Yussif beschert dem VfB mit Doppelpack drei Punkte

Durchwachsene Leistung der Speldorfer, die in Hilden ab der 39. Minute in Überzahl spielen.

Doppeltorschütze: Abdul-Rahman Yussif (Mitte) erzielte beide Tore für den VfB.

Durchwachsene Leistung der Speldorfer, die in Hilden ab der 39. Minute in Überzahl spielen.

Der VfB Speldorf hat die Abstiegsplätze in der Fußball Oberliga wieder verlassen. Im Duell beim Namensvetter VfB Hilden setzten sich die Mülheimer am Sonntag trotz einer insgesamt durchwachsenen Leistung mit 2:0 (1:0) durch. Abdul-Rahman Yussif erzielte beide Treffer und sorgte für den ersten Speldorfer Auswärtssieg in dieser Saison.

Dass seine Mannschaft in den Spielen der bisherigen Saison oft Startschwierigkeiten hat, daran dürfte der Mülheimer Trainer Christian Mikolajczak beinahe schon gewohnt sein. Dennoch ärgerte er sich, dass seine Elf auch in Hilden oft zu umständlich spielte. „Wir haben nicht den einfachen Fußball gespielt, sondern wollten immer etwas Spektakuläres machen“, schilderte Mikolajczak. Zudem verlor sein Team ein ums andere Mal die zweiten Bälle.

Mülheimer kommen Mitte der ersten Hälfte besser rein

Doch Mitte der ersten Halbzeit kam der VfB besser ins Spiel, hatte die schwache Anfangsphase auch ohne nennenswerte Großchance der Gastgeber überstanden. Der Platzverweis für Ex-Profi Sascha Dum spielte den Mülheimern dann in die Karten. Nach einem Pass in die Schnittstelle auf Abdul-Rahman Yussif brachte Dum den Speldorfer Stürmer in der 39. Minute zu Fall. „Ich glaube, Rahman wäre gar nicht mehr an den Ball gekommen, ich weiß also nicht, ob man die Rote Karte geben muss“, meinte Christian Mikolajczak. Schiedsrichter Alpaydin ordnete das Ganze aber als Notbremse ein und stellte Dum vom Platz.

Die Mülheimer nutzten die plötzliche Überzahlsituation und gingen noch vor der Pause in Führung. Yussif erzielte seinen fünften Saisontreffer. „Das Tor haben wir natürlich zur richtigen Zeit gemacht“, meinte der VfB-Coach.

Unnötige lange Bälle statt kontrolliertem Spielaufbau

Mit der Führung im Rücken und dazu in Unterzahl hätten die Mülheimer den Sieg selbstbewusst nach Hause bringen können. Doch das gelang ihnen nicht. „Mit der Leistung in der zweiten Halbzeit bin ich nicht zufrieden“, meinte Mikolajczak nach dem Spiel. Oft habe sein Team unnötig lange Bälle gespielt, anstatt sich den Gegner zurecht zu legen.

Doch auch die Hildener konnten daraus kein Profit schlagen. Auch sie selbst spielten oft nur lange Bälle, beorderten am Ende sogar noch einen groß gewachsenen Abwehrspieler in die Sturmspitze. In der Nachspielzeit spielten die Mülheimer doch noch einen Konter zu Ende und Yussif machte alles klar.

„Für uns war es so etwas wie ein Sechs-Punkte-Spiel“, meinte Christian Mikolajczak. „Deswegen sind wir natürlich glücklich über den Sieg. Aber die Art und Weise war nicht gut.“

Marcel Dronia

Quelle: WAZ