Trotz Trainerwechsel bleibt Trendwende in Speldorf aus

Trainer Christian Mikolajczak hat den Oberligisten VfB Speldorf in der Winterpause in Richtung Ligakonkurrent FSV Duisburg verlassen. Nach seinem Abgang hat Ryoji Ishikawa den Posten übernommen. Doch unter dem neuen Coach bleibt die Trendwende bislang aus.

Nach der 1:3-Heimpleite gegen die SSVg Velbert warten die Mülheimer weiterhin vergeblich auf den ersten Dreier nach der Winterpause. Zwei Punkte aus drei Spielen – das ist für eine Mannschaft, die um den Klassenerhalt kämpft, viel zu wenig. Die Speldorfer belegen mit 22 Punkten den 16. Tabellenplatz. Es herrscht akute Abstiegsgefahr an der Saarner Straße. Dessen ist sich auch Ishikawa bewusst: „Unser Ziel ist natürlich der Klassenerhalt. Ich weiß aber, dass es nicht einfach wird“, betont er.
Mit dem neuen Trainer sind auch viele neue Akteure im Winter nach Speldorf gekommen, die bislang aber nicht eingeschlagen haben. „Es ist immer schwierig für neue Spieler sich in einen neuen Verein zu integrieren“, ist sich der VfB-Coach sicher.
Neben den zahlreichen Neuzugängen gab es auch Spieler, die den Klub verlassen haben. Besonders der Verlust von Top-Torjäger Andre Trienenjost schmerzt sehr. Der 29-Jährige wechselte zum aktuellen Zweitplatzierten der Landesliga Gruppe 2, dem SV Sonsbeck. Aber nicht nur der Abgang des Knipsers traf die Speldorfer hart. Auch Torhüter und Kapitän Kai Gröger verließ den Verein in Richtung Landesliga – er ging zur SSVg Heiligenhaus. „Das waren auf jeden Fall große Verluste für uns“, bedauert Ishikawa. Doch gleichzeitig lobt er auch die Qualitäten des neuen Spielführers Andre Panz: „Er macht seine Sache als Kapitän sehr gut und stellt die Mannschaft gut zusammen.“
Der Coach persönlich fühlt sich wohl an seiner neuen Wirkungsstätte, betont aber auch, wie wichtig es ihm ist, den Klassenerhalt doch noch zu schaffen: „Ich wurde hier sehr gut aufgenommen. Richtig glücklich bin ich aber erst, wenn wir die Abstiegszone verlassen“, erzählt er.
Autor: Charmaine Fischer