Klub sorgt für Aufsehen

Nach dem Sieg bei Tabellenführer Straelen gelingt dem VfB ein Transfercoup. Spielen wird der Neue am Sonntag wohl aber noch nicht.

Der VfB Speldorf sorgt in diesen Tagen auf Aufsehen. Erst schlug der Aufsteiger den Spitzenreiter SV Straelen, dann stachen die Mülheimer namhafte Konkurrenten aus und verpflichteten Mittelfeldspieler Pierre Nowitzki vom TSV Marl-Hüls, der schon am Sonntag im Gastspiel bei der TuRU Düsseldorf (15 Uhr, Stadion Feuerbachstraße) spielberechtigt ist.

Er hat schon Qualität und Erfahrung

Christian Mikolajczak (VfB Speldorf)

Schon im Sommer waren die Speldorfer am 24-Jährigen dran. Den Tipp bekam Vereinschef Frank Linnecke vom Manager der Schalker Traditionsmannschaft, der aus Marl-Hüls stammt. „Er meinte, dass es dort einen gibt, den wir unbedingt holen sollten“, erzählt Linnecke. Seitdem sich das Aus des zuvor noch so ambitionierten TSV ankündigte, verhandelte der VfB-Boss vier Wochen lang mit Nowitzki. Er ahnte nichts gutes, als der gebürtige Gelsenkirchener am Montagabend bei ihm anrief. Doch die Angst war unbegründet, denn Nowitzki sagte dem VfB zu.

Und das obwohl es auch mindestens ein Angebot aus der Regionalliga gab. „Micky hat mich überzeugt. Er hat mir immer ehrlich gesagt, was er denkt“, sagt der Neuzugang. Mit „Micky“ ist Trainer Christian Mikolajczak gemeint, der bekanntlich nicht nur auf das spielerische Können Wert legt, sondern auch charakterlich starke Typen in seiner Mannschaft haben möchte.

Diesen Eindruck hat auch der Sportwissenschaftsstudent aus Gladbeck. „Es sind alles super Typen, die mich gut aufgenommen haben“. erzählt er. Nowitzki gab am Donnerstag beim 6:2 (3:0)-Testspielsieg gegen die A-Junioren des SC Bayer 05 Uerdingen sein Debüt. „Er hat schon eine gewisse Qualität und Erfahrung“, erkannte Trainer Christian Mikolajczak sofort. „Er ist genau der Spieler, den wir gesucht haben“, so der Coach. Aktuell hält der VfB noch Ausschau nach einem zusätzlichen Innenverteidiger.

Neuzugang braucht noch Geduld

In Sachen Startelfeinsatz macht Mikolajczak dem Neuzugang für diesen Sonntag aber noch wenig Hoffnung. „Mit dem Testspiel hat er gerade einmal drei Einheiten bei uns gemacht. Außerdem habe ich keinen wirklichen Grund zu wechseln“, erklärt der Coach. Vorerst werden also weiterhin Maximilian Fritzsche und Dennis Terwiel das Duo im defensiven Mittelfeld bilden. Mit Nowitzki hat der Coach aber nun eine starke Alternative in der Hinterhand. Auf mittelfristige und lange Sicht ist der 24-Jährige aber definitiv ein Kandidat für die erste Elf. „Ich bin nicht gekommen, um mich auf die Bank zu setzen“, macht er deutlich. Wirkliche Zielsetzungen kann er nach so kurzer Zeit ansonsten noch nicht beschreiben. „Wir müssten uns erst einmal von unten lösen“, sagt Nowitzki.

Gute Ausgangssituation

Mit fünf Punkten Vorsprung auf die Abstiegszone und dem zwölften Tabellenplatz ist die Situation des VfB aktuell so gut wie bisher noch nie in dieser Saison. Bis zur Winterpause wollen die Speldorfer den Abstand nach unten so groß halten wie möglich. „Um nichts anderes geht es für uns, denn diese Liga ist so eng und verrückt, da kann jeder jeden schlagen“, weiß Christian Mikolajczak. Mit dem VfB möchte er als nächstes die TuRU Düsseldorf schlagen.

Marcel Dronia

Quelle: RevierSport