Joker Nowitzki sticht auf Anhieb für Speldorf

Der eingewechselte Neuzugang beschert dem VfB den 2:1-Sieg bei der TuRU Düsseldorf, die zur Pause in Führung lag. Morina erzielt den Ausgleich.

Mit seinem Tor zum 1:1-Ausgleich brachte Stürmer Esad Morina dem VfB überhaupt noch die Chance auf den Auswärtssieg in der Landeshauptstadt.

Der VfB Speldorf kommt in der Fußball-Oberliga immer besser ins Rollen. Beim 2:1 (0:1)-Auswärtssieg bei der TuRU Düsseldorf drehten die Mülheimer wieder ein Spiel und sind seit nunmehr fünf Partien in Folge ungeschlagen. Neuzugang Pierre Nowitzki feierte einen Einstand nach Maß.

Erst am Dienstag hatte der 24-Jährige, der vom TSV Marl-Hüls nach Mülheim gekommen war, erstmals mit dem VfB-Team trainiert. In Düsseldorf wurde er in der 78. Minute für Maximilian Fritzsche eingewechselt und erzielte in der 87. Minute den 2:1-Siegtreffer.

Kai Gröger fehlt wegen Pfeifferschem Drüsenfieber

Aber der Reihe nach: VfB-Trainer Christian Mikolajczak war gezwungen einen Torwartwechsel vorzunehmen, weil Kai Gröger wahrscheinlich am Pfeifferschen Drüsenfieber erkrankt ist. Er musste am Sonntagmorgen ins Krankenhaus fahren. So kam Robin Offhaus (19) zu seinem zweiten Oberliga-Einsatz. Außerdem setzte der Coach seinen Stürmer Abdul-Rahman Yussif nach zwei trainingsfreien Tagen auf die Bank und ließ Alassane Ouédraogo auf der rechten Offensivseite spielen.

In der ersten Hälfte fehlte dem VfB-Trainer der letzte Wille. Auch nach vier Spielen ohne Niederlage hatten die Mülheimer in der Offensive nicht den nötigen Mut. Dabei überließen die Düsseldorfer den Gästen erstaunlich viele Räume und versuchten, den VfB mit den schnellen Außenstürmern zu überrennen. Dies gelang aber auch nur einmal. Nach einem Angriff über die linke Seite konnte Keeper Offhaus den ersten Versuch noch gut parieren, den zweiten ließ er abprallen, so dass Jacob Ballah zur Düsseldorfer Führung abstaubte.

Zweiter Durchgang ganz nach Mikolajczaks Geschmack

Der zweite Durchgang verlief ganz nach dem Geschmack von Christian Mikolajczak. Mehr Mutt, mehr Aggressivität und in der Folge auch mehr Chancen prägten das Spiel seiner Elf . Nach einem langen Ball in die Tiefe verschätzte sich ein TuRU-Verteidiger, so dass Esad Morina nur noch Schlussmann Björn Nowicki vor sich hatte. Locker spitzelte der Stürmer den Ball über den Keeper ins Tor.

„Nach dem 1:1 wusste ich, dass das Spiel noch in unsere Richtung kippen kann“, sagt der stets optimistische Mikolajczak. Und er sollte Recht behalten. Drei Minuten vor dem Ende war es der erst am Freitag vorgestellte Neuzugang Nowitzki, der die Speldorfer doch noch zum Sieger machte.

„Wir müssen uns nicht über das Oberliga-Niveau unterhalten“

„Ich habe immer gesagt, dass in der Mannschaft sehr, sehr großes Potenzial steckt“, betont Speldorfs Linienchef. Mikolajczak ergänzt: „Wenn jeder an sich glaubt, müssen wir uns über Oberliga-Niveau überhaupt nicht unterhalten“. Durch die Nachverpflichtung der beiden Torschützen Morina und Nowitzki ist der VfB-Kader jetzt auch in der Breite stark aufgestellt. „Keiner kann sich im Training ausruhen“, sagt auch der Coach.

Als nach wie vor Zwölfter vergrößert der VfB mit diesem Erfolg den Vorsprung auf die Abstiegsplätze auf sechs Zähler. Die enge Tabellensituation ergibt, dass mit weiteren Siegen Sprünge in die obere Hälfte möglich wären.

TuRU Düsseldorf –
VfB Speldorf 1:2 (1:0)

Tore: 1:0 Ballah (27.), 1:1 Morina (72.), 1:2 Nowitzki (87.)

TuRU: Nowicki – Reitz, van Kerkhoff, Terzic, Ferati – Kim, Mourtala, Fahrian – Ballah (84. Hasui), Ayas (65. Dick), Klicic (77. Schneider)

VfB: Offhaus – Szewczyk, Bartmann, Müller, Nakaoka – Fritzsche (78. Nowitzki), Terwiel – Hotoglu, Timm, Ouédraogo (56. Yussif) – Morina (85. Armen)

Schiedsrichter: Alexander Busse (Leichlingen)

Zuschauer: 200

Marcel Dronia

Quelle: WAZ