Zurück auf dem Boden der Tatsachen

In der Oberliga Niederrhein ist Aufsteiger VfB Speldorf in Monheim mit 0:4 (0:2) unter die Räder geraten. Der Trainer vermisst die richtige Einstellung.

Das Spiel hatte kaum begonnen, da war es für den VfB Speldorf auch schon verloren. Den frühen 0:2-Rückstand konnten die Oberliga-Fußballer beim Gastspiel gegen den 1. FC Monheim nicht mehr korrigieren. Schlimmer noch: Sie unterlagen am Ende mit 0:4 (0:2).

Trainer Christian Mikolajczak war nach dem Schlusspfiff mehr als bedient. „Ich habe mich heute zum ersten Mal geschämt“, meinte der Coach, der bei seiner Elf die richtige Einstellung vermisste. Zwei Gegentore in den ersten fünf Minuten sind ein guter Beleg dafür. „Manche glauben wohl, dass es nach den beiden Siegen einfach so weitergeht“, schimpfte Mikolajczak. Seiner Meinung nach war Monheim an diesem Sonntag „ein bis zwei Klassen besser“.

Seine Mannschaft kam im Laufe des ersten Durchgangs zwar besser ins Spiel, wirklich in Gefahr bringen konnte sie das gegnerische Tor aber nicht. „Nur phasenweise den Ball gut laufen zu lassen, das reicht eben nicht“, meinte der VfB-Coach.

Keine Hoffnung mehr nach dem 0:3

Auch im zweiten Spielabschnitt kam bei den Speldorfern keine Hoffnung mehr auf, zumal Abdelkarim Afkir schon fünf Minuten nach dem Wechsel den dritten Treffer erzielte und die Partie damit praktisch entschied. „Da haben wir uns naiv angestellt“, ärgerte sich Mikolajczak. Afkir legte später noch Treffer Nummer vier vor. Damit waren die Mülheimer noch gut bedient. „Über ein 5:0 oder 6:0 hätten wir uns auch nicht beschweren dürfen“, sagte ein angefressener VfB-Coach nach der ohnehin schon klaren Niederlage.
Mikolajczak ärgerte sich besonders darüber, dass seine Spieler nicht die richtige Einstellung an den Tag legten und Vorgaben nicht umsetzten. „Jetzt müssen sie es eben am eigenen Leib spüren und damit klar kommen.“

VfB wieder auf einem Abstiegsplatz

In der Tabelle sind die Mülheimer durch die klare Niederlage wieder auf einen Abstiegsplatz zurückgefallen. Nur der VfB 03 Hilden, der Cronenberger SC und Schlusslicht DSC 99 Düsseldorf stehen noch hinter den Grün-Weißen. Am kommenden Sonntag bekommt es der Aufsteiger mit seinem Tabellennachbarn 1. FC Bocholt zu tun, der vor der Saison durchaus höher gehandelt war, als es der aktuelle Rang 13 vermuten lässt. „Wir müssen uns jetzt ab Dienstag neu ausrichten“, schloss Christian Mikolajczak personelle Änderungen schon am Sonntagnachmittag nicht aus.

Marcel Dronia

Quelle: RevierSport