Ordentliches Heimdebüt des neuen VfB

MÜLHEIM. 

Marcel Dronia

 

Speldorf schlägt Wesel-Lackhausen, hat aber viel Arbeit vor sich. Auch Janis Timm und Co-Trainer Paczulla sind weg. Lukas Weiß kehrt zurück.

„Kennt einer den Neuner? Wer ist denn die 15?“ So ging es am Sonntag laufend auf dem Sportplatz an der Saarner Straße. Im Testspiel gegen den Landesligisten PSV Wesel-Lackhausen bekamen die Speldorfer ihre Mannschaft erstmals wieder daheim zu sehen – und mussten sich an jede Menge neue Gesichter gewöhnen.

Denn aus dem Kader der Hinrunde bleiben immer weniger übrig. Nach Kai Gröger hat sich nun auch noch Janis Timm (wohl zum DSV 1900) verabschiedet. Auch Co-Trainer Dustin Paczulla hat auf den Weggang der beiden Torhüter reagiert und wird sich in Zukunft vor allem auf seine Hauptaufgabe als Nachwuchstorwarttrainer bei Rot-Weiß Oberhausen konzentrieren.

US-Torwart spielte schon im Sommer beim VfB vor

Im Tor standen am Sonntag beim knappen 1:0 (1:0)-Sieg Talha Bayram (21) und Kenneth Hersey (24.). Bayram spielte zuletzt für den FSV Duisburg, der Amerikaner Hersey bot sich schon im Sommer beim VfB und überzeugte. Allerdings gab es Probleme mit seiner Spielberechtigung. Später wechselte er zu Jahn Hiesfeld. Im Gespräch ist aber auch noch Ex-Keeper Martin Hauffe, aktuell beim ETB Schwarz-Weiß Essen.

In der Abwehr gibt es auf jeden Fall einen alten Bekannten. Lukas Weiß kommt zurück. Der 27-Jährige absolvierte zwischen 2013 und 2015 insgesamt 37 Spiele für die Speldorfer. Zuletzt spielte er für Hönnepel-Niedermörmter in der Landesliga.

Gute Szenen von Neuzugang Fatni als Mittelstürmer

Ebenfalls aus der Landesliga, nämlich vom Duisburger SV 1900, kommt Christopher Brors, der am Sonntag im Mittelfeld auflief. Er absolvierte in der Hinrunde 14 Spiele für die Duisburger. Für Kalkum-Wittlaer lief er 2016/2017 sogar schon 17-mal in der Oberliga auf.

Auf der Mittelstürmerposition wusste Mohamed Fatni zu gefallen. Der Angreifer spielte zuletzt für die zweite Mannschaft der Sportfreunde Baumberg in der Bezirksliga. Auch wenn er am Sonntag ohne Torerfolg blieb (den Treffer erzielte Ken Akiyama), so hatte er doch einige gute Szenen. Trainer Ryoji Ishikawa vermisste dennoch Rückkehrer Michael Andres. Auch wenn sein Ex-Klub GSG Duisburg eine horrende Ablöse aufgerufen haben soll, ist die Rückkehr des Angreifers zum VfB wohl unter Dach und Fach.

Neu-Trainer Ishikawa spricht noch von „Chaos“

Mit Yutaka Abe (24) hat sich ein weiterer Japaner dem VfB angeschlossen. Aufgrund seiner nicht gerade überragenden Körpergröße kommt er vor allem für die offensive Außenbahn in Frage. In der vergangenen Saison spielte er 21-mal in der Regionalliga Nordost für den FSV Luckenwalde.

Neu-Trainer Ishikawa weiß, wieviel Arbeit vor dem Start der Rückrunde noch auf ihn wartet. „Im Moment ist es noch ein ganz schönes Chaos“, sagte der Coach nach dem Spiel. Mit den ersten Eindrücken war er aber zufrieden. Am Donnerstagabend spielen die Mülheimer um 19.30 Uhr beim Landesliga-Schlusslicht Sportfreunde Königshardt.