Last-Minute-Niederlage für den VfB Speldorf

MÜLHEIM.   Bis zur 87. Minute führen die Mülheimer beim Tabellenfünften, Meerbusch gleicht noch aus und trifft in der Nachspielzeit sogar noch zum 2:1.

Eine knappe Viertelstunde lang sah es danach aus, als würden die Oberliga-Fußballer des VfB Speldorf zum ersten Mal in diesem Jahr als Sieger vom Platz gehen. Doch in den Schlussminuten ließen sie sich nicht nur den Sieg, sondern Punkte vom Brot nehmen. Der TSV Meerbusch gewann noch mit 2:1 (0:0).

„So kurz vor Schluss, das tut natürlich weh“, meinte Trainer Ryoji Ishikawa nach dem Spiel, das seine Mannschaft niemals hätte verlieren brauchen. Am Ende steht der VfB aber zum zweiten Mal hintereinander mit leeren Händen da. Da half auch eine Leistungssteigerung gegenüber dem Heimspiel gegen Velbert unter dem Strich nicht weiter. „Gute Leistungen bringen eben keine Punkte“, weiß Ishikawa.

McGregor und Ando erstmals in der Startelf

Dabei waren die Mülheimer, bei denen Coby McGregor und Shunya Ando erstmals in der Startelf standen, so kurz davor. In der 73. Minute traf Yutaka Abe nach einem Steilpass von Michael Andres zum 1:0 und belohnte den VfB für eine gute zweite Halbzeit. „Wir haben aus dem Spiel heraus eigentlich gar nichts zugelassen“, meinte Kapitän André Panz.

Etwa zehn Minuten vor dem Ende hatte der eingewechselte Michael Andres nach einem Querpass von Shunya Ando die Riesenchance, eine Vorentscheidung herbeizuführen. Aus etwa elf Metern schoss er aber den gegnerischen Torwart an.

Ausgleich fällt nur drei Minuten vor Schluss

Stattdessen kassierten die Speldorfer drei Minuten vor dem Ende das 1:1. Kevin Dauser bekam den Ball in den Rücken der Abwehr gespielt, traf ihn noch nicht einmal richtig und dennoch ging das Leder wenige Zentimeter am Fuß von Speldorfs Keeper Martin Hauffe vorbei . „Wir sind noch unerfahren, aber wir müssen das Spiel dann besser kontrollieren“, meinte Trainer Ishikawa, der sich zu diesem Zeitpunkt wenigstens noch den einen Zähler für sein Team gewünscht hätte.

Doch auch der kam den Gästen noch abhanden, weil die Abwehr schlecht auf Abseits spielte. Der eingewechselte Alexander Maas stand plötzlich frei vor Hauffe und traf in der Nachspielzeit zum 2:1 für Meerbusch. Direkt danach pfiff der Schiedsrichter die Partie ab.

„Jetzt gucken wir uns natürlich wieder doof an“

„Kämpferisch war das heute eine sehr gute Leistung, ich bin echt stolz auf die Truppe“, meinte Kapitän André Panz und fügte hinzu: „Wären die letzten drei, vier Minuten nicht gewesen, wären wir als Sieger vom Platz gegangen. So gucken wir uns natürlich wieder doof an. Wir müssen weitermachen, jedes Spiel bleibt ein Endspiel.“

Am kommenden Sonntag kommt der 1. FC Monheim an die Saarner Straße.

TSV Meerbusch –
VfB Speldorf 2:1 (0:0)

Tore: 0:1 Abe (73.), 1:1 Dauser (87.), 2:1 Maas (90.+1)

TSV: Kampmann – Hoff, Van den Bergh, Anyomi, Rott – Dowidat, Balci (66. Dauser), Reinert, Terada, Purisevic – Harouz (21. Dohmen/83. Maas)

VfB: Hauffe – Weiß, Panz, Bimpek, McGregor, Akiyama (89. Naito) – Yussif (75. Inoue), Nakaoka, Ando, Schürings (62. An­dres) – Abe

Schiedsrichter: Alexander Busse (Witzhelden)

Zuschauer: 150