Nächster Brocken für Speldorf

MÜLHEIM.   Der VfB muss zu den Sportfreunden Baumberg, die seit 13 Spielen nicht verloren haben. Drei neue Alternativen für die Offensive.

In der sportlich schwierigen Phase hätten sich die Oberliga-Fußballer des VfB Speldorf sicherlich leichtere Gegner gewünscht. Nach dem Heimspiel gegen den ungeschlagenen Tabellenführer VfB Homberg geht es am Sonntag, 14.30 Uhr, nun zum Tabellenzweiten, den Sportfreunden Baumberg.

Die Mülheimer werden sich in Monheim vor allem auf die ersten 45 Minuten des Spiels gegen Homberg besinnen und versuchen, einen solchen Totaleinbruch wie in den sieben Minuten nach der Pause zu vermeiden. „Wir sollten uns im Moment nicht mit solchen Mannschaften vergleichen, wir wissen aber doch alle, welche Qualität und welches Potenzial wir selbst haben“, sagt Trainer Christian Mikolajczak.

Kleinigkeiten verhindern oft erfolgreichere Spiele

Oft seien es ja nur Kleinigkeiten, die ein erfolgreiches Spiel verhindern. Beispiel gefällig? Als der VfB am letzten Samstag beim Stand von 1:1 mit drei Mann auf das Homberger Tor zulief, war das für Trainer Mikolajczak ein Bilderbuchkonter. „Wenn der reingeht, dann bedankt sich der DFB für das Lehrvideo“, sagt der Coach. Er ging aber nicht rein. Stattdessen stand am Ende ein 1:5.

„Wir müssen einfach unsere Fehler abstellen und 90 Minuten lang hochkonzentriert sein“, sagt der Coach. Er appelliert auch an seine Mannschaft, die individuellen Ansagen des Trainerteams noch genauer zu befolgen, auch wenn es nur Basics sind – zum Beispiel nicht als letzter Mann dribbeln, die richtige Zuteilung bei Standards, die Notwendigkeit von riskanten Grätschen abwägen und die wichtigen Spieler in der Spieleröffnung des Gegners im Auge behalten.

Morina, Schürings und Umar bieten sich an

Personell hat Mikolajczak wieder einige Alternativen mehr – vor allem für die Offensive. Esad Morina, Fabian Schürings und Timur Umar haben in dieser Woche gut trainiert. Schürings und Umar würden noch einmal neues Tempo ins Speldorfer Spiel bringen. Das Trainerteam wird nach dem Abschlusstraining am Freitag die Entscheidung über eventuelle Wechsel treffen. Klar ist, dass Pierre Nowitzki im zentralen Mittelfeld bleibt, wo er für den VfB noch wertvoller ist.

Ob Torwart und Kapitän Kai Gröger zwischen die Pfosten zurückkehren kann, ist noch offen. Auch das wird sich erst kurzfristig entscheiden. Der Schlussmann hatte sich Ende letzter Woche eine Zerrung zugezogen und hatte die Partie gegen den VfB Homberg verpasst. Sein Ersatzmann Leon Nevian war an der Niederlage schuldlos. Sollte Gröger erneut passen müssen, wird Marcin Michalak im Tor der Speldorfer stehen.