Speldorfer bleiben auch in Velbert zu harmlos

MÜLHEIM. 

Nach 25 Minuten kommt der VfB besser ins Spiel und hat eine Riesenchance. Halbzeit zwei ist für etwas Zählbares aber unter dem Strich zu wenig.

Es gehört zum Fußball im Jahr 2018 dazu, wenn selbst in den unteren Klassen nach dem Videobeweis gerufen wird. Aber im Oberliga-Spiel des VfB Speldorf bei der SSVg Velbert hätte wohl auch die Überprüfung mit bewegten Bildern den Schiedsrichter darin bestätigt, dass der vorentscheidende erste Treffer trotz etlicher Abseits-Rufe gültig war. Die Mülheimer unterlagen am Ende mit 0:2 (0:0) und kassierten damit im fünften Saisonspiel die dritte Niederlage.

Dabei waren die Gäste durchaus guten Mutes in die zweite Hälfte der Partie gegangen. Nachdem sie etwa 25 Minuten lang nur hinterherliefen und Torwart Kai Gröger zweimal mit einer starken Parade den Rückstand verhindert hatte, kamen sie nach einer Zufallschance von Pierre Nowitzki immer besser ins Spiel. „Wir haben gesehen, dass man sie vor Aufgaben stellen muss, dann kochen sie auch nur mit Wasser“, so Trainer Christian Mikolajczak nach dem Spiel.

Yussif hat kurz vor der Pause die beste VfB-Chance

Der zwischenzeitliche Aufschwung gipfelte in einer Riesenchance für Abdul-Rahman Yussif, als die Speldorfer Fans auf der Stehplatztribüne schon den Torschrei auf den Lippen hatten. Der VfB-Stürmer hatte den Torwart schon überwunden, doch der Ball wurde noch von der Linie gekratzt. „Solche Chancen muss man eben auch machen, Mannschaften wie Velbert nutzen die eiskalt aus“, meinte auch der neue Kapitän Kai Gröger. Er sollte Recht behalten.

Und so wurde nach dem Wechsel die Speldorfer Unterlegenheit wieder deutlich. Die größte Chance im zweiten Abschnitt war ein Kopfball nach einer Ecke. Ansonsten strahlten die Gäste keine Gefahr aus und konnten ihren sportlichen Rückstand auch nicht durch übermäßigen Kampfgeist ausgleichen. „Wir haben vorne kaum Bälle festgemacht, die kamen alle sofort wieder zurück“, monierte Trainer Mikolajczak. Den Kampfgeist wollte er seiner Elf aber nicht absprechen. „Wir haben es immer versucht und hatten mit Pierre Nowitzki auch mehr Entlastung.“

Timur Umar kommt aus der U19 des MSV Duisburg

Schon sechs Minuten nach der Pause erzielte Leroy-Jacques Mickels den eingangs beschriebenen Treffer für Velbert. Die Blau-Weißen hatten fortan wenig Mühe, den Kontrahenten in Schach zu halten. Mit seinem zweiten Treffer sorgte Mickels schon in 71. Minute für die Vorentscheidung.

Da zu den drei verletzten Spielern am Freitagabend auch noch Maciej Szewczyk aufgrund einer Oberschenkelverletzung dazu kam – André Panz spielte für ihn – war der VfB-Kader äußerst ausgedünnt. Zwei Spieler aus der Reserve vergrößerten den Kader in Velbert. Mit dem Offensivspieler Timur Umar aus der U19 des MSV Duisburg haben die Speldorfer personell noch einmal nachgelegt. Ein Spieler aus Straelen, der ebenfalls noch im Gespräch war, hat sich hingegen für den SC Düsseldorf-West entschieden.

SSVg Velbert 02 –
VfB Speldorf 2:0 (0:0)

Tore: 1:0 Mickels (51.), 2:0 Mickels (71.) SSVg: Sprenger – Hamid, Spnrath, Kubina – Mondello, Machtemes (75. Uzun), Wagener, Talarski, Schiebener (46. Aydin) – Mickels (83. Kray), Smykarcz VfB: Gröger – Panz, Corovic, Müller, Nakaoka – Nowitzki, Terwiel – Yussif, Dutschke (78. Schürings) – Hotoglu, Timm (60. Bimpek) Schiedsrichter: Lukas Luthe (Essen) Zuschauer:150

 

Quelle: WAZ Mülheim