VfB Speldorf will ersten Eindruck bestätigen

MÜLHEIM.   Trainer Ryoji Ishikawa wird im schweren Auswärtsspiel beim 1. FC Kleve wohl die gleiche Elf auf den Rasen schicken wie am letzten Sonntag.

Der Start unter dem neuen Trainer war schon einmal vielversprechend, doch nach dem Unentschieden gegen den Tabellenletzten werden die Aufgaben für den Fußball-Oberligisten VfB Speldorf freilich nicht leichter. Beim auf Rang acht notierten 1. FC Kleve wollen die Mülheimer am Sonntag, 15 Uhr, aber nach Möglichkeit auch etwas Zählbares mitnehmen.

Viele haben sich in der abgelaufenen Woche gewundert: Ein Unentschieden gegen das Tabellenschlusslicht ein Erfolgserlebnis? Klingt im ersten Augenblick tatsächlich etwas unverständlich. Doch nach dem kompletten Umbruch in der Winterpause stand hinter der Leistungsfähigkeit des neuen VfB-Teams noch ein recht ordentliches Fragezeichen. Zudem hatte der FSV für seine Aufholjagd kräftig aufgerüstet.

Speldorfer kletterten sogar um einen Platz nach oben

Dementsprechend machte der Auftritt den VfB-Fans Mut und nahm denjenigen die Angst, die glaubten, dass die neue Mannschaft in der Oberliga-Rückrunde komplett chancenlos sein würde. Sie holte nicht nur den ersten Punkt, sondern kletterte in der Tabelle sogar um einen Platz nach oben. Der Rückstand auf die Abstiegsplätze bleibt mit einem Punkt aber dennoch minimal.

Diesen ordentlichen Eindruck müssen die Mülheimer nun natürlich bei einem noch besseren Gegner untermauern. Dabei sieht Trainer Ryoji Ishikawa vor allem im Defensivverhalten noch Verbesserungspotenzial. „Wir müssen noch besser verschieben und die Stürmer zum richtigen Zeitpunkt attackieren, damit der Gegner nicht zu leichten Chancen kommt“, sagt der Coach. Das dürfte im Duell gegen die Klever wichtig sein, die am vergangenen Sonntag immerhin ein 2:2-Unentschieden beim Tabellendritten 1. FC Bocholt erreichten – und das nach einem 0:2-Rückstand

Nur noch dreimal Training in dieser Woche

Nachdem er mit seiner Mannschaft in der Vorbereitung jeden Tag trainiert hatte, wurde das Pensum in dieser Woche auf drei Einheiten zurückgeschraubt. Aufgrund des Nachholspiels der A-Jugend fand die letzte davon am Donnerstagabend auch nur auf dem benachbarten Kleinfeld statt.

An der Aufstellung wird sich aller Voraussicht nach nicht viel ändern. Zum einen weil die elf Mann am vergangenen Sonntag ihre Sache unter dem Strich gut gemacht haben und zum anderen weil in der zweiten Reihe einige Spieler angeschlagen sind. Von den Eingewechselten konnte vor allem Shunya Ando auf sich aufmerksam machen, der in der Nachspielzeit des Spiels gegen den FSV Duisburg fast noch zum Speldorfer Siegtorschützen geworden wäre.

Andres und Zorlu kehren bald nach Speldorf zurück

In der nahen Zukunft bekommt der neue Coach dann sogar noch zwei Alternativen mehr an die Hand: Rückkehrer Michael Andres weilt noch bis zum 28. Februar im Hochzeitsurlaub. Nächste Woche soll dann mit Verteidiger Semih Zorlu ein weiterer Ex-Speldorfer aus seinem Auslandsjahr zurückkehren. Dann wäre der neue Kader des Oberligisten endgültig komplett.