Velbert zeigt VfB die Grenzen auf

MÜLHEIM.   Nach torloser erster Hälfte spielen die Speldorfer gegen den Wind und kassieren innerhalb von 20 Minuten drei Gegentore.

Selbst das bloße Ausführen von Freistößen war an diesem Sonntag so eine Sache. Kapitän André Panz versuchte mehrfach, das Spielgerät mit der Hand auf der Stelle festzuhalten, doch einen ruhenden Ball ließ der Wind schlichtweg nicht zu. Während andere Oberliga-Begegnungen abgebrochen oder gar nicht erst angepfiffen wurden, konnte das Duell des VfB Speldorf gegen die SSVg Velbert aber einigermaßen geordnet über die Bühne gehen. Das Wetter war also nicht der Hauptgrund, weshalb die Mülheimer Fußballer auch im dritten Spiel in diesem Kalenderjahr sieglos blieben. Sie unterlagen den Velbertern verdient mit 1:3 (0:0).

„Wir sind mit den Windbedingungen in der zweiten Halbzeit nicht zurechtgekommen“, meinte Kapitän André Panz. Seine Mannschaft musste im zweiten Durchgang gegen den Wind spielen und verlor die Augenhöhe aus der ersten Halbzeit. Zudem hatte Trainer Ryoji Ishikawa in der Pause von Fünfer- auf Viererkette umgestellt. „Die Lücken sind dann sehr groß geworden und Velbert hat das mit seiner Qualität dann gut ausgenutzt“, meinte der Kapitän. Der Trainer widersprach: „Die ersten beiden Tore hatten damit nichts zu tun. Das waren Eins-gegen-eins-Situationen.“

Speldorfer bekommen zwei Situationen nicht geklärt

Zweimal bekamen die Speldorfer Situationen im eigenen Strafraum nicht rechtzeitig geklärt. Beim ersten Mal bedankte sich Felix Haas, beim zweiten Mal versuchte Keeper Martin Hauffe am zweiten Pfosten noch zu retten, was nicht mehr zu retten war – der zur Pause eingewechselte Oguzhan Coruk war schneller am Ball. Das 3:0 resultierte aus einem langen Ball, den Aliosman Aydin über Hauffe hinweg ins Tor schlenzte. Das Stellungsspiel der Speldorfer Innenverteidiger ließ in dieser Situation zu Wünschen übrig.

Den Mülheimern gelang in der 72. Minute noch der Ehrentreffer durch den fleißigen Mittelstürmer Yutaka Abe, doch echte Spannung hätte nur ein zweites Speldorfer Tor in die Partie bringen können. „Ich habe schon noch daran geglaubt, sonst hätte ich ja nicht so gewechselt“, meinte Trainer Ishikawa. Doch auch die beiden Debütanten Michael Andres und Hirmasa Inoue konnten keine Aufholjagd mehr initiieren.

Kapitän André Panz: „Sehen jedes Spiel als Endspiel“

Für die Mülheimer wird die nächste Auswärtsaufgabe nicht leiter, denn es geht zum Tabellenfünften TSV Meerbusch. „Wir müssen das Spiel jetzt abhaken und nächste Woche von neuem beginnen. Wir sehen jetzt jedes Spiel als Endspiel“, sagte Kapitän André Panz nach dem Schlusspfiff. Der VfB bleibt auf dem drittletzten Platz.

VfB Speldorf –
SSVg Velbert 1:3 (0:0)

Tore: 0:1 Haas (50.), 0:2 Coruk (63.), 0:3 Aydin (66.), 1:3 Abe (72.)

VfB: Hauffe – Weiß, Panz, Cömert, Bimpek, Bang (60. Andres) – Yussif (80. Inoue), Nakaoka, Akiyama, Schürings (68. Ando) – Abe

SSVg: Sprenger – Mondello (85. Atiye),
Abdel Hamid, Haas, Schiebener – Spinrath, Wagener – Machtemes (74. Kubina), Talarski, Nnaji (46. Coruk) – Aydin

Schiedsrichter: Torsten Schwerdtfeger (Essen-Frintrop)

Zuschauer: 125