancen zu nutzen und ein frühes Tor zu machen. „Wir müssen dem Gegner die Moral nehmen und schnell für klare Verhältnisse sorgen“, so der VfB-Coach. Denn die Gastgeber werden alles dafür tun, dem Oberligisten die Stirn zu bieten.

Personell gehen dem Speldorfer Trainer langsam die Alternativen aus. Zumal Neuzugang Timur Umar noch Knieprobleme hat und trotz Spielberechtigung die Zahl der Optionen nicht erweitern wird. Im Tor wird aller Voraussicht nach Neuzugang Marcin Michalak stehen. Der Pole ist doch schneller spielberechtigt als gedacht und wird den frisch verheirateten Kapitän Kai Gröger ersetzen.

Maxwell Bimpek darf auf seinen Startelfeinsatz hoffen

Ansonsten wird das Team in Bocholt wohl dem in Velbert zum größten Teil gleichen, da alle Verletzten auch weiterhin fehlen werden. Ein Kandidat für die Startelf könnte Maxwell Bimpek werden, der nach seiner Einwechslung im Duell gegen die SSVg eine gute Partie abgeliefert hat. Ob Abdul-Rahman Yussif wegen seiner Schnelligkeit erneut über Außen stürmen wird und Deniz Hotoglu seine Kreativität stattdessen wieder im Zentrum einsetzen soll, konnte Mikolajczak am Dienstag noch nicht sagen. „Das haben wir in Velbert versucht, wie genau die Anordnung vorne diesmal sein wird, werden wir sehen“, erklärte Mikolajczak. Der Trainer ergänzte: „Alle im Kader müssen zeigen, dass sie einen Bezirksligisten schlagen können.“

Nach den beiden verlorenen Heimspielen und dem enttäuschenden Auftritt in Velbert wollen die Mülheimer das Pokalspiel auch dazu nutzen, um Selbstvertrauen zu tanken. „Der Einzug in die nächste Runde bringt Ruhe rein“, sagt Mikolajczak.

Oberhausen und Velbert runden die zweite Runde ab

Die zweite Runde wurde am Dienstagabend mit den Duellen des SC Werden-Heidhausen gegen den 1. FC Bocholt und des VfL Repelen gegen den TV Jahn Hiesfeld eröffnet. Nach zwölf Partien am Mittwochabend wird die Spielrunde am Donnerstag mit dem Duell Union Nettetal gegen Ratingen 04/19 sowie am kommenden Dienstag mit der Partie Rot-Weiß Oberhausen gegen die SSVg Velbert abgerundet.

 

Quelle: WAZ